Herr Schmidt.

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Tristesse

veröffentlicht am: 22. September 2006 – 16:40 Uhr

Edit 12.27 Uhr: Mehr über Hasen (Engel, Mäuse, usw.) gibt es hier. Dank Frl. Wunder gefunden.

Deine Stimme gegen Haarnot : Poll-dolski

Namensrechtverletzung

Interessant, was man so findet, wenn man aus Langeweile akuter Lern-Unlust googelt:

Das ist Herr Schmidt….“
Nein, ist er nicht! Das ist Herr Schmidt!

„Herr Schmidt mag gerne Pizza und Pasta.“
Das ist korrekt! Ich esse auch gerne chinesisch…oder einen Döner.

„Am Besten schmeckt sie ihm in Italien. Genauer gesagt in der Geburtsstadt der Pizza. In Napoli…“
Hach ja, die Geburt der Pizza: Neun Monate nachdem sich Papa Teig und Mama Tomatensauce vergnügt hatten, erblickte die kleine Pizza das Licht der Welt. Ihre Eltern nannten sie Margherita…
Ehrlich gesagt hab ich keinen Plan, wie die Pizza in Napoli schmeckt. Ich war noch nie da!

„Aber noch mehr als Pizza liebt Herr Schmidt Caffè!“
Nö. Ich trinke zwar gerne Kaffee und noch lieber Cappuccino Italiano aber ’ne Pizza ist um Längen besser.

„In Deutschland sagen wir ja Espresso dazu, die Italiener sagen einfach Caffè.“
So ’ne Klugscheißerei hätte tatsächlich von mir sein können.

„Also Herr Schmidt trinkt sehr gerne Caffè.“
Da kannst Du ein Mantra draus machen und ich werde trotzdem lieber ’nen Cappuccino Italiano trinken als ’nen Caffè.

„Er hat sogar schon einen Barista-Kurs besucht. Ein Barista ist der wichtigste Mensch in einer Caffè Bar. Er/Sie „zapft“ den Caffè. Ohne einen guten Barista gibt es keinen guten Caffè. Selbst mit der besten Macchina ist das nicht möglich. Für einen guten Caffè braucht es viel Fingerspitzengefühl und Liebe zum Caffè.“
Glatt gelogen! Ich hab mal einen Tanzkurs gemacht; zwei sogar, aber an einen Barista-Kurs kann ich mich nicht erinnern.

„Aber Herr Schmidt mag nicht nur Pizza und Caffè, seit längerer Zeit ist er auch als Yogi aktiv. Ommmmm“
Sag mal, hörst Du mir nicht zu?!? Ich bevorzuge Cappuccino Italiano!
So, ich soll also ein Yogi sein? Yogi Bär? Yogi Löw? Yogirette?

„Yoga bedeutet den Geist zu beruhigen, die Stille der Gedanken herzustellen. Er ist ein bewährtes 5000 Jahre altes System zur Gesunderhaltung von Körper und Geist.“
Alles dummes Geschwätz! Wenn man weniger Caffè trinkt, wird man auch ruhiger! Und außerdem: Meine Gedanken sind nicht still. Sie brüllen mich zwischendurch mächtigst an!

„IYENGAR® Yoga, weltweit der am häufigsten praktizierte Übungsstil des Hatha Yoga, zeichnet sich durch seine hohe Präzision in Bezug auf die Körperphysiologie aus.“
Schon gehört: In China ist ein Sack Reis umgefallen!

„Pizza, Caffè und Yoga. Was gibt es noch?“
Boah, hui, schwere Frage! Da fällt mir spontan auch nix ein, was mich genauso wenig interessiert.
Obwohl: Da gab es mal diesen Sack Reis in China…

„Na klar, Herr Schmidt findet Computer toll. Ganz besonders Apple Computer.“
Unbedingt!

„Auf dem Bild ist Cala Luna zu sehen. Cala Luna ist ein wunderschöner Strand auf Sardinien.“
Wo genau? Unter dem Schreibtisch?

„Genau der richtige Name für seinen ersten Mac, findet Herr Schmidt.“
Nein, findet er nicht! Ich finde es äußerst befremdlich, seinen Elektro-Geräten Namen zu geben. Sollte ich allerdings unter Waffengewalt dazu gezwungen werden, meinem ersten Mac einen Namen zu geben, würde ich ihn Gwyneth oder Chris nennen. (Wer das jetzt versteht, hat bei mir einen Stein im Brett!)

veröffentlicht am: 27. Januar 2007 – 16:48 Uhr

Maximo Park – Books From Boxes (Herr Schmidt's Cut)

Dieser Kommentar hat mich dann doch zu sehr inspiriert. Eine einfache Antwort hätte da nicht gereicht.
Wenn ich also Regisseur wäre, würde mein „Books From Boxes“-Video so aussehen:

Zeitraffer: Tag wird zu Nacht. Hektische Autolichter schnellen über eine Strasse. Die Kamera schwenkt langsam über die Stadt. Man hört die üblichen Stadtgeräusche (Autos, Hupen, etc.).Die vereinzelt aufleuchtenden und wieder erlischenden Lichter wirken hektisch. Die Kamera beendet ihren Rundflug an einer geöffneten Balkontür und der Zeitraffer wandelt sich zu einem Standbild. Die Stadt steht still und „Books From Boxes“ setzt ein.
Paul Smith steht in der Türe und starrt hinaus über die Stadt. Verzweifelt singt er die Zeilen. Als er bei „And all I know is that you’re sat here right next to me“ ankommt, wendet er seinen Blick in die nahezu leere Wohnung.
Rückblende: Man sieht Szenen aus dem gemeinsamen Leben von Paul und seiner Freundin: Einzug in die Wohnung, gemeinsame Abende voller Liebe, gemeinsame Abende voller Gewohnheit, Streit. Die Protagonisten sind dabei wie Geister auf die leere Wohnung projiziert.
Die Erinnerung verblasst und man sieht Paul Smith. Er steht immer noch in der offenen Balkontür und sieht hinaus. Diesmal fällt sein Blick direkt auf die Strasse vor dem Haus. In Zeitlupe fällt ein einzelner Regentropfen auf den Asphalt. In dem Moment, wo er auf den Boden aufschlägt, läuft die Zeit wieder in Echtzeit.
Rückblende: Es regnet in Strömen. Die Kamera zoomt von dem Asphalt zurück. Auf der eben noch leeren Strasse steht nun ein Taxi und die Protagonistin stürzt sich in die geöffnete Türe und schließt diese hinter sich. Aufgeregt und wild gestikulierend stürzt Paul Smith aus der Haustüre und will sie aufhalten. Das Taxi fährt weg.
Die Erinnerung verblasst und die Kamera zoomt wieder zurück auf den nun leeren Balkon. Sie schwenkt in die Wohnung und fängt vereinzelte Blätter auf dem Boden ein, zwischen denen ab und an ein Foto auftaucht. Paul Smith hebt diese auf und steckt sie in einen Pappkarton. Er zieht einen Trenchcoat an und verlässt die Wohnung.
Mit dem Einrasten des Türschloss, endet der Song mit „And we decided just to write after all“ und man hört wieder die üblichen Stadtgeräusche.

veröffentlicht am: 21. Mai 2007 – 09:46 Uhr

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