Ein Buch zu schreiben
Mindestens 10 Versuche habe ich bisher in meinem Leben unternommen, ein Buch zu schreiben. Meistens alleine, ein Mal aber auch zusammen mit Silent Bob, meinem besten Freund. Jedes Mal dachte ich mir, dass es doch eigentlich überhaupt kein Problem sein kann, so ein Projekt durchzuziehen. Was ist denn da schon anders als hier regelmäßig was rauszuhauen. Einfach täglich ein, zwei Seiten tippen und zack, zack ist das Buch fertig. Ich rede jetzt hier ja nicht von ‘nem Bestseller. Wenn ich ehrlich bin, geht es mir bei diesem Gedanken an ein Buch überhaupt gar nicht um die gebundene Ausgabe in einem Bücherregal; es geht um das Projekt an sich.
Mich hat es immer gereizt zu erfahren wie es ist, wenn man eine längere Geschichte, die man mit seinen eigenen Worten niedergeschrieben hat, deren Charaktere man mit Buchstaben gezeichnet hat, in den Fingern hält. Dieses Stolzsein auf sich selbst. Wie es ist, wenn man sie komplett durchliest. Jemandem zu lesen gibt. Wie wird die Reaktion darauf sein?!? Das finde ich alles sehr spannend. Und die Texte hier geben mir eben nur kleine Bruchstücke dieses Gefühls…
Gut, ein Buch habe ich mir zusammengetippt: Meine Diplomarbeit. Aber, hey, echt mal… DAS war ein GANZ anderer Stolz. Eher Erleichterung, dass der Scheiß vorbei ist…
Wie dem auch sei, die Projekte scheiterten am Ende immer daran, dass mich das Thema irgendwann langweilte und ich deshalb keine Motivation hatte weiterzuschreiben. (Wie zum Henker habe ich meine Diplomarbeit eigentlich zu Ende gebracht?!? Teufel auch!!!) Aber ich habe da so ein Gefühl, dass in 13 Stunden und 7 Minuten etwas beginnt, dass mich nicht langweilen wird und wert ist niedergeschrieben zu werden.
Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
___
(Eure Fragen an mich: springform.herr-schmidt.de)
Tags: Buch

31. März 2010
06:35 Uhr
Antworten
Na da bin ich mal gespannt. Ich habe ein Buch geschrieben, weil ich genau das wollte. Jahrelang habe ich erzählt “Ich kann das auch.” und dann musste ich es mir selbst beweisen. Tolles Gefühl, wenn es fertig ist. Du hast das schon richtig beschrieben. Es ist die Begeisterung für das Thema. Wenn die da ist, läuft es wie von selbst. Klar, es gibt auch Hänger währenddessen, aber wenn es dich erst mal gekickt hat, kannst du gar nicht mehr anders. Schreib doch ein Online-Buch. Deine Leser werden es einfordern, wenn dich die Begeisterung verlässt. Viel Spaß und Erfolg.
31. März 2010
10:48 Uhr
Antworten
Titelvorschlag: “Gute Zeiten
Schlechte Zeiten”Allerdings hoffe ich auch, dass du nicht viel Zeit zum schreiben finden wirst.
31. März 2010
11:00 Uhr
Antworten
Wow… :- )))
31. März 2010
12:02 Uhr
Antworten
Zur Not ein Kochbuch schreiben. Mit vielen Bildern.
31. März 2010
13:23 Uhr
Antworten
Hm…ich hab zwei angefangen glaub ich. Die Dateien habe ich irgendwann gelöscht…aber das meiste was ich schreiben wollte, ist noch in meinem Kopf. Wenn ich mal die Zeit hab, schreib ich es mal nieder….nur irgendwie sind manche Dinge davon so….naja…”Gesellschaftskritisch” *gg*
Ich könnte einfach auch ein paar meiner Kurzgeschichten in ein Buch packen…nur wäre das ein sehr einseitiges Thema….und so blutrünstig
(im Augenblick bin ich bei ca. 20 Kurzgeschichten zum Thema Jack the Ripper….Tendenz steigend^^)
31. März 2010
16:37 Uhr
Antworten
@ Tanja: Das ist schön zu hören, dass Du es geschafft hast. So etwas motiviert mich dann noch mehr.
Hast Du das Buch dann für Dich behalten oder hast Du es dann auch Freunden / Bekannten zum Lesen gegeben? Wie waren die Reaktionen?
Die Idee mit dem Online-Buch hatte ich auch schon, aber das wäre dann für mich zu sehr “blogen” und zu wenig “Buch schreiben”… also vom Gefühl her.
@ Tom: he he, der Titel steht sogar schon.
…und ich hoffe auch, dass ich in den nächsten 6 Monaten nicht zum Schreiben komme, sondern die Story lebe. Danach, wenn die räumliche Distanz wieder gewachsen sein wird, werde ich mich ans Schreiben setzen.
@ Bekki: Ja, wie alles. Wow.
@ MC Winkel: Aber ich kann doch nur so mittelgut Bilder malen…
@ Floh82: Gesellschaftskritik, blutrünstiger Krimi, Groschenroman – is’ doch egal! Wenn es in Deinem Kopf ist und raus will, dann schreib’s halt auf. Es ist doch für Dich. Da ist es dann egal, was die anderen Leute denken.
31. März 2010
23:14 Uhr
Antworten
Ich habe mal ein Telefonbuch geschrieben, mit ausgedachten Namen und Nummern. Hat sich nicht gut verkauft. Aber ich fand’s super.
1. April 2010
11:38 Uhr
Antworten
Ich mag auch ein Buch schreiben… sollen wir wetten wer das von uns beiden am längsten dafür braucht
7. April 2010
10:37 Uhr
Antworten
@ der.grob: Sie hätten es nach Molwanien verkaufen sollen, werter Herr Grob. Ich bin mir sicher, dass es dort wie geschnitten Brot weggegangen wäre.
@ der Kaiser: Nee, lass’ mal. Da verlier’ ich doch eh.
7. April 2010
18:21 Uhr
Antworten
Süperb, werter Herr Schmidt! Bringen Sie’s mit nach Berlin?
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
7. April 2010
23:15 Uhr
Antworten
Darf ich Ihnen, bester Herr Schmidt, die Widmung diktieren?
Herzlich und nichts zu danken
Ihre FrauvonWelt
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