Herr Schmidt.

celebrating the irony since 1982

24 Stunden eines jeden Monats…

Millionen Menschen haben Angst vor Freitag dem 13.. Ich nicht. Das ist ein Tag, der mir komplett am Sitzfleisch vorbeizieht. An Freitagen mit der ominösen 13 im Kalender ist mir persönlich noch nie etwas Schlimmes passiert. Wenn ich Klausuren schreiben musste, wurden es gute Klausuren, wenn ich Kundentermine hatte, waren es Abschlüsse. Ich kann an diesem Tag sogar mit scharfen Messern hantieren ohne den Verlust eines Fingers zu riskieren. Freitag der 13.: Alles wunderbar, gar kein Problem.

Millionen Menschen haben Angst vor schwarzen Katzen, wenn sie von der falschen Seite ins Bild geschlendert kommen. Ich nicht. Wenn ich eine schwarze Katze sehe, dann interessiert mich das in etwa so, wie die Haftentlassung von Paris Hilton oder die sexuelle Neigung von US5. Man kann dem Tier doch keine Vorwürfe machen – und ihm erst Recht keine Anschuldigungen entgegenbringen – nur weil es nicht weiß, grau, rot oder sonstwie gemustert ist. Das ist Felidae-Rassismus in der Kostümierung eines Aberglaubens!

Millionen Menschen haben Angst unter Leitern herzugehen. Ich nicht. Trittleiter, Hängeleiter, Räuberleiter, Filialleiter – ganz egal. Da wo ich drunter her passe, gehe ich durch. Bisher habe ich dieses Unterfangen auch schadlos überstanden. Mir ist kein Eimer auf den Kopf gefallen, ich bin nicht ausgerutscht und wurde auch nicht von Außerirdischen entführt.

Millionen Menschen leben am 26. eines jeden Monats ein ganz normales Leben. Ich nicht. Vollkommen egal, ob ich mir der Tatsache bewußt bin, dass dieses verwunschene Datum seine aktuelle Daseinsberechtigung fordert oder nicht: Was ich anpacke geht schief. Soweit meine Erinnerung reicht, gibt es unzählige Beispiele für die Antipathie, die dieses Datum gegen mich hegt: Am 2. Weihnachtstag ging mein Spielzeug kaputt, Schularbeiten gingen (unabhängig von der Vorbereitungsarbeit) in die Hose, Neuanschaffungen erwiesen sich als Fehlinvestitionen. Ja, wahrscheinlich fiel sogar der Eingang dieser SMS auf einen 26.

Ja, Freunde der ungewollten Psychosenpflege, was soll ich sagen?!? Heute war jedenfalls auch nicht besser. Ich geh‘ pennen, bis es sich die 7 hinter der 2 gemütlich gemacht hat!

5 Comments

  1. Bei mir ist Freitag der 13. ein Glückstag. Der einzige im ganzen Jahr.

  2. kleiner.Mops

    28. Juni 2007 at 8:49

    Ich hab ehrlich gesagt noch nie darüber nachgedacht, ob es in meinem Leben eine Kontinuität der Ungerechtigkeiten gibt, abgesehen von meinem Studium, Kopfschmerzen und etwaigen Unwahrscheinlichkeiten, die nur mir passieren. Aber für mich war der gestrige Tag irgendwie ein Reinfall und ich bin mir sicher, dass der 13.07. auch einer wird, weil ich da die Note für meine Studienarbeit bekommen werde. Neurosen- und Psychosenpflege ist für solche Crétins Menschen wie uns sozusagen lebensnotwendig. Für eben diesen Zweck besitzt jetzt auch ein kleiner, speckiger Flohfänger ein Blog: http://miette.twoday.net
    Schläfriges Knurren…

  3. Also ich persönlich kenne nur einen wirklichen "Pechtag". Wenn man ihn so nennen kann….er kommt unregelmäßig, aber ist vorhersehbar. Er beginnt eigentlich schon am Abend davor mit übermäßigem Alkoholgenuß. Der eigentliche schwarze Tag ist dann ein Tag der mit Kopfschmerzen beginnt und im schlimmsten Fall auch damit endet.

    In letzter Zeit sind diese Tage aber weniger vorgekommen….man wird ja nicht jünger.

  4. @Ichbinerkaeltet: Das hört sich aber sehr pessimistisch und auch traurig an. Bist Du sicher, dass es nur diesen einen glücklichen Tag in Deinem Leben gibt?

    @kleiner.Mops: Ein Blog ist schon Mal ein guter Anfang! War gestern Abgabe oder warum war der Tag ein Reinfall?
    …vielleicht sollten wir eine Selbsthilfegruppe für Crétins Menschen, wie uns gründen. 😉

    @Floh82: Das ist natürlich alles andere als schicksalhafte Fügung. Viel mehr ist es bewußtes Daraufhinarbeiten, möchte ich sagen. Du forcierst den "Pechtag" – wenn man ihn denn so nennen möchte – ja gerade zu…
    Ich hab so einen Tag jedenfalls seit zwei Jahren nicht mehr herbeigerufen.

  5. Na dann sei mal froh, dass die Klausuren in die erste Hälfte des Monats fallen 🙂

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

© 2020 Herr Schmidt.

Theme by Anders NorenUp ↑