Herr Schmidt.

celebrating the irony since 1982

Month: Februar 2012 (page 1 of 4)

Hi5-Schnitzwerk

Blog like it’s 2thousAND9! Denn so lange ist es her, dass ich ein Stöckle apportieren durfte. Dank Frau Olsen ist diese Durststrecke nun aber endlich vorbei und es gibt fünf formvollendete Fragen zu beantworten:

01.) fb und/oder google+?
Im Visagenbuch bin ich vertreten (mein Foto war es zeitweise sogar mehrfach, aber das ist eine ander Geschichte), aber dieses neumodische Google+ habe ich mir noch nicht angetan. Da sind doch nur junge Leute, oder?!?
02.) Wenn du einen “Extra-Raum” ganz für dich allein einrichten könntest, welchen Zweck würde er erfüllen und wie sähe er aus?
Es wäre ein rosafarbenes Plüschwunder voller Schuhe, MakeUp und Stofftieren. Es wäre ein schalldichter Raum, vollgepackt mit CDs, Schallplatten, Gitarren und dem zugehörigen Equipment. Außerdem käme ein großer Fernseher rein, an dem ich dann die Niederlagen meines FCs noch hochauflösender anschauen kann, …um mich danach dann bei Fifa auffer Konsole Realitätsflucht zu begehen.
03.) Der Sommer ist nicht mehr sooooo weit… Holzkohle- oder Gasgrill?
Gas! Eindeutig! Ich finde zwar beides großartig, aber ich brauch die Instant-Hitze unter’m Fleisch!
04.) Serienjunkie? Falls ja, welche und falls nein, was muss es im TV geben?
Aber hallo! Allerdings schaue ich selten etwas im TV (NCIS mal außen vor). Auf DVD läuft bei mir aber HIMYM und Big Bang Theory in Dauerrotation. Ansonsten gehören noch Criminal Minds, Californication und Breaking Bad zu meinen aktuellen Faves.
05.) Bist du der Meinung wir benötigen einen Bundespräsidenten (bitte mit Begründung)?
Ja, mich!

Glaubt jetzt bloß nicht, dass Ihr die gerade gelesenen Fragen an den Kopp geworfen bekommt. Mit Nichten wird das passieren. …vielleicht sogar auch mit Neffen, aber nicht mit diesen Fragen. Die in Word gepressten Regeln besagen, dass ich mir selber fünf Fragen ausdenken soll, die ich dann in die Welt katapultiere. Also:

01.) Skrillex oder Deadmau5?
02.) Wenn Dein Haustier sprechen könnte, was würde es wohl über Dich erzählen?
03.) Bauern, potentielle Schwiegereltern, der Bachelor, Heidi Klum – alle suchen etwas. Was suchst Du?
04.) Was sieht man auf dem Foto, das Du als Letztes mit Deinem Handy  / Smartphone geschossenen hast?
05.) Greif die Musik-CD / Schallplatte, die Dir am nächsten ist! Welche ist es und was bedeutet sie Dir?

Dieses Fragenpaket geht raus an meine Miss, Floh82, Parkster und alle anderen Menschen auf diesem Planeten.

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(Eure Fragen an mich: springform.herr-schmidt.de)

Anzügliches

Ich habe Euch ja letztens erst von meiner unfassbar innigen Beziehung zu Jeans erzählt. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass ich nicht auch den ein oder anderen Anzug bzw. die ein oder andere Stoffhose in meinem Schrank hängen vergammeln hängen habe. (Gleich neben dem rosa Plüschhasenkostüm und den Spandex-Bodysuits) Diese kann ich aber an einer Hand abzählen und mit konkreten Ereignissen in Verbindung setzen:

Anzug 1: dunkelblauer Zweiteiler, Nadelstreifen
Der klassische Konfirmationsanzug, den jeder hat, aber keiner wirklich braucht. Ich meine, mal ehrlich, da geben die Eltern das Erstgeborene in Zahlung, damit der jüngere Zögling unter’m Kruzifix auch schön schick aussieht und dann – noch bevor die Veranstaltung vorbei ist –  ist der Bub‘ auch schon aus dem Ding rausgewachsen. Und nicht nur der Anzug ist nach kurzer Zeit zu klein. Auch die feinen Schuhe (wenn man nicht gerade den Anzug mit Turnschuhen kombiniert hat) sind schon nach wenigen Monaten nicht mehr zu gebrauchen – mal ganz abgesehen davon, dass sich in diesem Alter eh kaum Anlässe finden, solche Schuhe auszuführen.

Anzug 2: dunkelblauer Dreiteiler
Dieses wunderbare Exemplar stieß im Jahre 2001 zu mir und kostete irgendetwas zwischen „einer Stange Geld“ und „unfassbar viel“. Freunde, ich weiß es nicht mehr genau wie viel es war, aber ich hatte damals eine mehrseitige Liste mit Dingen erstellt, in die ich das Geld lieber investiert hätte. Natürlich haben sich die Prioritäten der Jugend bezüglich ihrer Investitionsvorhaben geändert, jedoch bin ich mir sicher, dass diese Anschaffung immernoch nicht oben auf der Liste der Anschaffungsabsichten steht. Da der bevorstehende Anlaß aber nun mal angemessene Kleidung erforderte, musste das Teil samt Krawatte und Hemd nun mal gekauft werden. Man feiert ja auch nur ein Mal Abi-Ball in seinem Leben, oder?!?
Wäre ja auch alles halb so wild, hätte dieser arme, kleine Anzug nicht  nur an einem einzigen Abend Auslauf bekommen…

Anzug 3: schwarzer Zweiteiler
Kaum vergehen acht Jahre, in denen man keinen Anzug braucht und  dann, wenn es drauf ankommt, dann kriegt man die Hose nicht mehr zu. Diese Erkenntnis gewann ich im Jahre 2009 und machte mich auf, meinen dritten Anzug zu kaufen. Dieses Mal verzichtete ich auf die Weste, nahm aber trotzdem wieder Hemd und Krawatte mit. Das lag zum Einen an der gutaussehenden kompetenten Verkäuferin, zum Anderen an einem gruppeninternen Dresscode. Wenn Ihr hier regelmäßig mitlest und ordentlich für die bevorstehende Abschlussprüfung in „Schmidtologie – Theorie und Praxis des ganzheitlichen Unsinns“ gepaukt habt, dann wisst Ihr auch sofort, um was für einen Anlass es sich handelte, für den ich den Anzug gekauft hatte. (Der Rest geht hier nachsitzen!)
Immerhin war es nicht die einzige Gelegenheit, den Anzug in die Öffentlichkeit zu befördern, wobei ich auf die folgenden zwei Veranstaltungen, auf denen man schwarz tragen kann, gerne verzichtet hätte…
Die Schuhe, die ich mir zu diesem Anzug kaufen musste, finden glücklicherweise noch etwas öfter Verwendung. Denn feine Herrenschuhe trägt man in meinem Alter ja auch mal zur Jeans und muss nicht mehr auf einen feierlichen Anlass warten, bis man sie wieder herauskramen kann.

Die eingangs erwähnten Stoffhosen.
Nachdem ich zu Oberstufenzeiten eine Phase hatte, in der ich es unfassbar großartig fand Stoffhosen zu tragen und mich für Graf vonundzu Dickehose & Söhne zu halten, wurde ich dann doch irgendwann klar im Kopf. (Ich behaupte ja, dass mein heutiges Ich meinem damaligen Ich einen Tritt zwischen die Beine verpasst hat) Von daher gibt es nur zwei, drei Stück in meinem Schrank, die ich mir in den letzten zehn Jahren habe anschaffen müssen. …und dabei handelt es sich ausschließlich um günstige Hosen, denn bevor ich das Geld wieder mal in überteuerte Bekleidung stecke, die ich dann nur ein Mal anziehe, stecke ich mir mit den Scheinen lieber ’ne Shisha an und chille nackt auf’er Terrasse!

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(Eure Fragen an mich: springform.herr-schmidt.de)

Gitarrero #3 – Meine Gitarre, der Song und ich

Was bisher geschah: #1, #2

Da wir unsere zweite Session direkt nach Schulschluss starten wollten, hatte ich mir die Gitarre schon morgens auf den Rücken geschnallt. Was für ein Gefühl! Es ist kein Gerücht, dass eine Gitarre einen Mann für die Damenwelt um die gleiche Zehnerpotenz attraktiver macht, wie eine Brust-OP die Frau für den durchschnittlichen Mann (Ihr wisst es ja, ich bin da eher Südkurve von handlebarer Naturware). Also ging ich durch die Schulflure als wäre mir die Klampfe samt Verstärker in den Schritt gewandert. So breitbeinig, da hätte John Wayne samt seinem Pferd zwischen meine Oberschenkel gepasst.

Dieses Hoch-Gefühl wurde aber selbstredend mittags mit dem allerersten Akkord wieder in Grund und Boden gestampft. Mir taten die Finger von meinem vorabendlichen Übungsmarathon so derbe weh, wie niemals zuvor. Klare Sache, auch die zweite Unterrichtsstunde bei Niklas war von wenig Erfolg gekrönt. …und auch bei der dritten und vierten lief es nur marginal besser. Immerhin hatte sich mittlerweile Hornhaut auf meinen Fingerkuppen gebildet und regelmäßiger geübt hatte ich auch, aber irgendwie hatte es den Anschein, als wären Song, Gitarre und ich in unterschiedlichen Zeitzonen: Meine Finger, der Akkord und die richtige Stelle im Song lagen immer irgendwie knapp auseinander. …und knapp daneben ist auch vorbei.

Und so schlummerte die Institution Gitarrenunterricht mit Niklas langsam ein. Zunächst wurden die Abstände zwischen den einzelnen Treffen größer und letztendlich gab ich ihm die Gitarre wieder zurück. Er konnte sich noch mehr auf seine eigenen Skills konzentrieren und ich mich anderen wichtigen Aufgaben widmen. Diablo II war ja auch gerade rausgekommen.

13 Jahre später, Freunde, es war mein 30. Geburtstag, schenkte mir die beste Miss der Welt einen Gitarrenkurs, da sie meine traurigen Blicke zu der Akkustikklampfe, die ich mir zwischenzeitlich irgendwann mal gekauft hatte, aber nicht nutzte, nicht mehr sehen konnte. Seitdem gibt es jeden Tag mindestens 20 Minuten Duell „Mann vs. Gitarre“. Vom Rockstartraum bin ich mittlerweile weg, denn ich bin ja Indie-Jahre gekommen, da wird man dann ruhiger …und lieber Singer / Songwriter.

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