
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Herr Schmidt &#187; Down In The Past</title>
	<atom:link href="http://www.herr-schmidt.de/category/down-in-the-past/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.herr-schmidt.de</link>
	<description>Das Leben zum Soundtrack</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 07:53:33 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=</generator>
		<item>
		<title>Gitarrero #1 &#8211; Highway To Em</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2012/gitarrero-1-highway-to-em/</link>
		<comments>http://www.herr-schmidt.de/2012/gitarrero-1-highway-to-em/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 04:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Down In The Past]]></category>
		<category><![CDATA[Blind Guardian]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrre]]></category>
		<category><![CDATA[MiniDisc]]></category>
		<category><![CDATA[PocketCoffee]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-schmidt.de/?p=2177</guid>
		<description><![CDATA[Kinder, als ich im Jahre 2003 mit der U-Bahn in Richtung Uni fuhr, konnte ich nicht ahnen, wie nah ich Eurer Mutter kommen sollte&#8230; &#8230;oh, sorry&#8230; falscher Anfang! Nochmal: Freunde, als ich im Jahre 1999 mit dem Bus in Richtung Schule fuhr, konnte ich nicht ahnen, wie nah ich meinen ersten Gitarrenversuchen kommen sollte. Damals™ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kinder, als ich im Jahre 2003 mit der U-Bahn in Richtung Uni fuhr, konnte ich nicht ahnen, wie nah ich Eurer Mutter kommen sollte</strong>&#8230; &#8230;oh, sorry&#8230; falscher Anfang! Nochmal:<br />
<strong>Freunde, als ich im Jahre 1999 mit dem Bus in Richtung Schule fuhr, konnte ich nicht ahnen, wie nah ich meinen ersten Gitarrenversuchen kommen sollte. Damals™ hatte ich &#8220;Nightfall In Middle-Earth&#8221; im Gedächtnis und &#8220;Ecliptica&#8221; auf den Ohrstöpseln, ein &#8220;Heart Of Steel&#8221; und die Pickel des Todes. Ich war im Bullseye meiner Upper-Class-Power-Metal-Computer-Nerd™-Phase als Folgendes geschah:</strong></p>
<p>Wie jeden Morgen stand ich an der Bus-Haltestelle der Linie 682, um auf meinen Chauffeur und seinen extralangen Benz zu warten, hatte eine frisch zusammengestellte MiniDisc <small>(MiniDisc!!!! Kann man gar nicht genug betonen! MINIDISC!!! Irre Erfindung!)</small> mit allem was Krach macht auf den Ohren und fummelte gerade das 14. PocketCoffee aus seiner Verpackung, als Niklas zu mir trat. Niklas wohnte unweit von mir, ging in die gleiche Jahrgangsstufe wie ich, hörte ebenfalls alles, was irgendwie mit elektrischen Gitarren und unmenschlich schnellen Double-Basses zu tun hatte, und gehörte schon allein deswegen zu den Menschen, mit denen ich gerne meine Zeit verbrachte. Ich warf ihm mein letztes PocketCoffee rüber und schon ging es los:</p>
<p><em>&#8220;Hast Du schon die neue Primal Fear gehört?&#8221;</em><br />
<em>&#8220;Kennst Du Freedom Call?&#8221;</em><br />
<em>&#8220;Ist Colony nicht ein geiles Album?&#8221;<br />
&#8220;Hast Du die neue Metal-Hammer schon?&#8221;<br />
</em></p>
<p>Immer hin und her. Zwischendurch die Kopfhörer geteilt, ein Lied ausgewählt und angespielt. Das Übliche. Keine Frage, dass die Busfahrt wie im Flug verging. Zumindest tat sie das normalerweise! Doch an diesem besagten Tag, kam folgender Satz aus meinem Mund:</p>
<p><em>&#8220;Das wäre schon geil, wenn ich mit dem 6-Saiter rocken könnte. Irgendwann muss ich da mal Unterricht nehmen!&#8221;</em></p>
<p>Ich sollte an dieser stelle vielleicht kurz erwähnen, dass Niklas ein begnadeter Gitarrero war und gerade seine 2. Band am Start hatte, mit der er regionale Erfolge verzeichnen konnte, um seiner Reaktion das nötige Gewicht zu verleihen:</p>
<p>&#8220;<em>Na, is&#8217; doch kein Ding. Ich hab&#8217; noch meine alte Klampfe und &#8216;nen kleinen Verstärker. Heute Nachmittag treffen wir uns bei mir und dann fangen wir mit dem Gitarre-Lernen an.&#8221;</em></p>
<p>Ich fühlte mich, als hätte der Bus eine Vollbremsung gemacht und mich in den Sitz gedrückt. Ich Gitarre lernen?!? Das war natürlich ein großartiges Angebot und Rock&#8217;n'Roll, aber gleichzeitig war da auch dieser Respekt vor dem fremden Instrument. Freunde, mir sagte der Kackstift der Blamage &#8220;Guten Tag&#8221;.</p>
<p>[Fortsetzung folgt...]</p>
<p>Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!<br />
___<br />
<small>(Eure Fragen an mich: <a href="http://springform.herr-schmidt.de/">springform.herr-schmidt.de</a>)</small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.herr-schmidt.de/2012/gitarrero-1-highway-to-em/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frutti di Mutti</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2011/frutti-di-mutti/</link>
		<comments>http://www.herr-schmidt.de/2011/frutti-di-mutti/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 04:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Down In The Past]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Hulk Hogan]]></category>
		<category><![CDATA[Meeresfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Pizza]]></category>
		<category><![CDATA[Scampi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-schmidt.de/?p=2083</guid>
		<description><![CDATA[Wer hier schon länger mitliest oder zumindest mal einen Blick in meine TwitPics geworfen hat, der weiß, dass ich mich mit Freude der Mannigfaltigkeit internationaler Gaumenfreuden widme. Oder um es mit den Worten von Calli zu sagen: Isch fress&#8217; järn&#8217;! Und, mal abgesehen von Innereien und exotischen Randspeisen wie Ameisenklöteneintopf oder Ozelotnasensoufflé, gibt es nichts, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer hier schon länger mitliest oder zumindest mal einen Blick in meine TwitPics geworfen hat, der weiß, dass ich mich mit Freude der Mannigfaltigkeit internationaler Gaumenfreuden widme. Oder um es mit den Worten von Calli zu sagen: Isch fress&#8217; järn&#8217;! Und, mal abgesehen von Innereien und exotischen Randspeisen wie Ameisenklöteneintopf oder Ozelotnasensoufflé, gibt es nichts, das ich nicht mag. Fast nichts!<br />
</strong></p>
<p>Ich gehöre zu der Gattung Mensch, die erstmal die Speisekarte rauf und runter probiert, bevor das &#8220;Ihgitt! Bäh!&#8221;-Label aus dem Hut gezaubert wird. So wanderten schon Schnecken, Hai, Rosenkohl, Känguruh, Impala und sogar Tofu in meinen Magen. Und, Teufel auch, all das Zeug war von äußerster Schmackhaftigkeit. Es gab echt nichts, was meine Kehle wieder raufrutschen wollte&#8230; &#8230;außer <small>(und dass an dieser Stelle jetzt eine Ausnahme kommt, überrascht ja nun wirklich auch niemanden)</small> dieser einen Sache: Dieses Ozean-Obst-Allerlei, das man heutzutage sogar schon beim Frikadellen-Schnelltoaster seines Vertrauens bekommen kann. Das Zeug geht einfach mal gar nicht.</p>
<p>Rückblick: Als ich mit meiner Nasenspitze noch die Kanten unseres Couchtisches polieren konnte &#8211; ohne dabei hexenschussfördernde Bückmanöver verrichten zu müssen &#8211; bestellte sich meine liebe Frau Mama eine Pizza &#8220;Scampi&#8221;. Voller Vorfreude und mit einer gehörigen Ansammlung an Pfützen auf ihrer Zunge tauschte sie kurz darauf 10 Deutsche Mark <small>(und da war selbstverständlich das Trinkgeld schon mit drin!)</small> gegen das georderte Teigrad und nahm im Wohnzimmer platz. Mein Vater, der in dieser Woche nicht im Lande war und dementsprechend nichts von alledem mitkriegen konnte, fasste gleichzeitig den Entschluss meine Mutter anzurufen&#8230; &#8230;und das war der Zeitpunkt, ab dem die unheilvolle Geschichte ihren Lauf nahm: Meine Mutter legte die jungfräuliche Pizza auf den Tisch und nahm nach drei Klingellauten das Gespräch an. Ich, der zu dieser Zeit eigentlich schon hätte schlafen sollen, nutzte das Telefonschellen zum Wachwerden und begab mich &#8211; neugierig wie ich nunmal so bin &#8211; in das heimische Wohnzimmer. Ja, Freunde, und da duftete es doch verdammt nochmal richtig lecker. Während meine Mutter also mit meinem Dad den Tag Revue passieren liess, öffnete ich den Karton und machte mich über dessen Inhalt her. Den Teig ließ ich aber fairerweise unberührt und schnabulierte lediglich diese komischen kleinen Dinger weg. &#8230;alle bis auf eines. Ich wusste nicht so recht um was es sich da handelte, hielt das Zeug aber für relativ unwichtig im Gesamtkontext Pizza. Meine Mutter sah das damals™ allerdings irgendwie anders und verlor schlagartig die Lust auf ihre Bestellung als sie das gerupfte und geplünderte Ding bemerkte. Da half dann auch die von mir großzügig übriggelassene Krabbe nichts mehr. Seltsam.</p>
<p>Ihr seht, meine Antipathie gegen den Früchtekorb der Weltmeere war nicht angeboren. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht mal so genau wie es dazu kam, dass ich heute eine Wurzelbehandlung bei vollem Bewusstsein durch die zierlichen Hände von Hulk Hogan einer Paella oder einem Krabbencocktail vorziehen würde*, aber so ist es nunmal: Ich komme auf das Zeug seitdem einfach nicht mehr klar.</p>
<p>Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!<br />
___<br />
<small>(Eure Fragen an mich: <a href="http://springform.herr-schmidt.de/">springform.herr-schmidt.de</a>)</small></p>
<p>* nach näherer Überlegung: Beides Scheiß-Optionen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.herr-schmidt.de/2011/frutti-di-mutti/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Elektrizität, Baby!</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2010/elektrizitat-baby/</link>
		<comments>http://www.herr-schmidt.de/2010/elektrizitat-baby/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 10:23:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Down In The Past]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Elektrizität]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-schmidt.de/?p=2044</guid>
		<description><![CDATA[Fast hätte ich mein erstes Zeugnis nie bekommen, da man mich gar nicht erst hätte einschulen können. Schuld daran war die teuflische Elektrizität der südländischen Ferienhäuser ländertrennender Gebirgsausläufer. Freunde, fast wäre ich im zarten Alter von 6 Jahren in Spanien gestorben. Und das kam so: Meine Eltern kamen irgendwann Anfang der 80er auf die grandiose [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fast hätte ich <a title="Mein erstes Zeugnis" href="http://www.herr-schmidt.de/2010/mein-erstes-zeugnis/" target="_blank">mein erstes Zeugnis</a> nie bekommen, da man mich gar nicht erst hätte einschulen können. Schuld daran war die teuflische Elektrizität der südländischen Ferienhäuser ländertrennender Gebirgsausläufer. Freunde, fast wäre ich im zarten Alter von 6 Jahren in Spanien gestorben. Und das kam so:</strong></p>
<p>Meine Eltern kamen irgendwann Anfang der 80er auf die grandiose Idee, ein Haus auf einem spanischen Ausläufer der Pyrenäen zu bauen. Blick auf&#8217;s Meer, eigener Pool und am Horizont schneebedeckte Berge, während man selber bei 30°C in der Sonne liegt. Besser geht es einfach nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich dabei um die beste Idee ihres gesamten Lebens gehandelt hatte. &#8230;nach der, mich zu zeugen, natürlich.</p>
<p>Jedenfalls verbrachten wir Jahr für Jahr unsere Urlaube dort <small>(was zugegebenermaßen mit Beginn der Teenagerzeit mangels Abwechslung ein wenig zu nerven begann)</small> und hatten auch meistens Bekannte oder Verwandte an Bord, die &#8220;Casa Schmidt&#8221; als Reiseziel gewählt hatten. Einer dieser Bekannten &#8211; wir nannten ihn immer nur &#8220;Fritz&#8221; wegen seiner Vorliebe für Öl-Sardinen* &#8211; kam bei seinem dritten Aufenthalt auf die Idee, dass ein wenig mehr Privatsphäre für sich und seine Family gar nicht mal so verkehrt wäre. Er fasste den Entschluss, sich nach einem Haus umzuschauen.</p>
<p>Der Umstand, dass mein Dad als Architekt und selbsternannter Eckenmaurer relativ versiert in der Einschätzung von Bauobjekten ist, kam ihm dabei natürlich gelegen. Er also meinen Vater und dieser wiederum mich eingepackt und ab ging die Besichtigungs-Tour. Hier zu klein, da zu groß und beim dritten Objekt gab es senffarbene Waschbecken und Badewanne. Da konnten dann die dunkelgrünen Fliesen auch nichts mehr rausreißen.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-2044"></span></p>
<p>Während mein Dad und &#8220;Fritz&#8221; sich aus dem Bad flüchteten, um die Küche in Augenschein zu nehmen, machte ich mich auf den Weg in das Schlafzimmer. So langsam langweilte mich die ganze Sache doch erheblich und da wollte ich es mir halt etwas gemütlich machen. Die Lichtverhältnisse waren dank der geschlossenen Fensterläden und mangels Deckenlampe eher mau, so dass meine gesamte Hoffnung auf der kleinen Nachttischlampe lag, die auf einem dunkelbraunen Beistelltischen mit liebevollen Verzierungen und Messingbeschlägen stand. &#8220;Klick!&#8221; &#8211; &#8220;Klack!&#8221; &#8230; &#8220;Klick!&#8221; &#8211; &#8220;Klack!&#8221; &#8230; &#8220;Klick!Klack!Klick!Klack!Klick!Klack!&#8221; Ich konnte an dem Schalter rumklackern wie Michael J. Fox an einem Flipperautomaten, dieses verfluchte Lämpchen ging nicht an.</p>
<p>Jung, aber nicht doof, wie ich war, folgte ich dem Kabel der Lampe und entdeckte den Stecker liegenderweise unter dem Tischchen. Ich fummelte den kleinen Racker also hervor und fügte zusammen, was zusammen gehört: BENUTZE Stecker MIT Steckdose <small>(Zakk McKracken, olé!)</small>. Jetzt darf man sich die beiden Komponenten aber nicht so vorstellen, wie die Variante, die gerade neben Euch in der Zimmerwand wohnt, sondern mehr mit so länglichen Öffnungen. In diesem Fall auch nur zwei an der Zahl. Die elektrotechnisch unterwiesenen Personen unter Euch wissen Bescheid!</p>
<p>Es machte ZOSCH!, ich bekam kurz die komplette Leistung der Steckdose in meinen linken Arm geschossen und die Glühbirne der Nachttischlampe verabschiedete sich auch aus der Welt der Funktionierenden. Mir tat der Arm weh, aber viel schlimmer noch: Scheiße, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Was würde mein Dad nur dazu sagen, wenn er davon erfährt?!? &#8230;lieber mal die Fresse halten, lautete die Devise.</p>
<p>Jetzt hatte ich mit 6 Jahren von Strom ungefähr so viel Ahnung wie Dimmu Borgir Nummer-1-Hits in den Deutschen Single-Charts <small>(10 Jahre später übrigens auch nicht viel mehr. &#8230;aber das ist &#8216;ne andere Geschichte)</small>. Wie läuft das mit diesem Zeug so? Wirkt das sofort? Oder kriecht dieses Mistzeug wie eine Schnecke auf Wanderschaft zu meinem Herzen, um mich bei Nacht und Nebel in die ewigen Jagdgründe zu befördern? Scheiße, hatte ich einen Kackstift in der Transformers-Schlafanzughose. Aber, wie gesagt, meinem Dad davon zu erzählen war keine Option. Und so lag ich abends mit gefalteten Händen in meinem Bett und flehte den Allmächtigen mit dem kaputten Rasierapparat an, mich leben zu lassen&#8230;</p>
<p>Als ich am nächsten Morgen aufwachte und feststellte, dass ich nicht gestorben war, fiel mir ein mittelgroßer Dolmen von meinem unschuldigen Herzen. Erleichterung galore, ich sag&#8217;s Euch. Ich war SO erleichtert, dass ich noch vor dem Zähneputzen meinen Stuhlgang vollzog. Also, den Gang zum Beichtstuhl, versteht sich. Ich ging also zu meinem Dad und erzählte ihm so detailliert wie möglich das Geschehene&#8230;</p>
<p>Ja, Freunde, der Rest ist wohl offensichtlich: Ich wurde nicht von irgendwelchem Kriechstrom dahingerafft. Aber diese eine Nacht verschaffte mir tatsächlich Todesängste. &#8230;und wenn ich heute zwischendurch mal etwas überdreht bin, dann bringe ich die Story gerne als Erklärung dafür. Denn, vielleicht ist er ja doch noch in mir, der Kriechstrom, und tastet sich seeeehr langsam zu meinem Herzen vor. Hmm&#8230; na toll, jetzt werde ich wieder nicht schlafen können! Lieber Gott, &#8230;</p>
<p>Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!<br />
___<br />
<small>(Eure Fragen an mich: <a href="http://springform.herr-schmidt.de/">springform.herr-schmidt.de</a>)</small></p>
<p>*&#8230;kommt! Den muss ich nicht erklären, oder?!? &#8211; Fischer&#8217;s Fritz?!? Ja, jetzt höre ich auch den letzten <span style="text-decoration: line-through;">Groschen</span> 10center fallen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.herr-schmidt.de/2010/elektrizitat-baby/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mein erstes Zeugnis</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2010/mein-erstes-zeugnis/</link>
		<comments>http://www.herr-schmidt.de/2010/mein-erstes-zeugnis/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 03:43:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Down In The Past]]></category>
		<category><![CDATA[Grundschule]]></category>
		<category><![CDATA[Zeugnis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-schmidt.de/?p=1942</guid>
		<description><![CDATA[Heute vor 11 21 Jahren hat der kleine Herr Schmidt sein allererstes Zeugnis bekommen. Und das ging so: &#8220;[Herr Schmidt] beteiligte sich mitgestaltend am Unterricht. Er zeigte anhaltende Ausdauer. Er führte seine Aufgaben zügig, sachgerecht und selbständig aus. Sachverhalte faßte er leicht und schnell auf. [Herr Schmidt] fand guten Kontakt zu seinen Mitschülern. Vereinbarungen hielt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute vor <span style="text-decoration: line-through;">11</span> 21 Jahren hat der kleine Herr Schmidt sein allererstes Zeugnis bekommen. Und das ging so:</strong></p>
<p>&#8220;<em>[Herr Schmidt] beteiligte sich mitgestaltend am Unterricht. Er zeigte anhaltende Ausdauer. Er führte seine Aufgaben zügig, sachgerecht und selbständig aus. Sachverhalte faßte er leicht und schnell auf. [Herr Schmidt] fand guten Kontakt zu seinen Mitschülern. Vereinbarungen hielt er ein. [Herr Schmidt] konnte Gespräche bereichern.</em></p>
<p style="text-align: center;"><em><span id="more-1942"></span></em></p>
<p style="text-align: left;">[Herr Schmidt] kennt alle Buchstaben. Er kann ungeübte Texte in Druck- und Schreibschrift flüssig und sinnerfassend lesen. [Herr Schmidt]s Schrift ist lesbar, manchmal schreibt er zu hastig. [Herr Schmidt] kann geübte kurze Sätze aus der Vorstellung schreiben. [Herr Schmidt] spricht fließend in zusammenhängenden Sätzen. Sein Wortschatz ist umfangreich. Er erzählt gewandt.<br />
[Herr Schmidt] kann Additionen und Subtraktionen im Zahlenbereich bis 20 selbständig lösen. Sein mathematisches Wissen kann er bei Sachaufgaben verwerten.</p>
<p><em>[Herr Schmidt] nimmt ab 1.8.1989 am Unterricht der Klasse 2b teil.</em>&#8221;</p>
<p>&#8230;also eigentlich alles wie heute. Aber wie schaut&#8217;s denn bei Euch da draußen aus! Jetzt will ich Eure 1. Zeugnisse sehen. Hopp! Hopp!</p>
<p>Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep      on      rockin’! …und Tschüss!<br />
___<br />
<small>(Eure Fragen an mich: <a href="http://springform.herr-schmidt.de/">springform.herr-schmidt.de</a>)</small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.herr-schmidt.de/2010/mein-erstes-zeugnis/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Meine Karriere als Martinssänger</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2009/meine-karriere-als-martinssanger/</link>
		<comments>http://www.herr-schmidt.de/2009/meine-karriere-als-martinssanger/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 08:18:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Down In The Past]]></category>
		<category><![CDATA[Laterne]]></category>
		<category><![CDATA[Manowar]]></category>
		<category><![CDATA[Martinssingen]]></category>
		<category><![CDATA[Pausenbrot]]></category>
		<category><![CDATA[Sankt Martin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-schmidt.de/?p=1512</guid>
		<description><![CDATA[Der gute, alte Martin von Tours hätte sich 397 auf seinem Sterbebett auch nicht träumen lassen, was mir 1.600 Jahre später zu seinen Ehren widerfahren sollte. Eigentlich hatte ich diesen Zwischenfall ja schon längst verdrängt, bis Silent Bob mich gestern wieder daran erinnern musste. Freunde, Solinger Martinssingen vor 12 Jahren war wie Berlin-Kreuzberg heute&#8230; Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der gute, alte Martin von Tours hätte sich 397 auf seinem Sterbebett auch nicht träumen lassen, was mir 1.600 Jahre später zu seinen Ehren widerfahren sollte. Eigentlich hatte ich diesen Zwischenfall ja schon längst verdrängt, bis Silent Bob mich gestern wieder daran erinnern musste. Freunde, Solinger Martinssingen vor 12 Jahren war wie Berlin-Kreuzberg heute&#8230;</strong></p>
<p>Man muss wissen, dass mir diese ganze nächtliche Zusammenrottung von befackelten Menschen, die laut singend von Haus zu Haus ziehen, um deren Bewohner mit ihren verbalen Ergüssen zu quälen, schon immer suspekt war. Ich meine, überlegt doch mal, kleine Kinder, die die Lampen anhaben und ohne Unterlass die Abendruhe mit ihren schiefen Liedern stören. Das ist doch nicht schön. Auch wenn man natürlich der Ansicht sein kann, dass dem einen oder anderen Balg zumindest ein Mal im Jahr eine Erleuchtung zu gönnen ist.</p>
<p>Im zarten Alter von vier fragte ich meine Kindergärtnerin, warum wir denn zwei Wochen Bastelarbeit in eine Laterne investieren, die wir nur einen Abend benutzen können. Ich argumentierte, dass die Arbeitsstunden den Nutzen weit übersteigen würden und man selbst bei einem Stundensatz von nur 1 DM <small>(für die jüngeren Leser: Deutsche Mark &#8211; Vorgänger des Euro)</small> weit über dem durchschnittlichen Ladenpreis einer gleichzeitig viel schöneren Laterne liegen würde. Gut, zugegeben, so war mir das damals nicht klar, aber ich wusste, dass es viel sinnvoller gewesen wäre die Zeit mit Silke im Sandkasten zu verbringen als mit Kleber und Pappe.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-1512"></span></p>
<p>Ein paar Jahre später, ich muss vielleicht sieben oder acht gewesen sein, hatte ich dann auch endlich meine ersehnte, gekaufte Laterne, deren Form und Farbe einer <a href="http://www.wandlampe24.de" target="_blank">Wandlampe</a> im Bauhaus-Stil ähnelte. Klassisch, eben. Ich entschied mich in diesem Jahr dazu immer als Letzter mit meinem Jutebeutel an die Haustüre zu gehen, und die anderen Kinder etwas vorgehen zu lassen. Sobald ich mir sicher war, dass die anderen mit ihren Schokoladenosterhasen von 1964 und den Billig-Bonbons aus dem Büroartikelversandkatalog außer Hörweite waren, ließ ich die Süßigkeitenverteiler wissen, dass ich es vorziehen würde, den Wert der mir zugedachten Waren in Bargeld ausgezahlt zu bekommen. Den perplexen Blick setzte ich mit dem Argument, dass Süßigkeiten doch Karies verursachen würden und ich mir lieber etwas weniger schädliches kaufen wolle. Freunde, keines der anderen Kinder hat in dem Jahr verstehen können, warum ich keinen Süßkram aber dafür mehr Obst als im örtlichen Supermarktsortiment mit mir herumschleppte.</p>
<p>Wieder einige Jahre später &#8211; 1997 &#8211; war ich 15 und hatte mit dem Martinszug so viel am Hut wie Milli Vanilli mit dem Singen. Ich wollte nur eins: Sex, Drugs und Rock&#8217;n'Roll. Gut, dass sind drei Dinge, aber ich wollte sie. Unbedingt. Bekommen habe ich damals™ aber nichts davon. Statt Sex gab es Rex <small>(den Schäferhund-Kommissar. Kennt Ihr noch, oder?!?)</small>, statt Drugs bekam ich Pausenbrote und aus dem Rock&#8217;n'Roll war ich herausgewachsen. Wer braucht schon KISS, wenn er Manowar haben kann?!?</p>
<p>Jedenfalls war ich 1997 an besagtem Martinsabend mit Silent Bob unterwegs zu einem gemeinsamen Kumpel und als wir an einem stadtteildominierenden Denkmal vorbei gingen, kam uns ein kleiner Junge mit Migrationshintergrund entgegen. In seiner rechten Hand trug er eine Plastiktüte und in der linken einen Regenschirm. Diesen hatter aber nicht geöffnet, sondern wedelte ihn wie einen Dirigierstock vor sich her. Er trat vor uns und sprach nicht ganz akzentfrei den folgenden Satz: &#8220;<em>Ich geh&#8217; mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir, gib&#8217; Geld!</em>&#8221;</p>
<p>Ich bin mir gar nicht mal so sicher, ob in dem Satz wirklich ein Komma vorkam, so schnell sagte er ihn auf. Da ich ja schon immer ein Gutmensch war, erklärte ich ihm, dass diese Taktik schon zu meiner aktiven Zeit als Martinssänger nicht funktioniert hätte, obwohl ich rhetorisch feinere Formulierungen verwandte, und das die vermeindliche Laterne ein Regenschirm sei. Aber immerhin ein sehr schöner. Dann gab&#8217; ich ihm eines meiner Pausenbrote, die ich noch in meiner Manteltasche hatte und ging mit Silent Bob weiter.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.herr-schmidt.de/2009/meine-karriere-als-martinssanger/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die 3 von der Turnhalle</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2009/die-3-von-der-turnhalle/</link>
		<comments>http://www.herr-schmidt.de/2009/die-3-von-der-turnhalle/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 07:31:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Down In The Past]]></category>
		<category><![CDATA[Fortuna Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-schmidt.de/?p=1371</guid>
		<description><![CDATA[Ihr wisst ja, ich koste in meinem Leben alles aus. So auch die Schulzeit. Während andere irgendwann nach der 10. Klasse in die Ausbildung oder die Arbeitslosigkeit wechselten, habe ich alle 13 Schuljahre vollgemacht. All you can learn &#8211; in Regelzeit und frei nach dem Motto &#8220;Abi irgendwie!&#8221;. Diesem Leitsatz folgend verbrachte ich konsequenterweise auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ihr wisst ja, ich koste in meinem Leben alles aus. So auch die Schulzeit. Während andere irgendwann nach der 10. Klasse in die Ausbildung oder die Arbeitslosigkeit wechselten, habe ich alle 13 Schuljahre vollgemacht. All you can learn &#8211; in Regelzeit und frei nach dem Motto &#8220;Abi irgendwie!&#8221;. Diesem Leitsatz folgend verbrachte ich konsequenterweise auch mehr Zeit in Solinger Cafés als in den Klassenräumen. Einzig und allein im Sportunterricht war ich immer anwesend.</strong></p>
<p>Die lückenlose Bilanz in Körperlicher Ertüchtigung hatte aber nur bedingt etwas mit meiner sportlichen Affinität zu tun. Im Grunde konnte es das auch gar nicht, da ich damals™ eine ziemlich faule Socke war. Ich bewegte mich eigentlich nur, um den Cappuccino umzurühren oder die Maus über das Mousepad zu hetzen (<a title="Diablo @ Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diablo_%28Computerspiel%29#Diablo" target="_blank">Diablo</a> killed my Sehnenscheide). Gut, und Headbanging natürlich. Ihr seht, im eigenen Schweiß Zirkeltraining zu absolvieren gehörte definitiv nicht zu meinen Fetischen.</p>
<p>Ich weiß genau was Ihr jetzt denkt: Der Herr Schmidt war immer im Sportunterricht präsent, um seine Mitschülerinnen knapp bekleidet zu sehen. Aber, mal ehrlich, schon zu meiner Zeit gingen die Schülerinnen sogar halb nackt zum Matheunterricht, trugen aber Burka und hatten Regelschmerzen sobald sie sich auf 100 Meter einer Sport- oder Schwimmhalle näherten. Das war es also auch nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-1371"></span></p>
<p>Der Grund ist so naheliegend wie banal: Meine Sportlehrer. Nicht das ich eine pubertäre, homosexuelle Neugier aufgewiesen hätte, aber die Typen waren es allesamt wert keine Folge ihrer ureigenen Sitcom zu verpassen. Ich weiß nicht, ob es an dem Job per se liegt oder ob ich einfach nur Glück in der Auslosung hatte, aber alle meine Vorturner hatten gehörig einen an der Schatulle.</p>
<p>Herr Quittschmeier beispielsweise hielt es nicht für nötig uns fachmännisch zu unterrichten. Er ließ uns uns eigenhändig aufwärmen und danach Fussball spielen; zumindest in einer Hälfte der Turnhalle. Die andere brauchte er selber, um mit seinem Klapprad Runde um Runde zu drehen. Außerdem konnte man ihm das Tragen einer Cap ohne weiteres als elementaren Bestandteil des eigenen Glaubens verkaufen und somit 90 Minuten mit Kopfbedeckung Sport treiben, wenn man wollte. Kein Problem, und dabei war der Mann nicht nur Sport- sondern auch Religionslehrer&#8230;</p>
<p>Herr Artzen dagegen war Sportleher der &#8220;alten Schule&#8221;. Bei ihm wurde länger aufgewärmt als das Essen in einer Uni-Mensa. Laufen, gehen, laufen, dehnen, mehr dehnen, gehen, laufen, dehnen und die letzten 30 Minuten Völkerball. Oder oben erwähntes Zirkeltraining &#8211; je nach Laune. Soweit alles noch im grünen Bereich, hätte er nicht jede belehrende Aussage mit einer Geschichte aus seiner Vergangenheit begonnen. Dabei stellte er seinen rechten Fuß immer  auf die Bank, so das sein Bein rechtwinklig war und stützte sich mit dem linken Unterarm auf dem somit waagerechten Oberschenkel ab. &#8220;<em>Ich hatte mal einen Freund, der hat beim Speerwerfen nicht auf den Werfer geachtet. Nun ist er auf einem Auge blind.</em>&#8221; oder &#8220;<em>Ich hatte mal einen Freund, der hat sich auch an den Basketballkorb gehangen. Als die Verankerung aus der Wand riß, hat ihm die Rückwand die Haut vom Rücken geschält.</em>&#8221; und immer so weiter&#8230;Die Freunde von Herrn Artzen müssen allesamt Preisträger des <a title="Darwin Awards" href="http://www.darwinawards.com/" target="_blank">Darwin Awards</a> gewesen sein. Zumindest waren es die größten Vollpfosten unter der mitteleuropäischen Sonne.</p>
<p>Herr Altmüller setzte dem Ganzen aber die Krone auf. Der war nämlich Fortuna Düsseldorf-Fan.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.herr-schmidt.de/2009/die-3-von-der-turnhalle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mein Freund, die Schrankwand</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2009/mein-freund-die-schrankwand/</link>
		<comments>http://www.herr-schmidt.de/2009/mein-freund-die-schrankwand/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 07:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Down In The Past]]></category>
		<category><![CDATA[Fratzengeballer]]></category>
		<category><![CDATA[Türsteher]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-schmidt.de/?p=1026</guid>
		<description><![CDATA[Schon zu der Zeit, zu der ich die Schulbank drückte, erzählte man sich in der Blade City seit Jahrzehnten Mythen und Sagen über Gian. Gian war damals™ bereits eine lebende Legende, obwohl er in dem gleichen Jahrgang einer weniger gymnasialen Schule, wie der meinen war. Um dieses vermeindliche Paradoxon zu erklären, bedarf es einer kleinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schon zu der Zeit, zu der ich die Schulbank drückte, erzählte man sich in der Blade City seit Jahrzehnten Mythen und Sagen über Gian. Gian war damals™ bereits eine lebende Legende, obwohl er in dem gleichen Jahrgang einer weniger gymnasialen Schule, wie der meinen war. Um dieses vermeindliche Paradoxon zu erklären, bedarf es einer kleinen Ausführung:</strong></p>
<p>Die äußere Erscheinung Gians  ist eigentlich kaum in Worte zu fassen. Es handelte sich bei ihm um einen 2,45 m großen, 1,86 m breiten, muskelbestückten Nordafrikaner, dessen Gesichtsausdruck nur drei Formen kannte: Wut, Zorn und Raserei. Würde man Gian mit einem IKEA-Möbel beschreiben, wäre er die Filiale Köln-Godorf. Würde man ihn mit einem PKW vergleichen, wäre er ein LKW. Würde man ihn mit einem Land gleichsetzen, wäre er die Eurasische Platte. Na, Ihr wisst schon.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-1026"></span></p>
<p>Während ihm seine massige Optik ein störungsfreies Leben garantierte, welches nur ab und an durch ein paar halbstarke Trunkenbolde gestört wurde, die er kurzerhand mit dem kleinen Finger krankenhausreif streichelte, waren die kopfseitigen, inneren Werte eher hinderlich. Er war das klischeehafte Paradebeispiel für die gegensätzliche Entwicklung von Muskel- und Hirnmasse. Mathe: ungenügend, Englisch: ungenügend, Physik: ungenügend, Deutsch: ungenügend, aber dafür Fratzengeballer: sehr gut mit Sternchen. Die einzige Chance für ihn, vielleicht doch noch den nächst höheren Jahrgang zu erreichen, wäre die Einführung der Prügelstrafe gewesen. Als Unterrichtsfach. Da dies aber eher unwahrscheinlich war, begann er schon im zarten Alter von 12 Jahren damit, die Einlasskontrolle der bergisch-rheinischen Nachtclubs zu regeln, um sich eine Existenzgrundlage zu schaffen.</p>
<p>Diesen Spagat zwischen schlechten Noten und guter Arbeit machte Gian noch eine ganze Weile, bis er im Jahre 2000 ein Stipendium für die Türsteher-University zu Cambridge bekam. Seitdem ist er Prof. Dr. porta und verzichtet auf die intellektuelle Erniedrigung am Vormittag und erniedrigt lieber selber nach Sonnenuntergang.</p>
<p>Ja, und was die Sache mit unserer Freundschaft angeht: Wir kennen uns überhaupt nicht persönlich, aber es ist für jeden Solinger besser, Gian als Freund zu verzeichnen. Es sei denn man möchte den lokalen Zahnärzten aus der Wirtschaftskrise helfen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.herr-schmidt.de/2009/mein-freund-die-schrankwand/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>19</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>02.06.08</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2009/020608/</link>
		<comments>http://www.herr-schmidt.de/2009/020608/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 22:52:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Down In The Past]]></category>
		<category><![CDATA[Fast Car]]></category>
		<category><![CDATA[Mutya Buena]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-schmidt.de/?p=1104</guid>
		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385" data="http://www.youtube.com/v/p8_4sCOZpDc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/p8_4sCOZpDc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.herr-schmidt.de/2009/020608/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Meine Fahrtreppenphobie</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2009/meine-fahrtreppenphobie/</link>
		<comments>http://www.herr-schmidt.de/2009/meine-fahrtreppenphobie/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 07:59:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Down In The Past]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrtreppe]]></category>
		<category><![CDATA[Kaufhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Phobie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-schmidt.de/?p=991</guid>
		<description><![CDATA[Ich verrate Euch jetzt ein bis dato streng gehütetes Geheimnis. Ich nehme Euch praktisch mit in den Kern meiner Existenz und öffne die Bundeslade des Herrn Schmidt. Ich ziehe mich  &#8211; bildlich gesprochen &#8211; aus und lege mich nackt vor Euch auf den Rücken. Freunde, ich habe Angst Schiss Respekt vor Fahrtreppen. Und das kam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich verrate Euch jetzt ein bis dato streng gehütetes Geheimnis. Ich nehme Euch praktisch mit in den Kern meiner Existenz und öffne die Bundeslade des Herrn Schmidt. Ich ziehe mich  &#8211; bildlich gesprochen &#8211; aus und lege mich nackt vor Euch auf den Rücken. Freunde, ich habe <span style="text-decoration: line-through;">Angst</span> <span style="text-decoration: line-through;">Schiss</span> Respekt vor Fahrtreppen. Und das kam so.</strong></p>
<div style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 0px;"><a title="photo sharing" href="{photo_url}"><img style="border: solid 2px #000000;" src="http://farm3.static.flickr.com/2153/2508354034_dd31c4ba73_m.jpg" alt="Fahrtreppe" /></a><br />
<span style="font-size: 0.9em; margin-top: 0px;"><br />
</span></div>
<p>Im zarten Alter von acht Jahren war ich in einem großen Blade City Kaufhaus, um dort nach altersgerechten Freizeitfüllern zu fahnden. Ich machte mich also mit der Absicht, für die nächsten Stunden die LEGO-Regale zu belagern, auf in die Spielwaren-Abteilung, die sich in der ersten Etage befand. Mangels Führerschein und Monatskarte hatte ich meine Mutter mit dabei. Nicht nur als Chauffeuse und Finanzier eine bereichernde Begleitung in diesen Tagen, leistete sie mir geduldig Gesellschaft, konnte aber trotz aller Bemühungen nicht mit meiner damals schon unmenschlichen Ausdauer mithalten. Eine Eigenschaft, die ich übrigens auch heute noch mein Eigen nennen darf. Allerdings spiele ich heute nicht mehr mit LEGO sondern mit erwachsenen Barbies.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-991"></span></p>
<p>Meine Mutter machte sich also nach einer guten 3/4-Stunde auf den Weg in die Haushaltswaren-Abteilung im ersten Untergeschoss und versicherte mir, mich in Kürze abzuholen. So spielzeugafin ich damals™ auch war, so schisserig war ich auch. Nach fünf Minuten, vielleicht waren es auch nur vier, wurde mir der Blick des Verkäuferinnenungeheuers doch etwas ungeheuer und ich beschloss den Abstieg in die Haushaltswaren zu wagen. Schnell die Fahrtreppe, umgangsprachlich auch als Rolltreppe bezeichnet, ins Erdgeschoss genommen und direkt weiter zur nächsten. Dort kam es dann zum Eklat. Wie gewohnt hielt ich mich an dem schwarz gummierten Handlauf fest und wollte gerade die heranrasende Trittplatte betreten, als ich im Augenwinkel meine werte Mutter zu sehen glaubte. Meine Füße blieben im daraufhin Erdgeschoss stehen, aber meine Hände zog es in Richtung Untergeschoss. Panisch versuchte ich in besorgniserregender Schräglage Zentimeter um Zentimeter wieder an Höhe zu gewinnen. Meine Hände schoben sich wie die Zylinder eins KFZ-Motors immer wieder vor und zurück, bis ich wieder eine einigermaßen horizontale Position einnehmen konnte. Den wirklich sicheren Stand verschaffte mir aber schlussendlich eine rüstige Renterin, die mich unfreundlich aber bestimmt nach hinten zog, um endlich die Fahrtreppe nutzen zu können.</p>
<p>Nach einer kurzen Verschnaufpause schaffte ich die Fahrt ins Untergeschoss dann doch. Trotzdem hat mich diese Erfahrung so nachhaltig geprägt, dass ich nachwievor kurz innehalte bevor ich die Trittplatte der Fahrtreppe betrete. Aber so ist das: Das Kaufhaus steht mittlerweile leer und wird bald gesprengt, aber die Phobie ist immer noch da.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.herr-schmidt.de/2009/meine-fahrtreppenphobie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>16</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Aufseherin</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2009/die-aufseherin/</link>
		<comments>http://www.herr-schmidt.de/2009/die-aufseherin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 08:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Down In The Past]]></category>
		<category><![CDATA[Cabrio]]></category>
		<category><![CDATA[Führerschein]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.herr-schmidt.de/?p=932</guid>
		<description><![CDATA[Frauen fahren ja bekanntlich auf Cabrios ab wie Katzen auf Sheba. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Genau aus diesem Grund kaufte ich mir vor ziemlich genau 10 Jahren einen dachlosen Golf. Stolz wie Oskar und pleite wie die Bundesrepublik wusch ich den silbernen Flitzer von da an wöchentlich; alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frauen fahren ja bekanntlich auf Cabrios ab wie Katzen auf Sheba. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Genau aus diesem Grund kaufte ich mir vor ziemlich genau 10 Jahren einen dachlosen Golf. Stolz wie Oskar und pleite wie die Bundesrepublik wusch ich den silbernen Flitzer von da an wöchentlich; alle zwei Monate wurde sogar poliert. Trotzdem konnte ich bei den Frauen nicht auf Anhieb punkten, was unter Umständen, vielleicht, eventuell an dem fehlenden Führerschein gelegen hat&#8230;</strong></p>
<p>Ein knappes Jahr verbrachte ich also mit der Putzerei meines Fahrzeugs, einigen Theoriestunden sowie diversen Praxiseinheiten auf Landstrasse und Autobahn. Die einzige Fortbewegung in meinem eigenen Auto, bestand in dieser Zeit aus <span style="text-decoration: line-through;">illegalen Strassenrennen in den verlorenen Vierteln der Blade City No.1</span> dem Vor- und Zurücksetzen während des Reinigungsvorgangs. Es war eine harte Zeit, die niemals zu enden schien. Doch dann, eines Tages, war es dann endlich soweit: Theoretische Prüfung! Dank der Zuverlässigkeit unserer öffentlichen Verkehrsbetriebe kam ich natürlich  5 Minuten zu spät am Veranstaltungsort an. Ich betrat die Hallen, in denen ich mehr Kreuze machen sollte, als ein gläubiger Katholik in seinem ganzen Leben, also mit ein wenig Zeitdruck. Aber was sind schon 5 Minuten?!?  Außer einem Viertel meiner gesamten Vorbereitungszeit.</p>
<p>Ich kreuzte also mehr systematisch als wissentlich schlüssige Muster in den Fragebogen und gab&#8217; ihn nach weniger als 10 Minuten bei der jungen Schwarzhaarigen ab, die an diesem Tag als Aufsichtsperson tätig war. Eigentlich war sie mehr Obstverkäuferin, als Aufseherin: Ihr war die Naivität in die Birne gebrannt und die grannysmithgrünen Augen schrien &#8220;<em>Ich bin doof!</em>&#8221; aber die balkonartig präsentierten Melonen machten dies wieder wett. Simone, so ihr Name, versprach mir mit einem Lächeln, mich als ersten ranzunehmen und legte meinen Fragebogen oben auf den Stapel. &#8220;<em>Alright!</em>&#8221; dachte ich mir, grinste und verließ den Prüfungsraum. Im Wartebereich angekommen, checkte ich erstmal meinen Palm-Kalender nach Date-Möglichkeiten. Und was soll man sagen?!? Freie Auswahl. Shit!</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-932"></span></p>
<p>Vielleicht war ich zu dieser Zeit noch nicht der womanizende Bloger, der ich heute bin, sondern ein Upper-Class-Power-Metal-Computer-Nerd™, doch Simone hatte mein Potential erkannt. Sie war meinem Charme erlegen, wie ein Schaf dem reißenden Wolf. Gut, sie ließ mich 15 Minuten warten, bevor sie mich ran nahm, aber das lag weniger an ihr sondern hauptsächlich an den weniger risikofreudigen Prüflingen. Muss man sich mal vorstellen, da waren Leute dabei, die mehrere Wochen Vorbereitungszeit hinter sich hatten und trotzdem die gesamte Prüfzeit plus Verlängerung in Anspruch nahmen. Unglaublich. Jedenfalls nahm mich Simone, wie versprochen, als ersten ran und rief mich zu ihr rein.</p>
<p>&#8220;<em>Schade! Wirklich schade!</em>&#8221; begann sie ihre Ergebnisverkündigung. &#8220;<em>Hättest Du einen Fehler mehr gemacht, hätte ich Dich nochmal hier sehen dürfen. So hast Du aber bestanden</em>.&#8221;</p>
<p>&#8220;<em>Ein Jammer.</em>&#8221; bestätigte ich und wollte ihr gerade ein Wochenendticket für mein Bett anbieten, als mir die Worte im Hals stecken blieben. Nennt mich kleinlich, aber Fingerkuppen, die die Farbe der Filter der konsumierten Zigaretten angenommen haben, sind ungefähr so sexy, wie Ingrid van Bergen in Hot Pants. Deshalb beließ ich es bei diesem Intermezzo lieber bei der Theorie, versprach ihr aber sich, nach einem erfolgreichen Entzug und der regelmäßigen Anwendung von Handpeelings, bei mir melden zu dürfen.</p>
<p>Dank ihrer Naivität bemerkte sie nicht, dass ich ihr meine Nummer gar nicht gegeben hatte und so machte ich mich mit weiterhin leerem Kalender, aber bestandener Theorie-Prüfung auf den Weg nach Hause.</p>
<p>Okay, okay, okay. Ich gebe es ja zu: Simone hieß in Wahrheit Herr Mühlenschläder, war Mitte 40 und bierbäuchig. Dementsprechend gab es auch keine Flirterei. Zumindest nicht von meiner Seite. Die Sache mit dem leeren Date-Kalender, die knapp bestandene Theorieprüfung in unter 10 Minuten und alles andere stimmt aber. Ehrenwort. &#8230;und mal ehrlich: Wenn ich Simone nicht eingebaut hätte, hättet Ihr den Text doch gar nicht erst gelesen. ^^</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.herr-schmidt.de/2009/die-aufseherin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

