10 x 10 Wahrheiten #3
- Bevor meine Freundin und ich zusammengekommen sind, gab es immer wieder Phasen, in denen sie etwas von mir oder ich etwas von ihr wollte.
- Mir saß vor etlichen Jahren der Rapper von Down Low am Flughafen von Barcelona gegenüber. Ich fand’ deren Musik damals so verabscheuungswürdig, dass ich ihn mit Mißachtung strafte.
- Mein ehemaliger Klassenlehrer in der Mittelstufe, der ausschließlich schwarze Kleidung zu tragen pflegte, wollte, dass ich mich freiwillig ein Halbjahr zurückversetzen lasse, weil er der Ansicht war, dass ich sonst nicht mehr mitkäme.
- Ich habe mein Abitur in einem Durchlauf geschafft, ohne Sitzenzubleiben oder mich zurückversetzen zu lassen.
- Ich halte meinen ehemaligen Klassenlehrer für ein Arschloch.
- Meine erste CD war “Off The Ground” von Paul McCartney.
- Es gibt Narben an meinem Herzen, die nie mehr verschwinden werden.
- Ich glaube, ich habe der Frau, die dafür verantwortlich war, genauso wehgetan, obwohl sie die Welt für mich bedeutet hat, weil ich ihre Andeutungen nicht verstanden habe.
- Seitdem ich mir die Videos von MC Winkel in der Firma angeschaut habe, begrüßen wir uns dort jeden Morgen mit ‘Moinsen’ und verabschieden uns mit ‘Bis dennsen’.
- Ich erkenne, was Frauen wollen, aber nicht, ob sie mich wollen.
Die nächsten 10 Wahrheiten gibt es nächsten Sonntag um 10:10 Uhr.
Tags: 100 Wahrheiten

20. Januar 2008
11:43 Uhr
Antworten
4. streber.
8. andeutungen sind immer scheisse. das kann immer alles oder gar nichts bedeuten. entweder spricht man klartext oder verlangt ihn. gerade in beziehungen ist so etwas tödlich und stimmt, die narben bleiben.
10. deine freundin hat es gut! bei ihr weisst du ja bereits bescheid, dass sie dich will – und der rest geht dann erkennungsdienstlich?
20. Januar 2008
21:55 Uhr
Antworten
zu 5. : Das kenn ich auch.zu 10. : Na immerhin
Sehr interessant, diese Wahrheiten. Da sieht man, dass auch Du ein Mensch bist, wie jeder andere (positiv gemeint).
20. Januar 2008
22:48 Uhr
Antworten
@ronnie: es gibt auch negative menschen?
21. Januar 2008
07:34 Uhr
Antworten
@ zoee: Ja, jede Menge. Leider!
21. Januar 2008
08:24 Uhr
Antworten
irgendwie traurig…. und das mit dem arschloch kenne ich auch… diese zehn aussagen machen dich noch sympathischer, herr schmidt. ich glaube, du bist ein feiner, verrückter kerl.
21. Januar 2008
08:49 Uhr
Antworten
@ronnie: ich glaube ja immer noch an das gute im menschen. man muss sich schon sehr anstrengen, damit ich jemanden absolut nicht leiden kann.
21. Januar 2008
09:03 Uhr
Antworten
ob ich jemanden leiden kann oder nicht, weiß ich innerhalb der ersten 10 sec. des Kennenlernens… selten, sehr selten wird aus "nicht mögen" ein "oh, ist ja doch ganz nett"… ist das oberflächlich?
21. Januar 2008
09:38 Uhr
Antworten
@ zoee:
zu 4.) Ich? Streber? ha ha ha ha Ich? Streber? – Der war gut. Ich habe mehr Zeit in Cafés als in der Schule verbracht.
zu 8.) Du hast vollkommen recht. Aber im Endeffekt sind diese Narben (und wie wir damit umgehen) ja auch das, was uns als Mensch ausmacht.
zu 10.) Na, ich hoffe doch, dass sie es gut hat. Dennoch wüßte ich manchmal gerne Bescheid, wie es um die Wahrnehmung meiner Person bei der Damenwelt so bestellt ist. Im Dunkeln tappen ist halt generell nicht meine Stärke…
@ Ronnie:
zu 5.) Ich
denkebefürchte, so etwas kennt jeder. Es gibt sogar noch zwei weitere Lehrkörper, die ich in die Arschlochschublade einsortiert habe. Die Beweggründe dafür sind aber nicht so unverschämt gewesen, wie das, was mein Klassenlehrer von sich gegeben hatte.Freut mich, dass die Wahrheiten diesen positiven Effekt haben.
@ little-wombat: Ja, irgendwie ist dieser Wahrheiten-Block tatsächlich traurig… war eigentlich gar nicht so beabsichtigt. Na ja, aber wenn es mich in Deinen Augen noch sympathischer macht, dann freue ich mich natürlich darüber.
Ist es nicht wissenschaftlich erwiesen, dass wir innerhalb dieser kurzen Zeit eine Entscheidung über eine Person fällen? Ich finde es jedenfalls nicht oberflächlich!
21. Januar 2008
10:28 Uhr
Antworten
mir bist du zu jung, ansonsten finde ich dich attraktiv und interessant. wenn dich das jetzt beruhigt und bereichert!
21. Januar 2008
12:09 Uhr
Antworten
@Herr Schmidt:
Es ist tatsächlich erwiesen (wenn wir der Psychologie und der Soziologie als Wissenschaft glauben wollen) dass ein Mensch (egal welchen Alters, egal welchen Geschlechts…alles egal) innerhalb von 7 Sekunden nach der ersten Sichtung einer Person (Augenkontakt bzw. das Sehen einer Person reicht also aus) diese Person für symphatisch oder unsymphatisch hält. Diese vorgebildete Meinung lässt sich sehr schwer bis gar nicht ändern.
Für unsere Vorurteile können wir also eigentlich gar nichts. Menschen sind so!
(Ja ich bekenne mich manchmal durchaus zur Misanthropie, aber eigentlich mag ich die Menschen
)
21. Januar 2008
14:13 Uhr
Antworten
@ zoee: Ach, das hast Du aber schön gesagt. Jetzt sitze ich mit roten Ohren vor dem PC…
@ Floh82: Ja, genau so etwas hatte ich da auch im Hinterkopf. Diese menschliche Eigenschaft finde ich aber eigentlich gar nicht so verkehrt. Ist auf jeden Fall kein Grund misanthropisch zu sein.
21. Januar 2008
14:43 Uhr
Antworten
Das ist wohl wahr. Es ist auch nicht der Grund für meine gelegentlichen Kopfschüttler über die menschlichen Abgründe…eigentlich les ich einfach nur zuviel Zeitung
21. Januar 2008
14:49 Uhr
Antworten
Moinsen!
21. Januar 2008
15:18 Uhr
Antworten
@ Floh82: Besser zu viel Zeitung lesen, als zu viel in die Glotze zu schauen!
@ MC Winkel: Moinsen!
21. Januar 2008
16:16 Uhr
Antworten
4. Tja, bist halt kein Einstein.
5. Mach' ich auch. Alle anderen, bis auf einen (männlich) waren es ebenfalls, die meisten müßten es immernoch sein.
5a. Viele meiner Exmitschüler, ebenfalls Arschlöcher.
6. Ich habe mit Vinyl, also diese großen Schallplatten, angefangen.
7. Nicht nur bei dir.
10. Wie man's macht, macht man's falsch.
21. Januar 2008
16:35 Uhr
Antworten
Oh. Down Low. Tolles Thema, dazu könnt ich auch mal was lustiges bloggen….
21. Januar 2008
21:47 Uhr
Antworten
Lieber Herr Schmidt,
wenn Sie wissen, was ich will, dann sagen Sie es mir doch bitte.
Ich weiß es nämlich gerade nicht.
Herzlich und dankbar
Ihre FrauvonWelt
21. Januar 2008
22:19 Uhr
Antworten
@ Lichtbild:
zu 4.) Besser? ^^
zu 5.) Ich habe keinen Kontakt mehr zu meinen damaligen Lehrern, befürchte aber, dass sie sich auch nicht verändert haben.
zu 5a.) Unterschreib' ich. War bei mir genauso. Es gibt da aber durchaus eine hohe Anzahl an positiven Entwicklungen zu vermelden.
zu 6.) Welche genau?
zu 7.) Das gehört wohl zum Leben dazu. Dreck!
zu 10.) Sowieso. Und dann: "Gehe zurück nach 7.)! Gehe nicht über 'Los' und ziehe keine 5.000 EUR ein!" Scheißdreck!
@ Pleitegeiger: Mach mal. Will ich sehen!
@ FrauvonWelt: Ich bitte Sie, ich bin doch keiner dieser Mental-Fuscher, die angeblich über das Fernsehgerät Wunder vollbringen können, nur weil man Großmutters Tee-Spaten auf dem Kopf liegen hat. Es braucht schon ein persönliches Kennenlernen inklusive Gespräch(en), um Ihre Frage beantworten zu können. Danach sollte das dann aber auch über das Medium Internet funktioneren.
22. Januar 2008
09:08 Uhr
Antworten
Lieber Herr Schmidt,
so geht das nicht. Nee, nee. Erst kennen lernen, dann noch reden und mir dann sagen, was ich will. Das weiß ich doch spätestens dann auch selbst.
Ich würde die Tee-Spaten-Methode bevorzugen. Schon aus Neugier.
Herzlich
Ihre FrauvonWelt
22. Januar 2008
10:36 Uhr
Antworten
Nun gut, wenn Sie meinen. Ich kann Ihnen da aber keine Versprechungen machen.
Sagen Sie einfach bescheid, wenn Sie Großmutters Tee-Spaten auf Ihrem Kopf platziert haben. Dann probier ich mein Glück.
22. Januar 2008
13:39 Uhr
Antworten
zu 6. Es war eine Scheibe von Kraftwerk. Welche weiss ich leider nicht mehr. Sag nichts, ich weiss, ist peinlich.
zu 5a. Durchaus, aber so wirklich interessiert mich das nicht mehr.
zu 10. Hinterher ist man immer schlauer;hofft man wenigstens. (zu Punkt 7 geh' ich nicht zurück, da war ich ja schon…)
22. Januar 2008
14:02 Uhr
Antworten
Kraftwerk find' ich gar nicht so peinlich. Auch wenn es nicht unbedingt meinem Musikgeschmack entspricht, muss man zumindest anerkennen, dass sie einen revolutionären Sound hatten.
Wenn die erste Platte von Kraftwerk war und auch noch Vinyl, dann gehe ich davon aus, dass Deine Schulzeit auch ein Weilchen länger zurückliegt, als meine. Das Interesse an der Entwicklung meiner Ex-Mitschüler schwindet bei mir auch von Jahr zu Jahr mehr…
Manchmal hat man aber auch nicht die Wahl. Manchmal muss man zurück auf 7.) gehen. Oder kennst Du da einen Trick, mit dem man sich davor schützen kann? (Schummeln im Spiel des Lebens, quasi)
22. Januar 2008
17:38 Uhr
Antworten
Nein, nein, nein, Kraftwerk ist auf keinen fall peinlich, aber daß ich diese eine Scheibe vergessen habe (kommen nur zwei in Frage), daß meinte ich. Zumal, ich habe sie ja auch nicht mehr. Aber dafür konnte ich noch eine alte aus den 80igern ergattern, auf die bin ich sogar etwas stolz ("Computerwelt", welch seherischer Name übrigens, nicht wahr…).
zu 7. Schwieriges Thema, manchmal gedenke ich gern, da helfen mir die "Narben" und manchmal wünscht ich, ich hätte keine "Narben". Trick, naja, wie sagt Captain Kirk immer, "Schutzschilde hoch – jetzt"! Soll heißen, nur ernsthaftes, mit Option auf Dauer, interessiert mich, mit allem anderen können sich, von mir aus, andere "belasten".
22. Januar 2008
21:28 Uhr
Antworten
Dann war das wohl ein Mißverständnis. Es hätte mich auch gewundert…
"Computerwelt" ist tatsächlich ein fast schon nostradaemischer Titel. Daran merkt man auch, wie sehr die Band ihrer Zeit voraus war.
Ich kenne dieses Gedenken, ja fast schon Zelebrieren des Narbengewebes zu gut. Manchmal suhle ich mich regelrecht in schmerzhaften Erinnerungen. Das ist zwar nicht sehr angenehm, aber immer noch verkraftbarer, als wenn man von eben diesen Erinnerungen überrascht wird.
Die Beschränkung auf ernsthafte, dauerhafte Optionen tätige ich auch. Ich habe niemals etwas anderes, als eine dauerhafte Beziehung ins Auge gefasst, was zwar dazu führte, dass es bei mir wenige Narben sind, diese dafür aber wesentlich tiefer gehen. Denn je mehr man will um so schmerzhafter ist es ja dann, wenn das Happy End ausbleibt.
…und Schutzschilde gibt es dann ja meistens auch nicht mehr.
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