Herr Schmidt.

celebrating the irony since 1982

Month: Februar 2011

Frutti di Mutti

Wer hier schon länger mitliest oder zumindest mal einen Blick in meine TwitPics geworfen hat, der weiß, dass ich mich mit Freude der Mannigfaltigkeit internationaler Gaumenfreuden widme. Oder um es mit den Worten von Calli zu sagen: Isch fress‘ järn‘! Und, mal abgesehen von Innereien und exotischen Randspeisen wie Ameisenklöteneintopf oder Ozelotnasensoufflé, gibt es nichts, das ich nicht mag. Fast nichts!

Ich gehöre zu der Gattung Mensch, die erstmal die Speisekarte rauf und runter probiert, bevor das „Ihgitt! Bäh!“-Label aus dem Hut gezaubert wird. So wanderten schon Schnecken, Hai, Rosenkohl, Känguruh, Impala und sogar Tofu in meinen Magen. Und, Teufel auch, all das Zeug war von äußerster Schmackhaftigkeit. Es gab echt nichts, was meine Kehle wieder raufrutschen wollte… …außer (und dass an dieser Stelle jetzt eine Ausnahme kommt, überrascht ja nun wirklich auch niemanden) dieser einen Sache: Dieses Ozean-Obst-Allerlei, das man heutzutage sogar schon beim Frikadellen-Schnelltoaster seines Vertrauens bekommen kann. Das Zeug geht einfach mal gar nicht.

Rückblick: Als ich mit meiner Nasenspitze noch die Kanten unseres Couchtisches polieren konnte – ohne dabei hexenschussfördernde Bückmanöver verrichten zu müssen – bestellte sich meine liebe Frau Mama eine Pizza „Scampi“. Voller Vorfreude und mit einer gehörigen Ansammlung an Pfützen auf ihrer Zunge tauschte sie kurz darauf 10 Deutsche Mark (und da war selbstverständlich das Trinkgeld schon mit drin!) gegen das georderte Teigrad und nahm im Wohnzimmer platz. Mein Vater, der in dieser Woche nicht im Lande war und dementsprechend nichts von alledem mitkriegen konnte, fasste gleichzeitig den Entschluss meine Mutter anzurufen… …und das war der Zeitpunkt, ab dem die unheilvolle Geschichte ihren Lauf nahm: Meine Mutter legte die jungfräuliche Pizza auf den Tisch und nahm nach drei Klingellauten das Gespräch an. Ich, der zu dieser Zeit eigentlich schon hätte schlafen sollen, nutzte das Telefonschellen zum Wachwerden und begab mich – neugierig wie ich nunmal so bin – in das heimische Wohnzimmer. Ja, Freunde, und da duftete es doch verdammt nochmal richtig lecker. Während meine Mutter also mit meinem Dad den Tag Revue passieren liess, öffnete ich den Karton und machte mich über dessen Inhalt her. Den Teig ließ ich aber fairerweise unberührt und schnabulierte lediglich diese komischen kleinen Dinger weg. …alle bis auf eines. Ich wusste nicht so recht um was es sich da handelte, hielt das Zeug aber für relativ unwichtig im Gesamtkontext Pizza. Meine Mutter sah das damals™ allerdings irgendwie anders und verlor schlagartig die Lust auf ihre Bestellung als sie das gerupfte und geplünderte Ding bemerkte. Da half dann auch die von mir großzügig übriggelassene Krabbe nichts mehr. Seltsam.

Ihr seht, meine Antipathie gegen den Früchtekorb der Weltmeere war nicht angeboren. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht mal so genau wie es dazu kam, dass ich heute eine Wurzelbehandlung bei vollem Bewusstsein durch die zierlichen Hände von Hulk Hogan einer Paella oder einem Krabbencocktail vorziehen würde*, aber so ist es nunmal: Ich komme auf das Zeug seitdem einfach nicht mehr klar.

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(Eure Fragen an mich: springform.herr-schmidt.de)

* nach näherer Überlegung: Beides Scheiß-Optionen!

Top Ten 2010 – Die Alben

Neee, Freunde, Ihr habt ja keine Ahnung was hier los ist: Mein Posteingang quillt seit Mitte Dezember über, täglich bekomme ich unzählige Nachfragen per Twitter, Facebook und – ganz altmodisch – per eMail, ob ich denn für 2010 gar keine Top-Alben-Liste raushaue und falls doch, wann denn endlich. … … …aber dann war mein gefühlter kurzer Urlaub in Griechenland eben auch irgendwann vorbei und ich konnte mir nicht länger so viele DMs, Nachrichten und eMails schreiben. Stattdessen habe ich dann aber einfach mal die von mir geforderte Liste auf den Weg gebracht:

  1. Tocotronic – „Schall & Wahn“
  2. Herrenmagazin – „Das Wird Alles Einmal Dir Gehören“
  3. Marina & The Diamonds – „The Family Jewels“
  4. Get Well Soon – „Vexations (Limited Edition)“
  5. KraftKlub – „Adonis Maximus“
  6. Hurts – „Happiness“
  7. Fertig, Los! – „Pläne Für Die Zukunft“
  8. Kate Nash – „My Best Friend Is You“
  9. Blind Guardian – „At The Edge Of Time (Limited Edition)“
  10. Kleinstadthelden – „Osterholz-Scharmbeck“

Ebenfalls sehr gut, aber für diese Auflistung irrelevant, da Live-Alben, sind diese zwei Rundlinge:

Kettcar – „Fliegende Bauten“
Clueso – „Clueso & Stüba Philharmonie“

Diese mathematische iTunes-Geschichte aus dem letzten Jahr bleibe ich Euch dieses Mal schuldig. Dürfte aber auf das Best-Of der Schlümpfe oder aber „Die schönsten Zahnarztgeräusche der Welt“ als Spitzenreiter hinauslaufen. Man weiß es nicht. Könnte aber auch Marina & The Diamonds sein…

Jetzt Ihr!

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