Schmidt vs. Ego Cup FM

Eigentlich sollte hier ein Video zu diesem Thema zu sehen sein. Da mich aber meine Videoschnitt-Software gerade abgrundtief hasst, gibt es die Infos in der Form, für die das Medium Blog geschaffen wurde: Als Text!

Ich gehöre zu den Menschen, die dauernd unterwegs, mit 2 Mobiltelefonen ausgestattet und in ständigen Zeitnöten sind. Das ganze führt zwangsläufig dazu, dass ich im Auto telefonieren muss. Bisher habe ich das über so eine umständlich schnurgebundene Headset-Geschichte geregelt oder einfach den integrierten Lautsprecher des Mobiltelefons genutzt – beides alles andere als optimal. Es kam mir also sehr gelegen als ich bei meinen Recherchen nach Freisprechanlagen auf die Firma Funkwerk gestoßen bin und mir die werten Damen und Herren anboten, mir kostenlos ein Gerät zum testen vorbei zu schicken.

Das Gerät ist jetzt seit ca. 4 Wochen in meinem Besitz und wurde von dem schärfsten Kritisator Solingens unter die Lupe genommen. Fangen wir also mal mit den versprochenen Features an, die mich besonders interessiert haben:

- bis zu 8 Geräte (Geräte – nicht nur Telefone!) können angemeldet werden
- Ausgabe wahlweise über den internen Lautsprecher oder über FM-Frequenz
- AUX-Eingang zum Anschluß von externen Audioquellen
- Mobilität, da keine Installation notwendig (Gerät kommt in den Becherhalter)

Alles was ich mir von einer Freisprecheinrichtung wünsche, versprach die Ego Cup FM von Funkwerk zu erfüllen. Aber welche der Features waren jetzt wirklich zufriedenstellend und welche eher nicht?

Die Anmeldung meiner beiden Handys (NOKIA E61 & Sony Ericsson K750i) lief problemlos ab und die Ego Cup FM hatte auch keine Probleme mit der Annahme von ankommenden Anrufen beider Telefone. Der Anschluss meines iPods über den AUX-Klinken-Eingang war natürlich auch kinderleicht und selbst ich habe es hinbekommen sowohl Anrufe als auch Musik von dem Freisprech-Schnuffi auf mein Autoradio zu bekommen. Der Anrufer war dabei sehr gut zu verstehen. Soweit so erstklassig.

ABER leider gibt es auch ein paar Mängel, die ich benennen muss:

Die Ego Cup FM hat ein hundsmiserables Mikrophon an Bord! Wenn ich den internen Lautsprecher nehme, habe ich eine eher mittelprächtige Tonqualität, weshalb für mich ausschließlich die Ausgabe über die kfz-eigenen Lautsprecher in Frage kommt. Hier ist das Problem, dass der andere Gesprächsteilnehmer mich so gut wie gar nicht versteht, wenn ich die Ego Cup FM in meinem Becherhalter habe (für den übrigens der Becherhalter-Adapter zu groß ist…) und meine erste gesprochene Silbe komplett verschluckt wird. Außerdem erkennt die Ego Cup FM nicht, wenn ein Anruf eingeht während ich Musik über den AUX-Eingang übertrage. Besser gesagt, erkennen tut sie es schon, nur die Übertragung wird dann nicht unterbrochen, um den Anruf an das Radio zu senden. Das muss dann während der Fahrt manuell gemacht werden…

Etwas hakelig erweist sich auch die ansonsten sehr elegante Touch-Button-Steuerung. Je nachdem wo die Freisprechanlage im Auto steht, kommt man sehr leicht an die Tasten. Ja, und da eine sanfte Berührung reicht, um die Taste auszulösen, hat man dann den Salat…

Mein Fazit: Die Ego Cup FM ist eine elegante Freisprecheinrichtung mit tollen Features, die allerdings noch ein wenig Produktreife vertragen kann. Ich werde versuchen, wie das Gerät auf ein anderes Mikro reagiert und wie das Handling ist, wenn ich es mit dem mitgelieferten Herbert-Richter-Systemadapter montiere. Ja, und davon berichte ich Euch dann natürlich auch.


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