Herr Schmidt.

celebrating the irony since 1982

A Wannabe Robin Hood

Da ist er wieder. Dieser Sohn einer lauen Sommernacht, in der sich volkswirtschaftliches Unverständnis und Volkshetze alkoholgeschwängert auf ein Tête-à-tête eingelassen haben. Dieser ungehobelte Egozentriker, der seine selbstverliebte Suche nach dem Scheinwerferlicht hinter mehrheitsfähigen Stammtisch-Parolen zu verstecken versucht. Dieser Rattenfänger von Hameln, der mit seiner Propaganda die kurzsichtigen und engstirnigen Sichtweisen der prozentual größten Wählergruppe perfekt bedient und die große Gerechtigkeit fordert. Gregor G., dieser halbseidende Möchtegern-Robin-Hood Deutschlands, nutzt die kritische Situation der deutschen Arbeitslosen, Harz-IV-Empfänger und Kleinstunternehmen und deren meist nicht-vorhandene Kenntnis bezüglich des komplexen Konstrukts Wirtschaft. Er prangert die Banken-Rettungspakete der Regierung in – beschönigt ausgedrückt – Halbwahrheiten an und fordert gleichzeitig den Einsatz einer ähnlich hohen Summe in die Erhöhung von Sozialhilfen und das Bildungssystem. Seine Darstellung wählt er bewußt so, dass der gemeine „Herr Klopotowski“ aus Gelsenkirchen den Eindruck bekommt, die Regierung hätte mehrere Milliarden in Scheinen zu den Banken getragen, um deren Schulden zu begleichen. Die Wahrheit deklariert er zur Nebensache, denn er schiebt lieber die Besteuerung der Reichen hinterher. Gregor G. beschreibt eine Traumwelt, in der die arbeitstätigen Menschen, die durch harte Arbeit und innovative Ideen zu Wohlstand gekommen sind, bluten müssen, um das faule Prekariat in ihrer Untätigkeit zu bestätigen. Seine große, sozial(istisch)e Gleichstellung der Bundesbürger hört bei den Besserverdienern offensichtlich auf. Dabei gehört er selber dazu.

Selbstverständlich müssen wir die notwendigen Funktionen eines Sozialstaates sicherstellen und natürlich wären Mindestlöhne eine schicke Angelegenheit, aber die Art und Weise, wie Gregor G. diese Dinge fordert ohne realistische und durchführbare Finanzierungsmöglichkeiten aufzuzeigen, ist beängstigend. Dieser Mann ist ein Volksverhetzer, den ich an dieser Stelle gerne mit einem bekannten Propagandisten aus der unrühmlichen Vergangenheit unseres Landes vergleichen möchte, es aber aus Rücksicht auf die Gefahr einer Überarbeitung seiner Anwälte bezüglich einer Abmahnung meinerseits lieber lasse. Ich rufe auch nicht dazu auf, die Partei nicht zu wählen, denn das ist nicht meine Aufgabe. Viel mehr rufe ich dazu auf, sich mit den Parteien auseinander zu setzen und wählen zu gehen! Denn nur eine hohe Wahlbeteiligung hilft es, diesen Verein im Zaum zu halten.

3 Comments

  1. Warum wollen Sie denn Herrn Gregor G. mit Herrn Jürgen M. vergleichen, werter Schmidt?

  2. König der Diebe, ich habe es ja gewusst.
    Geben Sie mir meine Starschnitte zurück, Sie Unhold.
    Ich habe schon gewählt: Roy Black forever.

    Herzlich aber entschlossen
    Ihre MariannevonWelt

  3. *eifriges, zustimmendes Kopfnicken*

    Err Schmiedd Duze Points

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