Ein Abschied #2 – “^ / v”

Was bisher geschah: #1.

Blade war wach und schaute uns mit seinen kleinen, schwarzen Augen an. Als wir uns näherten, begann er wild im Käfig herumzulaufen. Die Vorderpfoten liefen dabei rund, aber die Hinterbeine… verf***te Sch**ße, die Hinterbeine traten mehr nach links und rechts als nach unten. Entweder hatte der kleine Racker zu viele John-Wayne-Filme geschaut oder aber Schlimmeres. “Der ist bestimmt beim Klettern gefallen und hat sich was getan!” vermutete ich. Warum musste dieser Dummkopf auch immer ungesichert nach oben kraxeln statt die Rampen zu nehmen?!?

Sorgenvoll schauten die Miss und ich dem Daywalker zu, wie er seine Runden durch den Käfig drehte. Dabei bemerkten wir, wie seine Hinterläufe nach und nach besser in die Spur kamen. “Scheint nur verstaucht zu sein. …hatte er schon mal. …am nächsten Tag ging es dann wieder.” beruhigte ich uns beide. Blade kam derweil zu der geöffneten Käfigtür und hielt inne. Vorsichtig nahm ich ihn heraus und machte mir ein Bild seines Zustands.

Natürlich konnte ich rein gar nichts erkennen, außer seiner ungewöhnlichen Aufgeregtheit. Ich setzte ihn in wieder zurück in den Käfig, wo es dann sofort passierte: Blade ging zwei Schritte, warf sich wild auf die Seite, den Rücken und wieder zurück, schleuderte mit Kopf und allen vier Beinen durch die Gegend… “Jetzt stirbt er!” kam es fassungslos aus meinem Mund. Die Miss sah mich ängstlich an. Doch der Obamster berappelte sich wieder, kaum hatte ich den Satz ausgesprochen, und lief – erneut breitbeinig – durch den Käfig.

Als er den zweiten Anfall bekam, riefen wir bei dem notdiensthabenden Tierarzt an. Ich beschrieb den Zustand meines alten WG-Mitbewohners und bekam lediglich ein “Sollen wir ihn einschläfern?” als Antwort. “F*ck Dich!” …was soll man sonst denken, in so einer Situation?!?

[Fortsetzung folgt...]

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(Eure Fragen an mich: springform.herr-schmidt.de)


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