Herr Schmidt.

celebrating the irony since 1982

Month: Oktober 2007 (page 1 of 7)

Wild Thing!

Ronnie hat mir dieses seltsame Fläschchen zukommen lassen, das ich trinken sollte… Ein Elixir, das meine wilde Seite zum Vorschein bringen sollte… Ganz wild sollte ich angeblich davon werden…

Natürlich habe ich das Fläschchen direkt geext, in der Hoffnung zum Stier zu werden oder zum Hengst oder zum Tiger, und siehe da:

Ich wurde zum Ibex-pol-sha-ger-butterfly. Verdammt!

Frau Pleitegeiger, was passiert, wenn Sie zum Tier werden?

Wie Herr Schmidt sein Glück fand (3/4)

Fortsetzung zu Wie Herr Schmidt sein Glück fand
Teil 01, Teil 02
(unbedingt vorher lesen)

Manchmal bin ich ja wie der spongebob’sche Seestern: „Hat nicht geklappt. Probier ich’s doch nochmal.“ So auch dieses Mal:

Mein großartiger Plan, F. unter dem Vorwand der Fotosession-Optimierung in den Kunstraum zu locken, um dort unserer Freundschaft ein Upgrade zu verpassen, bekam ja kleine Risse als Reinhold bei meinem Gespräch mit F. anwesend war und sich kurzerhand anschloss. Liebesgeständnisse vor Publikum sind etwas für das Sonntagvorabendprogramm deutscher Privatsender aber nicht für Herrn Schmidt. Aus diesem Grund war die gewählte Alternative, mein persönlicher Plan B, die Belastungsgrenze von F. durch ein gemeinsames Fotoshooting auszutesten, grundsätzlich nicht verkehrt. Aber, seesternig, wie ich nunmal bin, habe ich bei dieser Frage nicht bedacht, dass Reinhold immer noch anwesend war. Ihr ahnt es, am Ende standen wir zu dritt vor der Kamera…

Obwohl es mir gelang auch ein paar Fotos nur mit F. zu bekommen, war dieser Nachmittag alles andere als zufriedenstellend. Ich zog mich also in meine Denkerhöhle zurück und ließ mich von meinem iTunes WinAmp berieseln. Mit der richtigen Musik im Hintergrund konnten sich meine Gedanken entfalten und neue Pläne schmieden. Das war schon immer so und das wird auch immer so bleiben.

Ich ratterte gedanklich das ganze Romantik-Seminar runter, dass mir die klassischen Liebesfilme beigebracht hatten und sah mich schon mit 2qm große Pappherz-Ummantelung vor F.’s Haustüre stehen, während eine Milliarde Rosenblüten den Boden bedecken, auf dem ich stehe. DAS wäre romantisch, dachte ich mir. DAS wäre verdammt kitschig, dachte ich mir allerdings auch. Also verwarf ich die cineastischen Ansätze und besonn mich auf das, was wir Deutschen mal am besten konnten: Schreiben!

Goethe, Schiller, Schmidt. Das passt, wie Faust (*räusper*) auf’s Auge. Wenn ich meine Gefühle in der klassischen Briefform ausdrücke, dann ist das in Zeiten von SMS und eMails genauso romantisch wie das Riesenherz aber nicht halb so kitschig, da war ich mir sicher. Außerdem kam es mir sehr gelegen, dass ich auf diesem Wege eine eventuelle Abfuhr nicht unmittelbar ins Gesicht gesagt bekommen würde.

Ich setzte mich also hin und verfasste den weltbesten Liebesbrief.

Fortsetzung folgt…

…und zwar nächste Woche Dienstag. Und was wäre eine Fortsetzungsgeschichte ohne Competition??? – Richtig, eine Fortsetzungsgeschichte ohne Competition. Ja, und das wollen wir ja nicht. Also: Welcher Satz gehört in den weltbesten Liebesbrief? Welche Zeilen würdet Ihr niederschreiben, um Eure Herzdame / Euren Herzbuben für Euch zu gewinnen? Schreibt Euren Satz in die Kommentare. Der Vorschlag, der mir am besten gefällt, wird belohnt: Eine Woche lang, gibt es unter jeden Eurer (in dieser Woche verfassten) Blog-Beiträge, mindestens einen Kommentar von mir. Ein blogloser Gewinner wird anderweitig belohnt.

Ihr fragt: Wie stelle ich einen Cappoccino her?

Nun ja, die Herstellung eines Cappoccino ist wesentlich komplizierter als die Herstellung eines Cappuccinos oder eines Latte Macchiatos. Der Cappuccino besteht im Endeffekt nur aus einem Espresso, der mit doppelter Wassermenge aufgebrüht wird, einem Drittel warmer Milch und einem Drittel Milchschaum. Desillusionierend, ich weiß, allerdings immer noch spektakulärer als das Rezept für das Szene-Warmgetränk Latte Macchiato: Viel heiße Milch, Espresso und viel Milchschaum – in dieser Reihenfolge in ein Glas gefüllt. Ist halt ein Kindergetränk in Italien…

Aber darum geht es ja hier auch nicht. Hier geht es ja um den relativ unbekannten Cappoccino:

Der Cappoccino besteht aus vier Drölfteln heißer Luft, die mit genau 0,2465 bar in einen Maßkrug gefüllt werden. Darauf muss in dem Bruchteil einer Sekunde (sehr wichtig!) eine Messerspitze (wahlweise auch eine Nuance) Geschmacksverstärker gegeben werden. Der Maßkrug wird nun mit drei doppelten, zwei dreifachen und 6 einfachen Espressi aufgefüllt (Reihenfolge beachten!) und mit Kräuterquark garniert. – Fertig!

Bon Appétit

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