Brandneu:

3… 2…

…Ende! Keine “1″! Aber “meins”! Nämlich mein neues Alter. Woo-hoooust-hust-röchel!

Tja, Freunde, man wird nicht jünger (es sei denn man ist Benjamin Button) und so langsam ist die Zeit vorbei, in der man langhaarig rebellierend durch die Gegend teenagern kann. Ich werde mich wohl in Zukunft an den Gedanken gewöhnen müssen, meine Freizeit statt bechucked auf Rock-Konzerten, anzugtragend in dunklen Espressokapselautomatfachgeschäften zu verbringen. Was denn sonst?!? …oder “What else?” wie der große Don Volluto zu fragen pflegt.

…andererseits: Bevor ich auch nur einen Schritt in einen dieser überteuerten Tierquäler-Wasserprivatisierer-Läden setze, um mir deren Müllvollautomaten anzuschauen, gefriert die Hölle, damit Satan höchstpersönlich im rosa Tütü seine Pirouetten drehen kann…
Dann also doch weiter Chucks und RockjundverflixtnochmalRoll. …und Kaffee aus frischen Bohnen. In diesem Sinne:

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(T-t-t-toooooorte!)


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Murphy seine Wichsgriffel

Ich weiß gar nicht, ob hier gerade überhaupt irgendein Digitalspielenthusiast mitliest oder ob die nicht doch noch alle mit der Rückendeckung eines gelben Scheins durch Los Santos ganoven. Aber das ist eigentlich auch egal, denn ich werde – so oder so – an dieser Stelle eine kleine Konsolenanekdote aus meiner nicht allzu verstaubten Vergangenheit ins Internetpanorama mauern:

Tendenziell habe ich mit Konsolen-, PC- und Handyspielen ungefähr so viel am Hut wie mit Facebook- und Browsergames… …oder Phablet-Fun-Apps. – Nämlich nüschts. Und dennoch kommt es immer mal wieder dazu, dass ich meine kostbare Freizeit in solch eine perfekt-gerenderte Kombination aus Einsen und Nullen stecke. Allerdings währt meine Begeisterung dafür dann meistens auch nur unwesentlich länger als die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne einer afrikanischen Streifengrasmaus.

Dieses Jahr machte ich es aber Josef seiner Maria nach und kam jungfrauengleich zu einem Spiel, das mich mehr fesselte als meine erste Bondage-Session. Eigentlich wollte ich ja nur mal eben “The Cave” kaufloaden… (Ihr wisst schon, das Point-and-Click-Adventure von Ron Gilbert, dem Onkel, der Maniac Mansion, Zak McKracken und den ersten beiden Monkey Island-Teile gebastelt hat. Hell, yeah!) Um dies aber überhaupt tun zu dürfen, sollte ich entweder meine Kreditkarte in einem Netzwerk registrieren, das ob seiner Sicherheitslücken mehr Netz als Werk ist, oder micht gefälligst mal eine Runde in Geduld üben und oldschoolesque eine Prepaid-Karte kaufen gehen. Ich entschied mich für Letzteres, da ich mit Fremden nicht so gerne teile. Zumindest keine Kreditkartendaten. Sie ist ja schließlich auch keine billige Hafennutte, die jeder mal benutzen kann, meine Kreditkarte.

Geduldig wie ich nunmal bin, ließ ich sofort alles fallen, schwang mich in das Schmidtmobil und vettelte formeleinsig in die schöne interessante nette Solinger Innenstadt. Kurze Zeit später, als ich mich in Jogginghose und Hausschuhen vor geschlossenen Toren sah, verwarf ich diesen wunderschönen Tagtraum allerdings auch direkt wieder, da es um 23:47 Uhr nicht nur zu spät für Einkäufe, sondern auch für Tagträume ist.

Am nächsten Tag fuhr ich dann aber wirklich in die Blade City und durchkämmte die örtliche Elektrosteppe nach einem Karten-Exemplar. Die Jagd verlief erfolgreich: Erspäht, gefangen, bezahlt, gerubbelt, eingelöst, runtergeladen – easy! So weit, so gut.
Jetzt war es aber so, dass ich mir im örtlichen Elektronikfachmarkt keine Vorbezahlkarte für 12,68 EUR auf das Spiel maßschneidern lassen konnte, sondern mit einer vorgefertigten 20,- EUR-Karte von der Stange vorlieb nehmen musste. DAS führte wiederum dazu, dass ich – nach erfolgreichem Erwerb des gewünschten Spiels – noch ein Restguthaben im Digitalregal stehen hatte. Und da dies für ein Trinkgeld etwas überdimensioniert war, musste es irgendwie anderweitig verpulvert werden.

Nach langem Hin und nur unwesentlich kürzerem Her, entschied ich mich für das Spiel “Just Cause 2″, welches gerade im konsoleneigenen Shop in der Grabbelkiste gelandet war und mein Restguthaben bis auf wenige Cent aufbrauchen sollte. Viel mehr als die Resteverwertung meines Guthabens trug eigentlich auch nicht zu meiner Wahl bei. Da war ich eher emotionslos. Zumal die einzigen Ballerspiele, die ich wirklich mag, die mit dem Prefix “Fuss” sind.
Aber was muss, dass muss: Geklickt, gekauft, runtergeladen, installiert und mal kurz gestartet…

Damit war die Dose der Pandora geöffnet und das digitale Heroin schoss durch meine Venen. Ich. War. Süchtig. …und zwar instant! Freunde, ich verbrachte von diesem Tag an jede freie Minute damit, die Insel Panau zu erkunden und der dort vorherrschenden Diktatur ein Ende zu bereiten. Ich ballerte, sprengte, fuhr, flog, fiel, schwimmte,schwamm und schwomm. Ich suchte, sammelte, schwang, glitt, rammte und starb. Nur um direkt wieder zu respawnen und mich auf’s Neue ins Getümmel zu stürzen.

Einer der Gründe, weshalb ich mich so in diesem Spiel verlor, war das konsolenweite Achievementsystem, ein anderer, die spielinterne Fortschrittsanzeige. Ich war besessen davon, bei beiden die 100% voll zu machen. Und ich riss Prozentpunkt um Prozentpunkt an mich, kämpfte mich immer weiter an das Ziel heran und… … …

… …BEI ACHTUNDNEUNZIG PROZENT GESAMTFORTSCHRITT UND SECHSUNDNEUNZIG PROZENT DER ACHIEVEMENTS KACKTE MEINE VERDAMMTE FESTPLATTE AB!!!!!1elf
Musste Murphy seine Wichsgriffel denn gerade jetzt auspacken und an meiner Konsole rumgrabbeln?!? Ich hatte natürlich keine Datensicherung und die Daten konnten selbstverständlich nicht mehr gerettet werden… is’ ja klar.
Tja, und so endete mein erster Anlauf, ein Spiel auf Teufelkommraus komplett zu finishen, damit, dass ich mehrere Tage meines Lebens schlichtweg vergeudet hatte. Verfluchter Mist. Hätte ich auch gleich Ziegen anstarren können. …oder die FDP im Wahlkampf unterstützen.

Und die Moral von der Geschicht’? – Kinder geht lieber raus statt vor der Konsole zu sitzen. …oder macht gottverdammtnochmal BackUps.
Mir wird das jedenfalls nicht nochmal passieren. Ich widme mich lieber wieder anderen Dingen.
Nachdem ich Diablo 3 durch hab..
Mit allen Charakteren.
Auf allen Schwierigkeitsgraden.
Und 100% aller Achievements

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(If you liked this, please like this. Merci)


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Vorbildliche Textzeilen

Sie sagt, ihr Leben sei genau wie die Pralinen:
Kaum offen, machen sich die Alten drüber her,
Behaupten schmatzend, dass das immer noch halb voll sei,
Doch wenn man endlich dran kommt, ist die Schachtel leer.

Noch Früher Mal” von Felix Meyer

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(“Est-ce que ce monde est sérieux ?”)


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One “Yeah!” ago…

…also vor genau einem Jaaa!Verdammtnochmalistdaslangeher hab ich hier meine letzte Buchstabensuppe ins Unterholz gebastelt. Was?!? Soll?!? Denn?!? Das?!? Wo kämen wir denn da hin, wenn das jeder machen würde?!? …einfach so ein Jahr auszusetzen. Reicht ja schon, wenn man in Real-Life-Teilzeit geht, aber so unangekündigt volley mit ‘nem Sabbatjahr kommen?!? (und dann ist das noch nichtmal Black Sabbath) - Das Kantholz sollte man über meinem blanken A….aaach vielleicht lieber doch nicht. Habt Gnade, auch wenn ich Wiederholungstäter bin.

Falls es Euch aber beruhigt: Ich “war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt.” Ich habe mit einem lachenden und einem weinenden Auge die Entwicklung eines früher von mir sehr geschätzten Blogs verfolgt, feiere täglich derbst den ungebremsten Wahnsinn ab, den ein nicht ganz so unbekannter Luftratten-Vertreiber auf allen Kanälen in die Welt trägt und bin voller Respekt vor der Entwicklung eines Bloggers zum Poeten, der Deutschlands bühnen in Schutt und Asche liest. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Ach, reden wir nicht weiter um den Grießbrei herum: Ich bin immer noch Fan-Boy von dieser ganzen Internet-Schreiberei.

Ja, aber warum hast Du denn dann nicht mal selber die Lamy-Tastatur in das Tintenfässchen getaucht und das Hausaufgabenheftchen, das wir Leben nennen, mit Deinen eigenen Punchlines verziert?
Also wirklich! Bitte warten Sie mit den Fragen bis zum Ende meines Vortrags, dann werde ich mich diesen gerne widmen. Danke.

Wo war ich?!?…ach ja: Ich bin immer noch Fan-Boy von dieser ganzen Internet-Schreiberei.

Das ist eigentlich ein schöner Schlusssatz.
Gibt es Fragen?

Ja, hier, die mit den Punchlines und den Tintenfässchen.
Ach ja, stimmt, da war ja was.
Also?
Freunde, ich weiß es ehrlich gesagt nicht zu hundert Prozent. Sicherlich war das vergangene Jahr durchaus auf vielen Ebenen anstrengend, zeitraubend, gedankenbindend und irgendwie zu vielen Dingen inkompatibel. Scheinbar habe ich mich dadurch meiner Lockerness (Yeah, props to Jörn, yeah!) berauben lassen. Na ja, und Lockerness (again: props to Jörn) ist nun mal mit Plüschhandschellen an die Kreativität und mit Ducktape an das NichtsovielGedankenmachenundeinfachmalmachen gefesselt. Well, here we go und Bämm! Da hat man dann ganz schnell den Salat.

Salat wiederum ist eine total sensationell-tolle Überleitung zu… …aber leider sehe ich gerade, meine Sendezeit ist rum. Ein anderes Mal. Aber ich komme darauf zurück, versprochen! Und auch das letzte Jahr wird hier aufgearbeitet.

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(Zahlreiche Doktortitel in Gefahr! – Neue Plaqueiatsaffäre in Dentistenkreisen aufgedeckt.)

 


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Headphones on I made my escape. I’m in a film of personal soundtrack. I’m leaving home and I’m never gonna come back
Art Brut

© 2014 Herr Schmidt | Dieses Blog basiert auf Wordpress und verwendet das Theme Modern Clix von Rodrigo Galindez. Lesespass bieten 646 Beiträge und 7819 Kommentare. champagnerdusche!


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