Herr Schmidt.

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Category: Diverses (page 1 of 83)

Bäm! Frauenfußball, go go go!

Wie Ihr, als treue Leser dieser unregelmäßig gepflegten Insel des geschriebenen Wortes, umringt von weiten Fluten aus bildlastigen Lifestyle-&-Fashion-Blogs, sicherlich wisst, habe ich eine historische Beziehung zu dem Thema „Frauenfußball“ (remember?!?). Damals™ (macht man das 2015 überhaupt noch so, mit diesem „tm“, oder oute ich mich damit als alter Sack von 2013? – Ach, egal, das bleibt jetzt da stehen!) galt meine Begeisterung zwar lediglich einer Vertreterin der regionalen Variante dieser Randsportart, doch aus diesem zarten Pflänzchen ist in diesem Jahr eine ausgewachsene Passion geworden.

Na ja, vielleicht war das mit der Passion doch etwas übertrieben. Aber ich erwische ich mich in den letzten Tagen immer wieder, wie ich beim orientierungslosen, nächtlichen Durchzappen der Fernsehkanäle irgendwann an den Punkt komme, an dem sich mein Siebhirn erinnert: „Es ist doch WM! Schalt mal auf ZDF.“ …oder Das Erste.

Ja, und da sind sie dann: Die Solos, Nécibs, Schelins und Goeßlings, die vor halb leeren Rängen spielen, während ihre männlichen Pendants bereits beim Schuhe schnüren mehr Zuschauer haben. Dann tun sie mir in der Tat etwas leid, denn die Ladies fighten auf dem Rasen mindestens so hart wie ihre männlichen Konterparts. Und bedenkt man dann auch noch, dass die Herren der Schöpfung – sobald sie drei Mal den Ball grob in die richtige Richtung getreten haben – mit Millionen-Verträgen und Quadrillionsablösen zugepflastert werden, selbst wenn sie dann im Endeffekt nur aufpassen dürfen, dass keiner die Ersatzbank klaut, während zum Beispiel eine Tabea Kemme neben dem Erstliga-Fußball und der Nationalmannschaft noch eine Ausbildung zur Kommissarin macht machen muss (FR vom 20.06.2015), dann kommt man doch ins Grübeln.

Gerade bei so Partien wie dem ersten Gruppenspiel unserer Nationalelf Nationalelfinnen Nationalelfen gegen die Elfenbeinküste hätten die Damen deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Denn das war – mal abgesehen von der Torflut – durch seine Spielfreude und dem schnellen Umschaltspiel nach vorne äußerst kurzweilig. Ebenso wie das Achtelfinalspiel gegen die Schwedinnen.

Klar, dass nicht alle WM-Partien so sein können. Manche sind auch eher so wie FC-Spiele unter Stale Solbakken oder die letzten gefühlten 100 Spiele des HSV. Zum Beispiel hätte das Eröffnungsspiel von Gastgeberin Kanada auch gut eine Drei-???-Folge sein können. Vielleicht nicht so spannend, taugte aber wunderbar zum Einschlafen. Dagegen war England gegen Norwegen wieder unterhaltsamer als alles andere im TV.

Ihr seht, alles so wie im (*huch* jetzt hätte ich beinahe „echten Fussball“ geschrieben) Männer-Fussball. Also, vielleicht gebt Ihr den Damen auch noch mal eine Chance außerhalb der Sexy Sport-Clips und schaut ihnen auch mal beim richtigen Sport auf dem Fussballfeld zu und nicht nur beim Höschenwechseldich.

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(…und nein, es gibt am Ende kein Trikot-Tausch. Weder hier, noch beim Frauenfußball.)

3… 2…

…Ende! Keine „1“! Aber „meins“! Nämlich mein neues Alter. Woo-hoooust-hust-röchel!

Tja, Freunde, man wird nicht jünger (es sei denn man ist Benjamin Button) und so langsam ist die Zeit vorbei, in der man langhaarig rebellierend durch die Gegend teenagern kann. Ich werde mich wohl in Zukunft an den Gedanken gewöhnen müssen, meine Freizeit statt bechucked auf Rock-Konzerten, anzugtragend in dunklen Espressokapselautomatfachgeschäften zu verbringen. Was denn sonst?!? …oder „What else?“ wie der große Don Volluto zu fragen pflegt.

…andererseits: Bevor ich auch nur einen Schritt in einen dieser überteuerten Tierquäler-Wasserprivatisierer-Läden setze, um mir deren Müllvollautomaten anzuschauen, gefriert die Hölle, damit Satan höchstpersönlich im rosa Tütü seine Pirouetten drehen kann…
Dann also doch weiter Chucks und RockjundverflixtnochmalRoll. …und Kaffee aus frischen Bohnen. In diesem Sinne:

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(T-t-t-toooooorte!)

One "Yeah!" ago…

…also vor genau einem Jaaa!Verdammtnochmalistdaslangeher hab ich hier meine letzte Buchstabensuppe ins Unterholz gebastelt. Was?!? Soll?!? Denn?!? Das?!? Wo kämen wir denn da hin, wenn das jeder machen würde?!? …einfach so ein Jahr auszusetzen. Reicht ja schon, wenn man in Real-Life-Teilzeit geht, aber so unangekündigt volley mit ’nem Sabbatjahr kommen?!? (und dann ist das noch nichtmal Black Sabbath) – Das Kantholz sollte man über meinem blanken A….aaach vielleicht lieber doch nicht. Habt Gnade, auch wenn ich Wiederholungstäter bin.

Falls es Euch aber beruhigt: Ich „war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt.“ Ich habe mit einem lachenden und einem weinenden Auge die Entwicklung eines früher von mir sehr geschätzten Blogs verfolgt, feiere täglich derbst den ungebremsten Wahnsinn ab, den ein nicht ganz so unbekannter Luftratten-Vertreiber auf allen Kanälen in die Welt trägt und bin voller Respekt vor der Entwicklung eines Bloggers zum Poeten, der Deutschlands bühnen in Schutt und Asche liest. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Ach, reden wir nicht weiter um den Grießbrei herum: Ich bin immer noch Fan-Boy von dieser ganzen Internet-Schreiberei.

Ja, aber warum hast Du denn dann nicht mal selber die Lamy-Tastatur in das Tintenfässchen getaucht und das Hausaufgabenheftchen, das wir Leben nennen, mit Deinen eigenen Punchlines verziert?
Also wirklich! Bitte warten Sie mit den Fragen bis zum Ende meines Vortrags, dann werde ich mich diesen gerne widmen. Danke.

Wo war ich?!?…ach ja: Ich bin immer noch Fan-Boy von dieser ganzen Internet-Schreiberei.

Das ist eigentlich ein schöner Schlusssatz.
Gibt es Fragen?

Ja, hier, die mit den Punchlines und den Tintenfässchen.
Ach ja, stimmt, da war ja was.
Also?
Freunde, ich weiß es ehrlich gesagt nicht zu hundert Prozent. Sicherlich war das vergangene Jahr durchaus auf vielen Ebenen anstrengend, zeitraubend, gedankenbindend und irgendwie zu vielen Dingen inkompatibel. Scheinbar habe ich mich dadurch meiner Lockerness (Yeah, props to Jörn, yeah!) berauben lassen. Na ja, und Lockerness (again: props to Jörn) ist nun mal mit Plüschhandschellen an die Kreativität und mit Ducktape an das NichtsovielGedankenmachenundeinfachmalmachen gefesselt. Well, here we go und Bämm! Da hat man dann ganz schnell den Salat.

Salat wiederum ist eine total sensationell-tolle Überleitung zu… …aber leider sehe ich gerade, meine Sendezeit ist rum. Ein anderes Mal. Aber ich komme darauf zurück, versprochen! Und auch das letzte Jahr wird hier aufgearbeitet.

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(Zahlreiche Doktortitel in Gefahr! – Neue Plaqueiatsaffäre in Dentistenkreisen aufgedeckt.)

 

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