Herr Schmidt.

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Category: Baby, Did You Forget To Take Your Meds? (page 2 of 15)

„I was alone, staring over the ledge, trying my best not to forget. All manner of joy, all manner of glee and our one heroic pledge“ – Placebo

Revierkämpfe #2 – "Tangascohuahua #1"

Was bisher geschah: #1.

Die Miss war gerade in den Bus gestiegen und ich stand erst wenige Sekunden wieder vor der geöffneten Motorhaube, um Fotos des Schadens zu machen, da hörte ich eine Stimme:

Wollen sie ein Autogramm drauf haben?

Ich sah auf und erblickte neben mir DEN anzugtragenden Glatzkopf mit dem weißen Hemd, der roten Krawatte und dem Strichcode im Nacken. Selbst die Lederhandschuhe hatte er wieder an.

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Neulich nebenan

Was machen Sie denn da, Frau Maier?“ fragte die rüstige Renterin als sie auf die oberste Stufe der kleinen Treppe trat und die Haustür des Mehrfamilienhauses hinter sich zu zog. Von Schneebergen umringt saß ihre Nachbarin, die über ihr wohnte, dick eingepackt auf dem mäßig freigeräumten Bürgersteig. Um sie herum tollten ca. 20 kleine Kinder umher, die von einem jungen Schäferschwein im Zaum gehalten wurden. „Haben Sie sich da etwa ein Stativ umgeschnallt?“ erkundigte sich die ältere Dame weiter, als sie sich Frau Maier näherte. „Das ist ein Melkschemel!“ erwiderte diese freudig und fuhr sogleich fort „Ich melke Kinder! Möchten Sie auch einen Liter?“ Erst jetzt bemerkte die Renterin die mit weißer Flüssigkeit gefüllten Glasflaschen, die links von Frau Maier standen. Rechts neben ihr standen noch einige unbefüllte Exemplare. Frau Maier ließ den kleinen blonden Jungen von ihren Oberschenkeln und pfiff mit Hilfe von zwei Fingern drei kurze Laute. Das Schäferschwein trennte darauf ein Mädchen im rosafarbenen Winteranzug von den anderen Kindern und trieb es zu Frau Maier. Während sie das Mädchen hochnahm fragte sie erneut „Möchten Sie auch einen Liter? Es ist genug da!„. „Nein…nein…danke.“ antwortete die alte Dame während sie zurück zur Haustür rannte. Und während sie mit dem Schlüssel am Türschloss herumstocherte ergänzte sie „Es… es ist doch Fastenzeit!“ Als die Haustüre wieder in das Schloss gefallen war, sagte Frau Maier leise und ein wenig geknickt „Aber…aber daraus wird doch Kinderschokolade gemacht.“ Sie fragte sich schon, seit wann Frau Bismarck Freifrau von Radevormwald und Gutsherrin zu Wermelskirchen griechisch-orthodox war…

(Danke an „Frau Maier“ für die Inspiration und 9 sehr kurzweilige Stunden.)

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!

Die Küche als Begegnungsstätte

Er: „Das ist der hässlichste Wasserkocher, den ich jemals gesehen habe!“
Ich: „Stimmt schon, aber er wurde eben passend zur Firmenküche ausgewählt.“
Er: „Auch wieder wahr.“
Ich: „Für mich wäre das aber nichts. Meine Küche ist ja schon eher eine Begegnungsstätte und deshalb sollte da etwas Stylisheres stehen.“
Er: „Eine Begegnungsstätte?!? Da treffen sich unverhofft Menschen?!?“
Ich: „Nee, Begegnungsstädte. Wie in Stadt. Gestern kam ich nach Hause und da waren Köln und Düsseldorf in meiner Küche:

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