44. Caliber Love Letter an eine(n) HundebesitzerIn

Sehr geehrte(r) HundebesitzerIn,

ich habe das Geschenk Ihres Vierbeiners gerade gefunden und mit in mein frisch geputztes Haus gebracht. Haben Sie vielen Dank dafür. War auch total richtig, sich nicht die Mühe zu machen es einzupacken. Umhüllt hätte es nie im Leben seine volle Wirkung entfalten können. Konsistenz, Duft und Haftung sind dann einfach nicht mehr das Gleiche. Außerdem ist der Verzicht auf Plastikbeutel ja auch ein prima Statement zu Gunsten unserer Umwelt, nicht wahr?!? Joah.

Natürlich hätten Sie Ihren vierbeinigen Freund auch sein Geschenk an einem anderen, weniger frequentierten Ort als des Bürgersteigs ablegen lassen können, aber warum sollte es Ihrem Hund genauso schlecht gehen wie Ihnen?!? Nur weil die Gesellschaft Ihnen vorschreibt, wo Sie Ihr Geschäft zu verrichten haben, müssen Sie ja noch lange nicht in die persönliche Freiheit Ihres Hundes eingreifen. Wenn Sie schon nicht auf das Einkaufsförderband in der Schlecker-Filiale Ihres Vertrauens koten dürfen, wie Sie es sooo gerne machen würden, dann soll wenigstens der kleine Canis lupus familiaris mal ganz den wilden Wolf raushängen lassen.

Was glauben Sie, geschätzte(r) HundebesitzerIn, wie viel Freude es mir gebracht hat zu nachtschlafener Zeit meine Chucks und meine Fußmatte von den Ausscheidungen Ihres verlausten, dummdösigen Fellpfostens zu befreien?!? Auf einer Skala von 1 bis 10, wo 1 “überhaupt keine” und 10 “noch ein Ton und ich reiße Ihnen den Enddarm raus, um ihn an Ihren kleinen, pelzigen Flohteppich zu verfüttern, Sie elende Evolutionstheoriewiderlegung” bedeutet, was schätzen Sie?!? Hmm?!? Keine Idee?!? Dachte ich mir!

Sollte ich Sie und Ihre Muschivariante eines Wolfes mal rein zufällig auf frischer Tat ertappen, schwöre ich Ihnen bei allem was mir lieb ist, dass Sie den kompletten Haufen Scheiße Ihres Muffs im Ursprungszustand auf Lunge ziehen werden – ohne Filter. Sollte ich herausfinden wo Sie wohnen, werde ich dafür sorgen, dass das komplette Hunde-Ensemble der bergischen Tierheime vor Ihre Haustüre kackt. Halten Sie also besser Ihre Taucherbrille bereit, wenn Sie das nächste Mal aus dem Haus wollen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind aus welchem Haus ich diesen Beitrag schreibe, weil Ihr treu-doofer Zeckenherd vor jedem dritten Haus rektale Ausfälle hat, werfen Sie doch einfach mal einen Blick auf den Punkt “About Schmidt”. Wenn Ihnen die dortige Adresse bekannt vorkommt, lassen Sie beim nächsten Mal doch einfach statt einer Tretmine Ihres Koters auf den Bürgersteig einen 20-Euro-Schein in meinen Briefkasten fallen. Damit wäre dann zumindest der Aufwand für eine neue Fußmatte gedeckt.

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine Tüte H1N1 an den Hals und verbleibe auf Krawall gebürstet,

Ihr Herr Schmidt


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