Fire in the bedroom
Wer von Euch fleißig meinen Twitter-Account stalkt oder mir unbeobachtet bei Facebook folgt, der hat sicherlich mitbekommen, dass ich mir einen Kamin für meinen Schlafzimmer zugelegt habe. Wer schon mal das Glück das Pech die Ehre die Gelegenheit hatte höchstpersönlich in mein Master-Bedroom zu gelangen, der weiß sogar wie das Dingen in Action wirkt. (War verdammt schwer so viele Menschen zu betäuben, die Treppe hochzuschleppen und zu fesseln damit sie sich den Kamin mal anschauen, ich sag’s Euch.)
Heute, nach ein paar Wochen ausführlicher Testreihen, ist es an der Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen:
Fangen wir mal mit den Eckdaten an: Es handelt sich um einen Wandkamin, der mit Bioethanol befeuert wird und mit einer Größe von 450 x 600 mm eine kompakte Bauform hat. Der UVP liegt bei ca. 150,- EUR, die ich aber natürlich nicht dafür gezahlt habe. Mir war das Gerät etwas mehr als 1/3 des UVPs wert. Die Farbe ist silber.
Wer sich die Schuhe zubinden kann, der ist auch in der Lage das Teil an die Wand zu montieren. Einfach eine Schiene mit drei Schrauben an die Wand dübeln und dann den Kamin einhängen. Wenn ich mir das so überlege, sollte das auch jemand hinbekommen, der Schuhe mit Klettverschluss hat.
Kommen wir nun zum wichtigsten Aspekt des Feuerkessels, dem Handling. Betankt wird das Viech über einen mitgelieferten Messbecher und einen Trichter, der ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist. Die Flüssigkeit wird dann einfach angezündet und schon brennt die Hütte. Es dauert dann einen Moment bis sich das Bioethanol erwärmt hat und man ein schönes Flammenspiel in warmen Farben geboten bekommt. Bis dahin sind die Flammen eher mikrig und bläulich. Dauert aber nur ein paar Minuten.
Beim Betrieb des Kamins entsteht ein leichter Geruch, den Ihr vielleicht von der Brennpaste beim Fondue kennt. Mich stört er auf jeden Fall nicht. Unauffällig ist auch die Wärmeabstrahlung. Man merkt zwar das sich der Raum angenehm erwärmt, spürt aber keine direkte Hitze, wie bei einem herkömmlichen Kamin. Und das obwohl er nur einen halben Meter von meinem Bett entfernt angebracht ist. “Nur ‘nen halben Meter vom Bett entfernt?!? Ist das nicht gefährlich???” – Zugegeben, die Packungsbeilage verlangt mehr Distanz aber andere Kamin-User und eine Latte von Sicherheitsingenieuren gaben mir grünes gelbes Licht für den Installationsort. Bisher hatte ich auch keine Sorge, dass die Flammen überspringen, da sie ja nach oben und nicht nach vorne schlagen. Trotzdem habe ich das Feuer bisher lieber gelöscht bevor ich eingeschlafen bin.
Fazit: Für den Preis, den ich gezahlt habe, kann man nichts dagegen sagen. Ich bin sehr zufrieden. 150,- EUR würde ich aber im Leben nicht dafür ausgeben.
So, jetzt haben wir auch darüber mal gesprochen.
Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
Tags: Bioethanol · Schlafzimmer · Wandkamin


2. Dezember 2009
12:59 Uhr
Antworten
Schon cool. Bringt ein bisschen Gemütlichkeit ins Schlafgemach.
Aber ich hoffe du versprichst den Frauen nicht zu viel
Denn gegen einen ECHTEN Kamin kann das Ding nunmal nicht anstinken.
2. Dezember 2009
13:16 Uhr
Antworten
Hey Mr. Smith! Stylisches Teil, muss ich schon sagen. Allerdings find ich 150 Lappen dafür auch zu happig. Würdest du mir sagen, wo du das Ding für den 1/3 Preis bezogen hast (von mir aus auch per Mail).
2. Dezember 2009
13:27 Uhr
Antworten
Ich habe am letzten Montag (?) in einer Reportage gesehen, wie gefährlich diese Dinger sein können und in welcher windeseile sich das Feuer im ganzen Raum ausbreiten und Menschen verletzen kann. Somit halte ich davon überhaupt nix. Aber dir muß es ja gefallen. Sei bloß vorsichtig! Und immer nur nachfüllen, wenn er mit Sicherheit AUS ist.
2. Dezember 2009
13:34 Uhr
Antworten
Du traust unter anderem einem Sicherheitstechniker der sich Metallbolzen in die Finger jagt? Also ich weiß ja nicht
P.S. Sollte sich dieser spezielle Sicherheitstechniker nicht zu der von dir genannten Latte hinzuzählen können, ist mein Kommentar natürlich völlig sinnlos.
2. Dezember 2009
13:52 Uhr
Antworten
also ich dachte bislang, wenn sie sich mit der dame ihres herzens in diesem arbeitszimmer vergnügen, ist jegliche andere hitzequelle überflüssig!
2. Dezember 2009
14:59 Uhr
Antworten
Scheiß doch auf die Sicherheitswarnunen, wo sind wir denn hier.
Wenn’s gefällt – ran an die Wand. Für mich wär das aber nix.
2. Dezember 2009
15:26 Uhr
Antworten
tip zum anfeuern: rage against the machine
“burn, burn, yes you gonna burn!”
2. Dezember 2009
16:20 Uhr
Antworten
Und von was, werter Herr Schmidt, wird das Zimmer so gelb?
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
2. Dezember 2009
17:35 Uhr
Antworten
Ich liebe Feuer. Aber ich brauche auch Flammen. Wo sind die Flammen und das Knistern. No way, sowas käme mir nicht an die Wand und ich will auch gar nicht in den “Master-Bedroom” LOL
4. Dezember 2009
17:20 Uhr
Antworten
Thx! Herr Schmidt. Alles, was ich wissen wollte, zu dem Dingens. Mal fragen, was Schatzilein zu sowas sagt. Sind übrigens VIEL teurer hier. Wie so ziemlich alles, ausser Benzin.
4. Dezember 2009
19:29 Uhr
Antworten
Herr Schmidt, könnten Sie vielleicht kurz rumkommen und mir beim Schließen des Klettverschluss helfen? Danke!
5. Dezember 2009
10:37 Uhr
Antworten
Jetzt kann ich mir endlich die roten Spuren an den Handgelenken der gesamten Olsenbande erklären…
5. Dezember 2009
15:54 Uhr
Antworten
Caminus, der Ofen. Was soll denn das sein mit einer unauffälligen Wärmeabstrahlung? Hmmm? Du, ich schlaf auf dem Sofa
6. Dezember 2009
12:46 Uhr
Antworten
@ Smikey: Nein, nein, keine Sorge, ich verspreche den Frauen gar nichts. Es braucht nur ein wenig Chloroform und ein wenig Seil…
@ singhiozzo: Den gab es vor ‘nem Monat (ungefähr) bei Kaiser’s. Vor zwei Wochen oder so hab’ ich den auch bei irgendeiner anderen Supermarktkette für den halben Preis gesehen. Ich hab’ leider keine Ahnung, wo (und ob) man den jetzt irgendwo günstig bekommen kann.
@ LadyVanilla: Danke für den Tipp. Bei dem Nachfüllen mache ich mir keine Sorgen, da ich das sowieso mache, bevor ich das Viech anmache. Aber wenn ich das so höre, werde ich es weiterhin definitiv immer ausmachen, bevor ich schlafe.
@ Floh82: Man muss halt nehmen, was man kriegen kann, nech?!?
@ Pssst!: Dem ist auch so. Aber mangels Herzdame… ^^
@ MC Winkel: So schaut’s aus! Die letzte Rebellion, die unserer Generation noch geblieben ist, ist die gegen SIcherheitswarnungen! Viva la revolucion! ^^
@ Maak: Ich hab’s probiert, werter Herr Maak, stundenlang, aber der Kamin ist nich angegangen. Dafür verließ aber die Frau fluchtartig das Schlafzimmer. Haben Sie vielleicht noch eine andere Idee?
@ Erdge Schoss: Von meiner Nachttischlampe, werter Herr Schoss, die gedimmt den Raum illuminierte.
@ Tanja: Ich gebe Dir völlig recht: Das Knistern fehlt! Aber das Dingen ist ja auch nur eine Übergangs- bzw. Zusatzlösung. Ich habe die Möglichkeit in diversen Räumen einen echten Kamin unterzubringen. Mal schauen…
@ Ray: Gerne. Was kosten die Kamine denn bei Euch? Wie gesagt mehr als – keine Ahnung – 100 EUR würde ich dafür nicht ausgeben.
@ Johanna: Kannte ich bisher auch noch nicht: BHs mit Klettverschluss. Interessant…
@ Sabine: Ähm… ich muss weg!
@ ChliiTierChnübler: Ich meinte damit, dass man keine direkte Wärme aus der Richtung des Kamins spürt, sich aber dennoch der Raum erwärmt.
Sofa… so so… beschwer Dich dann aber nicht, wenn Du nicht schlafen kannst, weil der Hamster nachts Terz macht.
8. Dezember 2009
16:38 Uhr
Antworten
Auf wann bin ich denn nun eingeladen?
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Wo Arbeit ist, da lass Dich nieder, Arbeitslose.... äh...neee... Wie dem auch sei: Ich bleib noch'n 1/2 Stündchen im Büro! (vor 1 Woche)
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