Herr Schmidt.

celebrating the irony since 1982

Month: Juli 2010 (page 1 of 2)

Kapott!

Es gibt Tage, an denen ist man Chuck Norris kleiner Bruder. Und es gibt Tage, da ist man Chuck Norris kleiner Bruder sein Punching-Ball. Montag war mal wieder einer dieser Tage aus der zweiten Kategorie, die einem so Einiges an Selbstbeherrschung abverlangen…

Punch 1: Meine 8-Jahre-alte Stereo-Kompaktanlage (mit Mini-Disc. Freunde, MINI-DISC!!! Hell, yeah!) versüßt mir seit einiger Zeit die Kochaktivitäten in der besten Küche der Welt. Leider hat sie aber ab und an Probleme mit dem Abspielen von CDs. Genau das war auch der Grund, warum sie damals einer vernünftigen Hi-Fi-Anlage weichen musste – aber das nur am Rande. Jedenfalls muckte die kleine Kompakte wieder auf und verweigerte sich dieses Mal sofort beim ersten Track. Ein beherzter Schlag mittlerer Stärke mit der flachen Hand auf den Deckel sollte ihr wieder Manieren beibringen… … … tja, nun klafft ein Loch im Deckel. Wenigstens sind die beiden herausgebrochenen Plastikteile aber nicht mehr zwischen Lüfter und Platine.

Punch 2: Nach einem angenehmen Kundenbesuch wende ich mir dem Ausgang zu und erblicke strömenden Regen, wie man ihn sonst nur aus dem Regenwald (oder Solingen-Wald) kennt. Das Angebot des Kunden, noch vielleicht ein Eis zu essen, schlage ich aus und entscheide mich für den Spurt zum Firmenwagen. Dort angekommen, öffne ich die Tür und *SCHWALL* …meine linke Seite, der Fahrersitz und Teile des Beifahrersitzes sind feuchter als…*hust* Man sollte halt einfach nicht an Strassen parken, wenn gerade Transporter vorbei sausen.

Punch 3: Ich sitze im Auto und merke, dass die Brille ein wenig auf die linke Seite meiner Nase drückt. An der nächsten roten Ampel setze ich sie ab und biege sie mir ein wenig zurecht. Routine! …wäre da nicht dieser kleine Riss, der mir ins Auge springt.
Als ich dann abends mit meiner Miss auf der Couch sitze, erwähne ich kurz, dass ich in absehbarer Zeit die Anschaffung einer neuen Brille vermute. Genau in  diesem Moment fällt die linke Nase der Brille ab und landet in meinem Schoß.

(Zugegeben, Punch 1 war am Sonntagabend, aber alles innerhalb von 24 Stunden.)

Summa Summarum aber für einen 26. durchaus positiv.

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(Eure Fragen an mich: springform.herr-schmidt.de)

Die Wahrheit über den Kaffee!

Viele von Euch verinnerlichen bestimmt noch den Irrglauben, dass der wohlriechende, leckere, dunkelbraune, ja fast schwarze Kaffee aus den Bohnen einer Pflanze, die hauptsächlich in Afrika und Madagaskar wächst, hergestellt wird. Selbst die allwissende Online-Enzyklopädie Wikipedia ist dieser Ansicht (hier und hier). Alles Lüge, Freunde! Aber ich, der Aufklärer der Nation, die Erika Berger unter den Online-Schreibern und der Heinz unter den Sielmanns, kenne die Wahrheit und scheue mich nicht, diese hier und heute an Euch weiterzugeben:

Kaffee wird aus Tierkot gewonnen!

In den weiten Steppen Afrikas wohnen die dunkelbraunen leopridae robusta und ihre etwas helleren Verwandten leopridae arabica. Letztere sind rund um 1840 von Seefahrern von der Arabischen Halbinsel nach Afrika importiert worden. Gerüchte besagen, der Kapitän Sinbad El Barrakh habe zwei Exemplare der leopridae arabica als Haustiere auf seinem Schiff und ihm seien eben jene während seines Afrika-Aufenthaltes weggehoppelt. Da sich die leopridae arabica ähnlich schnell vermehren wie ihre afrikanischen Artgenossen, konnten sie sich in kürzester Zeit über den Kontinent ausbreiten.

Jene Tiere, die im alltäglichen Sprachgebrauch Koffeinchen genannt werden, verbringen ihr Tagewerk mit der Suche nach Futter, der Fortpflanzung sowie mit dem Ausscheiden des gefundenen, verspeisten und verdauten Fressens. Ein Koffeinchen bringt es durchschnittlich auf beachtliche 324 kleine, braune Koteierchen pro Tag. Diese trocknen in der afrikanischen Hitze innerhalb kürzester Zeit und zerfallen danach in zwei Hälften, die jeweils mittig eine kleine Einkerbung haben.

Ein Medizinmann aus Südafrika gilt als Erfinder des Kaffees. Er entdeckte auf seiner Suche nach Mitteln, die die Aufmerksamkeitsfähigkeit der Stammeskrieger bei der Jagd steigern sollten, die gewünschte Wirkung in den Koteierchen der Koffeinchen. Zunächst verabreichte er diese pur, stieß aber relativ schnell auf Widerstand bei seinen Stammesgenossen. Damit die Jagderfolge aber weiterhin auf dem neu erreichten Niveau blieben, übertölpelte er seinen Stamm, indem er die Koffeinchen-Sekrete zermahlte und in kochendem Wasser auflöste.

Seit dem hat sich an der grundsätzlichen Zubereitung nichts geändert. Im Zuge der Industrialisierung und dem stetig wachsenden Bedarf an Kaffee, entstanden zahlreiche Koffeinchen-Farmen, aus denen bis heute in die ganze Welt exportiert wird.

Und DAS ist die Wahrheit über den Kaffee!

Revierkämpfe #5 – "Die drei lustigen zwei"

Was bisher geschah: #1, (#2), #3, (#4).

Man muss ja nicht immer alles wissen, so lange man weiß, wie man an die Informationen kommt, die man gerade braucht. Mal ehrlich, wisst Ihr so aus dem Stehgreif über die Details Eures Versicherungsschutzes bescheid?!? – Ich auch nicht. Also schnell die Kurzwahltaste „7“ meines Nokia E71 gedrückt („V“ wie Versicherung) und meine Versicherungsmaklerin interviewt.

Marderschaden?!? Ja, da sind Sie versichert. Sie haben aber 150,- EUR Selbstbeteiligung.
Mhm… okay.
Wir müssen da aber keinen großen Aufwand betreiben. Fahren Sie in die Werkstatt und lassen den Schaden beheben. Die Rechnung geht dann an die Versicherung.
Champagnerdusche! So wird’s gemacht.

Voller Zuversicht aber mit leerem Tank fuhr ich zu der Werktstatt meines Vertrauens des Opel-Händlers, bei dem ich den Wagen damals™ gekauft hatte. Die Herren hinter der Kundenbelangentgegennahmethekenkonstruktion unterhielten sich gerade über die Urlaubsplanung für die kommende WM und ließen sich von mir überhaupt nicht stören. Trotz meiner Fussballbegeisterung fand ich kein Interesse an der Konversation der beiden Opelanesen; zusätzlich spürte ich langsam einen terminlichen Zeitdruck aufkommen. Ich räusperte und wünschte einen „Guten Morgen.“.

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