Operation Sünde ’97 (1/2)

Ein Jahr nach den erfolglosen Versuchen bei meiner persönlichen Miss Sommerfreizeit 1996 scoren zu können, verschlug es mich in das sonnige Schweden. Diesmal wollte ich wirklich nur Urlaub machen und mit meinen Freunden eine gute Zeit verbringen. Diesmal wollte ich mich nicht verlieben.

Ihr könnt es Euch ja bereits denken, wenn es wirklich so gelaufen wäre, würde ich meine Tastatur nicht für diesen Eintrag abnutzen. Dann würde ich eloquente Sätze schreiben, wie z. B.

Anne will, was ich will. Ich will Frauen!

Tatsächlich hielt ich meine Vorsätze für den Urlaub genau 24 Stunden lang aufrecht. Danach war ich wieder mal hin und weg. Sie war aber auch hinreißend: Langes, braunes Haar, funkelnde Augen und ein Lächeln, das an Bezaubernheit kaum zu übertreffen war. Ihr Name begann mit dem englischen Wort für Sünde und sie wäre auch jede Wert gewesen.

Ich musste mich also damit abfinden, dass ich meine Vorsätze allesamt über Bord werfen konnte. Und da ein Urlaub ohne Vorsätze, wie ein Berliner Ballen ohne Füllung ist, erstellte ich rubbel-die-katz (Wer denkt sich eigentlich so etwas aus?!?) neue:

  1. Diesmal wird während der Freizeit um die Frau gekämpft, nicht erst danach
  2. Diesmal werde ich mich nicht zu peinlichen Aktionen verleiten lassen
  3. Diesmal werde ich die Frau in mein Bett bekommen

Innerlich bürstete ich mein Ego auf Erfolg: Ich spurtete mental Treppen hoch, wie es Rocky Balboa zu seinen besten Zeiten nicht getan hat, ich ließ meine Synapsen Liegestütze machen und wählte die Dämonen, die mein Selbstbewusstsein unterdrückten zu meinen Sparingspartnern. Die “Operation Sünde ’97″ konnte beginnen!

Diesmal machte ich keine Gefangenen: Schnell kamen S. und ich ins Gespräch und die Tatsache, dass meine Zimmer-Mitbewohner und ihre Mitbewohnerinnen alle auf einer Wellenlänge lagen, machte die ganze Geschichte noch einfacher. Bereits am dritten Tag, hatte ich S. in meinem Bett. Und nicht nur das, auch meine Mitbewohner hatten (fast) alle ein weibliches Geschöpf in ihren Kojen.

Freunde, ich sehe es Euch doch an, Ihr denkt jetzt alle: “Mensch, der Herr Schmidt, der alte Weiberheld.”

Wer jetzt allerdings glaubt, dass an der Sache was faul ist und sich denkt “Da is’ doch was faul.” (Ähm, ja), der möge seine Theorien in die Kommentare schreiben. Eure Kreativität wird auch dieses Mal belohnt. Dieses Mal ist es kein bloggebundener Schnick-Schnack, sondern ein handfester Gewinn. Was es ist, kann ich Euch hier jetzt nicht verraten. Nur so viel: Er wird entweder persönlich überreicht oder per Post verschickt.

Also: Was glaubt Ihr, habe ich Euch verschwiegen? Wie habe ich S. in mein Bett bekommen und wieso waren auch die anderen Schlafplätze so gut besucht?

Die Auflösung gibt es in einer Woche hier.


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