Null Null Sieben – One Drag Is Not Enough #2

Was bisher geschah: #1.

Marciella Mascara, die den Ausfall ihres liebsten Muskelpakets und den Verlust ihres zweitliebsten Paar Pumps reichlich pikiert betrachtete, ließ ihren rosafarbenen Pekinesen von der Leine und stöckelte energisch aber grazilen Schrittes über den plüschigen Laufsteg zu der imposanten Bühne, welche kopfseitig den Abschluss der Zentrale bildete. Dort angekommen öffnete sie durch schrilles Trällern von “I Am What I Am” den weinroten Samtvorhang, pirouettierte auf ihren Plateuaus herum und präsentierte dem belackschuhten Geheimagenten ihr Ticket in die Freiheit.

René Bond, der bisher wenig von Marciellas Catwalk-Künsten mitbekommen hatte, da seine Aufmerksamkeit ganz auf dem warmen Wadenbeißer lag, der mit seinen Diamantfangzähnchen versuchte den edlen Stoff der Anzughose zu penetrieren, zauberte mangels Alternativen ein Louis-Vuitton-Stöckchen aus seiner Armbanduhr und warf es Mitten in die Reste der lichterloh brennenden Abendkleidsammlung. Das fletschende Fashion-Victim ließ daraufhin von seinem Vorhaben ab und folgte dem Luxus-Holz in die Flammen. “Das nenne ich mal einen Hot-Dog!” verkündete René Bond bedeutungsschwanger, bevor sein Blick über den puscheligen Plüsch-Runway zu der broadwayesquen Bühne streifte. Dort erblickte er den extrovertiert posierenden Paradiesvogel und einen goldenen, mit Perlen verzierten Käfig, in dem die hübsche Hellofa Bloujop gefangen gehalten wurde.

[Fortsetzung folgt...]


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