Dancer In The Dark
Scheiß die Wand an, ich bin ja wirklich kein Björk-Fan, aber “Dancer In The Dark” ist ein großartiger Film! Wie Ihr vielleicht wisst, schaue ich mir mit ein paar Freunden jeden Sonntagabend Filme an, die mit Oscars oder anderen renomierten Preisen bedacht wurden (speaking of Cannes und so). Neben maßenkompatiblen Filmen wie beispielsweise “GoodFellas” tauchen dort eben auch Filme auf, die aufgrund ihres künstlerischen Anspruchs eher ein Nischendasein inne haben. Der erste dieser Art war “Idioten”, der zweite “Dancer In The Dark”. Beide Filme stammen aus der Hand Lars von Triers und sind mehr als nur sehenswert. Zusammen mit “Breaking The Waves” bilden sie seine “Golden Hearts Trilogie”; eine Reihe, die sich mit tragischen Frauengestalten auseinandersetzt, die sich für andere aufopfern.
Björk spielt in dem Film eine tschechische Einwanderin, die langsam erblindet und jeden verdienten Dollar spart, damit ihr Sohn, der an der gleichen Krankheit leidet, die augenlichtrettende Operation machen lassen kann. Diese Geschichte erzählt Lars von Trier so gut, dass ich wirklich und ernsthaft erleichtert bin, dass bei mir eine PorscheDesign-Brille oder meine Air Optix Kontaktlinsen ausreichen. Allein die Vorstellung langsam das Augenlicht zu verlieren…
An dieser Stelle muss auch ganz klar die schauspielerische Leistung von Björk gewürdigt werden. Sie spielt ihre Rolle mehr als überzeugend.
Anfangs hat “Dancer In The Dark” sicherlich seine Längen, gewinnt aber nach einer Stunde enorm an ‘Geschwindigkeit’. Das liegt vor allem daran, dass die Frequenz der Musical-Songs zunimmt. Und betrachtet man den Film rückblickend, also mit dem großartig inszenierten Ende vor Augen, erkennt man auch, dass die Längen zu Beginn sein müssen.
Freunde, schaut Euch “Idioten” und “Dancer In The Dark” an. Es sind Kunstfilme, ja, aber sie sind gut! Sie sind wirklich, wirklich gut!
Als kleine Einstimmung, gibt es hier schon mal den wohl bekanntesten Song aus dem Film:
Tags: Björk · Dancer In The Dark · Film · Lars von Trier
21. September 2009
11:40 Uhr
Antworten
Ah, da hat einer “Antichrist” gesehen und sich gefragt, was der Typ vorher so gemacht hat.
Also ich finde den eher anstrengend. (Habe die besagte Filme aber auch noch nicht gesehen. Mach ich mal. Wenn Zeit ist.)
21. September 2009
17:09 Uhr
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Oha, da scheine ich ja wirklich was verpasst zu haben … oder auch nicht, wenn ich mir das Video angucke. Mag ja objektiv gesehen sicherlich ein guter Film sein, aber die Musik geht für meinen Geschmack gar nicht. Ich habe es beim Video bis Sekunde 58 geschafft, bevor ich dem Drang es auszumachen nicht mehr widerstehen konnte. Ich denke ich hätte wirklich keinen Spaß bei dem Film gehabt.
21. September 2009
19:09 Uhr
Antworten
Oh, der Kerl bei 1:50min sieht aus wie John Abruzzi (Peter Stormare) in Prison Break?!
23. September 2009
11:06 Uhr
Antworten
@ MC Winkel: Nee gar nicht. Es ist eher andersrum: Wir haben von der Online-Videothek “Idioten” aus unserer Liste zugeschickt bekommen und ich fand’ den Film gut. Dann kam letzte Woche halt “Dancer In The Dark” und ich fand’ ihn gut. Ja, und jetzt mache ich mir Gedanken, ob ich “Antichrist” vielleicht sehen möchte.
@ MorgothSG: Ich mag die Mucke von Björk ja auch nicht, aber in dem Film passt das einfach. Da könnte ich mir auch eigentlich keine andere Art von Gesang und Extrovertiertheit gepaart mit experimentellen Klängen vorstellen.
@ SabrinaS: Ich habe gerade mal Wikipedia bemüht und kann diese Vermutung bestätigen. Es ist Peter Stormare.
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