Herr Schmidt.

celebrating the irony since 1982

Month: Januar 2009 (page 2 of 5)

Culture Clash

Am Wochenende war ich beim Äthiopier essen und entgegen meiner Vermutung, ich würde eine leere Tonschale mit einem Schluck dreckigen Brunnenwasser vorgesetzt bekommen, war es ein leckeres, wenn auch hefelastiges, Mahl. Nur bei den Digestifs bin ich etwas ins Grübeln gekommen…

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Frrrrenz wiehl biiii Frrrrenz

Oma Erna hält es nicht mehr hinter ihrem Rollator und Opa Willi klinkt die künstliche Hüfte aus. So viel Leben war noch nie im Musikantenstadl von uns aller Karl Moik. Es wird gejodelt und gezappelt. Und das alles nur wegen den guten alten Klostertalern. Gut, dass die wilde Hilde heute ihre Parkinsontabletten mal nicht genommen hat, denn jetzt ist sie der Star auf dem Biertisch. Ohne Gebiss aber dafür mit viel Nachhelfen hat sie es auf die blau-weiß karierte Papiertischdecke geschafft, die diesem überraschenden Ansturm behender Wasserbeine nicht allzu lange standhalten kann. Auch die Edelweiß-Tischdeko wird kurzerhand unkontrollierten Trittes gen Florian Silbereisen befördert. Dieser, von den hypnotischen Bewegungen Hildes psychedelischer Krampfadern ganz benommen, schafft es nicht auszuweichen und landet rücklings im gerade einmarschierenden Fernsehballet. Dessen nicht ganz heterosexueller Choreograph ist davon alles andere als begeistert, bescheinigt der blonden Föhnfrisur aber, dass ihm Edelweiß im Haar stünde und gesteht sein Interesse an Florians Silbereisen. Währenddessen wird es auch Ottmar zu warm. Voller Elan, aber immer kurz neben dem Takt, entledigt er sich seiner Kleidungsstücke. Erst Sakko und Hemd, dann die beige-braune Stoffhose. Und zu guter Letzt muss auch die nicht mehr ganz so fabrikneue Renterwindel dran glauben. Knapp über dem Haaransatz fliegt das UFO – das uringefüllte Flugobjekt – den mit der Gesamtsituation überforderten Kameraleuten entgegen. Ottmar ist das natürlich vollkommen egal, denn frei nach dem Motto „Ist der Faltenarsch erst unzensiert, kotet’s sich recht ungeniert“, geht er seiner Wege. Die Spur der Verwurstung, die er auf seinem Rave hinterlässt, sorgt derweil für Schweißausbrüche bei dem Aufnahmeleiter Klaus-Dieter. Hastig nach der Putzkolonne suchend, biegt dieser falsch ab und gerät in die Fänge von Gerda, Hedwig und Ottilie, den liebeshungrigen Lederhäuten aus der Seniorenwohnanlage „Nichmehrlang“. Starr vor Schreck und dementsprechend wehrlos, haben die drei rüstigen Rentnerinnen leichtes Spiel mit dem armen Kerl. Dabei kommt ihnen zu Gute, dass die Besenkammer in direkter Armlänge erreichbar ist. Tür auf, alle vier rein, Tür zu. Und während untersucht wird, ob Klaus-Dieter wirklich am ganzen Körper starr ist, hört im Studio niemand seine Hilferufe. Denn dort singen hunderte Zahnlose wie aus einer Kehle: Frrrrenz wiehl biiii Frrrrenz!

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Hattu Mörschen?!?

Vergesst Hasen! Igel sind die wahren Karottenvernichter:

…oder rocken doch eher die Hamster den Möhrenmarkt?!?

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