Transformers 2 – Die Rache …und zwar meine!

Gestern Abend war ich auf der Preview, Vor-Premiere oder wie sich so eine Veranstaltung auch immer nennen mag von “Transformers 2 – Die Rache”. Mit einem guten Bauchgefühl – immerhin hatte ich ein Chicken Teriyaki Menu intus – und voller Vorfreude auf Megan Fox, dieser unehelichen Tochter von Angelina Jolie und Jessica Alba, nahm ich also auf meinem Kinosessel Platz. Schnell noch den Liter-Becher mit dem nichtalkoholischen Erfrischungsgetränk strategisch sinnvoll platziert und die Schale mit den Tortilla-Chips inkl. Käsesauce auf den Oberschenkeln drapiert. Bis dato war alles perfekt und es hätte so ein netter Abend werden können…

…wenn nicht irgendwann der Film angefangen hätte. Wobei ich diese Ansammlung von Hochglanz-Dünnschiss eigentlich gar nicht als Film bezeichnen möchte. Man kann die Handlung eigentlich in einem Satz wiedergeben: Eine Endlosschleife, in der Shia LaBeouf und die brustige Megan Fox durch Explosionen und Zerstörung rennen bis sie von den bösen Decepticons eingekesselt sind und nur Bumblebee und/oder Optimus Prime sie retten können. That’s it. Aber gut, in so einen Film geht man ja auch nicht wegen der oscarverdächtigen, aus mehreren, verwobenen Handlungssträngen bestehenden Story sondern wegen Titten, Trümmern und Transformern. Davon gibt es reichlich, aber die Art und Weise wie das Ganze präsentiert wird. Weia.

150, in Worten hundertfuffzich, Minuten lang sieht man Martial Arts Fights zwischen hochhausgroßen Robotern, die ansonsten die Behäbigkeit eines Elefanten mit Betonumantelung ausstrahlen, bei denen komplette Stadtviertel dem Erdboden gleich gemacht werden. Während dieser Kämpfe, die über den gesamten Globus stattfinden, ist natürlich immer die US Army mit einer Spezialeinheit anwesend. Weil, ist ja Weltpolizei und so. Diese stürmen dann auch immer schön VOR den verbündeten Autobots dem feindlichen Decepticon-Koloss entgegen, um sich vaporisieren zu lassen. Würde ich ja persönlich nicht so machen, aber egal. Bevor man sich über die taktischen Fähigkeiten der amerikanischen Soldaten zu viele Gedanken machen kann, streckt auch schon wieder Megan Fox ihren wenig bekleideten Körper in die Kamera. Ja, und bevor man dann gedanklich das Füchschen ausgezogen hat, fliegt schon wieder ein Gebäude in die Luft. Da wird man doch bekloppt bei!

Nach ca. 90 Minuten Endlosschleife habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht als den Abspann. Ich bekam aber die Pause. Nach der unnötigen 10-minütigen Unterbrechung nahm der Film neue Formen an. Urplötzlich wurde der Explosions-Brüste-Cocktail durch Flachwitze in Serie ergänzt. Ich habe selten so viele, so schlechte und vorhersehbare Witze gesehen, wie in den letzten 60 Minuten von Transformers 2. Außerdem wurde das sowieso schon unerträgliche Pathos-Level weiter hochgeschraubt. Wenn ich noch eine Kuss-Szene im Sonnenuntergang oder mit entsprechendem Soundtrack versehene, heldenhafte, amerikanische Soldatenentscheidung sehen muss, kack’ ich Michael Bay in seinen Frühstücks-Frappuccino. Ja, und von der unsinnigen Terminatrix-Decepticon, den albernen Autobot-Zwillingen, gegen die Jar Jar Binks ein fantastischer Charakter ist, der unglaublichen Quanten-Photonen-EMP-Raketen-Top-Secret-Waffe der Armee und dem aberwitzigen Versuch Blogs in die Thematik zu integriereren, fang’ ich jetzt gar nicht erst an, denn sonst nimmt das hier ja überhaupt kein Ende.

Nur so viel: Alles was über dieses Video an Film hinaus geht, ist zu viel! Viel zu viel! Unerträglich, um genau zu sein! Argh!!!! Ich will mein Geld zurück!


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