Dancer In The Dark

Scheiß die Wand an, ich bin ja wirklich kein Björk-Fan, aber “Dancer In The Dark” ist ein großartiger Film! Wie Ihr vielleicht wisst, schaue ich mir mit ein paar Freunden jeden Sonntagabend Filme an, die mit Oscars oder anderen renomierten Preisen bedacht wurden (speaking of Cannes und so). Neben maßenkompatiblen Filmen wie beispielsweise “GoodFellas” tauchen dort eben auch Filme auf, die aufgrund ihres künstlerischen Anspruchs eher ein Nischendasein inne haben. Der erste dieser Art war “Idioten”, der zweite “Dancer In The Dark”. Beide Filme stammen aus der Hand Lars von Triers und sind mehr als nur sehenswert. Zusammen mit “Breaking The Waves” bilden sie seine “Golden Hearts Trilogie”; eine Reihe, die sich mit tragischen Frauengestalten auseinandersetzt, die sich für andere aufopfern.

Björk spielt in dem Film eine tschechische Einwanderin, die langsam erblindet und jeden verdienten Dollar spart, damit ihr Sohn, der an der gleichen Krankheit leidet, die augenlichtrettende Operation machen lassen kann. Diese Geschichte erzählt Lars von Trier so gut, dass ich wirklich und ernsthaft erleichtert bin, dass bei mir eine PorscheDesign-Brille oder meine Air Optix Kontaktlinsen ausreichen. Allein die Vorstellung langsam das Augenlicht zu verlieren…
An dieser Stelle muss auch ganz klar die schauspielerische Leistung von Björk gewürdigt werden. Sie spielt ihre Rolle mehr als überzeugend.

Anfangs hat “Dancer In The Dark” sicherlich seine Längen, gewinnt aber nach einer Stunde enorm an ‘Geschwindigkeit’. Das liegt vor allem daran, dass die Frequenz der Musical-Songs zunimmt. Und betrachtet man den Film rückblickend, also mit dem großartig inszenierten Ende vor Augen, erkennt man auch, dass die Längen zu Beginn sein müssen.

Freunde, schaut Euch “Idioten” und “Dancer In The Dark” an. Es sind Kunstfilme, ja, aber sie sind gut! Sie sind wirklich, wirklich gut!

Als kleine Einstimmung, gibt es hier schon mal den wohl bekanntesten Song aus dem Film:


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