Herr Schmidt.

celebrating the irony since 1982

Category: French Disko (page 1 of 8)

„Though this world’s essentially an absurd place to be living in, It doesn’t call for total withdrawal. I’ve been told it’s a fact of life, men have to kill one another. Well, I say there are still things worth fighting for“ – Stereolab

Fairarscht …oder: Im Glashaus mit Steinen werfen

Vor ein paar Tagen habe ich auf dem Grabbeltisch einer überregionalen Buchhandels-Kette das Buch „Fairarscht – Wie Wirtschaft und Handel die Kunden für dumm verkaufen“ entdeckt und mitgenommen. Zum Einen, weil mich das Thema interessiert und zum Anderen, weil ich die Autorin Sina Trinkwalder und ihr Engagement für eine regionale und faire Textilproduktion sehr schätze. Über Twitter und Co. habe ich damals den Aufbau Ihres Labels manomama verfolgt und versprach mir ein reflektiertes, aufklärendes Buch…

Nach dem 70 Seiten umfassenden ersten Abschnitt bin ich mir nicht sicher, ob ich das Buch weiterlesen oder weglegen soll. Eigentlich ist gerade ein unbändiger Drang in mir, dieses Buch zu verbrennen. Ernsthaft! Die Aussagen über den Handel und wie er die Konsumenten geschickt in die Richtungen lenkt, die in einem übersättigten Markt einer Wohlstandsnation noch einigermaßen Profit versprechen, sind sicherlich richtig, wenn auch nicht bahnbrechend neu oder gar irgendwie investigativ. Vermutlich fällt aber dem Großteil der Leser dieses Buchs mit jedem neuen Absatz die Kinnlade auf den Schoß, weil sich nun mal die wenigsten Konsumenten Gedanken über ihr Kaufverhalten machen. Das Buch wird also eine Berechtigung haben, da bin ich mir sicher.

ABER muss man in einem Buch, welches sich mit unfairen Produktionsbedingungen, wachsenden Müllbergen, der Privatisierung von Trinkwasser, den hungernden Menschen in Entwicklungsländern und der Ausbeutung unserer Umwelt befasst, wirklich abfällig über Menschen mit Intoleranzen äußern? Muss man sich über die Menschen lustig machen, die nicht nur für sich, sondern eben für das Wohl von Umwelt und Tier, auf eine vegane Ernährung einlassen?

Sina Trinkwalder stellt die deutschen Konsumenten als Fake-Allergiker dar, die nur durch die Wirtschaft und deren Marketing auf ein Mal gluten- oder laktoseintolerant geworden sind. Die Vorstellung, dass der Kauf von gluten- oder laktosefreien Produkten Teil einer insgesamt vielleicht nur gluten-/laktose-reduzierten Ernährung ist und die „Frei-von“-Produkte zusammen mit dem Weizenmehl und der Kuhmilch in den Einkaufskorb wandern, kommt ihr nicht in den Sinn. Einem aufgeklärten Konsumenten ist es sehr wohl bekannt, dass Gluten und Laktose – wie so ziemlich alles – nur in bestimmten Mengen gut ist.

Noch schlimmer als ihre Ansicht zu den Intoleranzen, ist ihre überheblich-altmodische und leider sehr unreflektierte Ansicht zum Thema Veganismus: Sina Trinkwalder stellt die veganen Konsumenten als dumme Schafe dar, die sich die als Lebensmittel getarnten Chemie-Bomben der Industrie und den neu-verpackten Analog-Käse zu überteuerten Preisen aufschwatzen lassen. Den wachsenden Markt belächelt sie als geschickten Schachzug eines Wirtschaftszweigs, während gleichzeitig immer wieder romantisierend von Opas Rauchfleisch und dem selbst gerupften Bio-Hähnchen erzählt wird, und spricht den „glutenfreien“, „eifreien“ und „laktosefreien“ Produkten allumfassend den Geschmack ab. ..zumindest allem, was  sie auf der ANUGA 2015 zu Gesicht bekommen hat.

Wie genau sie sich aber eine gerechte Verteilung der Lebensmittel vorstellt, wenn der Großteil der produzierten Nahrung in Entwicklungsländern in die westliche Tierindustrie wandert und welche Alternative zum Verzicht oder zumindest der drastischen Reduzierung von tierischen Produkten sie sieht, verrät sie nicht. Das ist alles sehr schade, denn sie verprellt mit ihrer romantisch-verklärten und traditionsgeprägten Einstellung, dass ein gutes Stück Fleisch zu einem leckeren Essen und Kuhmilch in den Käse gehört, die Menschen, die von ganz alleine darauf gekommen sind, dass hier irgendwas schief läuft. Menschen, die nicht nur darauf achten, dass ihre Nahrung tierleidfrei ist, sondern die (in der Regel) auch bewusst Kleidung kaufen: fair, nachhaltig, tierleidfrei. Menschen, die sich selbst so aufgeklärt haben, dass man ihnen nicht mehr erzählen muss, wie allgegenwärtig und böse Konzerne wie Nestlé, Coca-Cola, Mondelez, Monsanto und Co. sind. Menschen, die eigentlich dasselbe wollen wie Sina Trinkwalder: Einen transparenteren, verantwortungsvolleren Konsum und eine gerechtere Welt für alle.

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(Jeden Tag haben wir die Wahl und können diese Welt ein Stückchen besser machen. Ganz unabhängig von periodisch wiederkehrenden Stimmabgaben. Just think about it!)

 

Don’t call it Käse!

Ach, würde es Armutszeugnisse auf einem Abreißblock geben, man sollte meinen, sie lägen im Europäischen Gerichtshof aus. Anders wäre der Aufwand viel zu hoch, betrachtet man die Vielzahl der verschiedenen Punkte, für die sich die werten Herren ein eben solches ausstellen müssten…

Was ist passiert? Am 14.06.2017 hat der EuGH, wie der Europäische Gerichtshof von seiner Mutter gerufen wird, entschieden, dass Milch und deren Weiterverarbeitungsprodukte aus einem Lebewesen kommen müssen, um „Milch“, „Butter“, „Quark“, „Joghurt“, „Käse“, etc. heißen zu dürfen. Kommt die FvbaM (Flüssigkeit vormals bekannt als Milch) aus einer Pflanze, dann aber – Himmel hilf – doch wohl auf gar keinen Fall.
Fassen wir also zusammen: Kommt die Flüssigkeit aus der Kuh? – Milch. Kommt die Flüssigkeit aus Hafer? – Keine Milch. Ist der Laib aus Muttermilch von der Nachbarskatze? – Käse. Wurde eine Flüssigkeit aus Soja genutzt, um den Laib herzustellen? – Alles, aber kein Käse.

Warum  beschäftigen sich die Gerichte mit so einem Nonsens, statt sich um wichtige Dinge zu kümmern? – Gute Frage. Offiziell geht es hier um den Schutz der Verbraucher. Denn, mal ehrlich, wer kennt es nicht: Man geht nichts böses ahnend in den Supermarkt, um ein Paket alten Leerdammer zu kaufen und *Zack!Bumm!* findet man sich plötzlich mit einer Scheibe veganem Ersatzprodukt auf dem Frühstücksbrötchen wieder…
…und schon schwebt man in aller höchster Lebensgefahr?!?
…und keine Sekunde später bekommt man so richtig fiesen Ausschlag?!?
…und der Höllenschlund öffnet sich unter dem Frühstücksbrettchen, um die Armeen der Finsternis über Wuppertal-Elberfeld hereinbrechen zu lassen?!?
Oder – ja, muss man sich mal vorstellen: Am Ende schmeckt es vielleicht sogar und man kauft das Produkt nochmal. Bewusst. Nicht aus Versehen. Und der alte Leerdammer, der sonst immer mit den Äpfeln und der Küchenrolle im Einkaufswagen mitfahren durfte, schaut traurig hinterher, während der ungeliebte Adoptivbruder „Veggie-Cheese“ sich den Fahrtwind um die Verpackungsecken wehen lässt.  …und wie fände das wohl der Mutterkonzern von dem alten Leerdammer? Fände der das so gut? Hat vielleicht dieser Konzern und seine Mitbewerber etwas dagegen, dass der alte Leerdammer und seine Kollegen ethisch korrekte Konkurrenz im Kühlregal bekommen? Läuft den großen Milchproduzenten vielleicht dezent der Angstschweiß vom Nacken in die Kimme, wenn Sie die immer wieder auftauchenden Medienberichte über ihren miserablen ökologischen Fußabdruck verfolgen und gleichzeitig, nur eine Armlänge entfernt, dieser vermaledeite Soja-Drink mit seinen Freunden aus Mandel, Reis und Hafer steht? Diese Tetrapak-Avengers in ihrer goldenen Rüstung, gegen die man einfach nix sagen kann…

Aber, gut, gehen wir mal – nur so zum Spaß – davon aus, dass es wirklich nur um den Schutz des Verbrauchers geht und keine Lobby dahinter steckt: Wir, die Verbraucher, wünschen uns seit Jahren eine eindeutige Deklaration von Lebensmitteln, damit wir schnell erkennen können, ob das Produkt nun voller gesundheitsrelevanter Nährstoffe ist oder doch eher voller ungesundem Zeugs und böser Chemie (Stichwort: Ampel). Wir würden gerne wissen, durch welchen Krempel der Orangensaft geflossen ist, bevor er in der Flasche gelandet ist. Wir fordern, dass Gütesiegel wirklich eine Bedeutung haben und man beispielsweise nicht „Tierwohl“ auf ein Schnitzel draufklebt, um ein kurzes Leben voller Qual post mortem noch zu verhöhnen. …aber da tut sich nichts. Da sind wir Verbraucher ja intelligent und mündig genug, um die Produkte zu erkennen, die uns wohl gesonnen sind. …ein Kompendium an E-Nummern auswendig kennen und ein abgeschlossenes Chemie-Studium sowie die lückenlose Einsicht in die Produktionskette, das reiten wir Verbraucher doch locker auf einer Arschbacke runter. …aber wehe, jemand schreibt Quark auf ein Produkt, dass mit pflanzlicher Milch hergestellt wurde…

Wer sollte sich denn jetzt darüber aufregen? Die Veganer? – Nein!
Ich meine, natürlich ist es einfacher, wenn auf dem Mandelmilch-Ersatzprodukt steht, dass es wie Frischkäse ist, damit man weiß, wofür es verwendet werden kann, aber letztendlich kann es dem Veganer doch völlig egal sein, ob auf dem Produkt „Käse“, „Vegäse“, „Sojäse“ oder „Leck-Mich-Doch-Fett-Ist-Das-Lecker-So-Ohne-Tierleid“ steht, er kauft es so oder so weiter. Wer hier wirklich vom EuGH für total beschränkt gehalten wird, sind alle die, die die tierischen Produkte kaufen. Das bedeutet, wenn wir davon ausgehen, dass wir in Deutschland 1% vegan lebende Menschen haben, dass der Europäische Gerichtshof 99% der Deutschen für völlig verpeilte Vollpfosten hält, die ohne Schutz von oben oder maximale Einkaufsbetreuung durch geschultes Fachpersonal, den Camembert nicht vom Tofu unterscheiden können.
…und das würde mich mal so richtig ärgern, wenn man mich für so dämlich halten würde.
…und da würde ich dann einen Aufschrei vom Zaun brechen, der bis nach Brüssel zu hören ist.
Aber ich gehöre nunmal nicht zu diesen 99% und kaufe aus Überzeugung und nicht wegen der Bezeichnung. C’est la vie.

Ach, aber bei all dem Gedöhns, gibt es ja wenigstens noch die Kokoskuh, deren Kokosmilch seit Jahren einen Hauch von Exotik in der Konservenabteilung verbreitet.  …und diesen Fleisch- bzw, Leberkäse, den man an vielen Orten, aber nie im Käseregal findet. Alles korrekt betitelte Produkte, nicht wahr?!? Da findet die Verwechslung traditionell bedingt ja nicht statt. …und Tradition muss man schützen. Besonders vor pflanzlichen Lebensmitteln. Lässt man diesem Packzeug genug Zeit, gehören die am Ende noch dazu; zu der Tradition.
…aber letztens, da habe ich eine Flasche Sonnenmilch gekauft… …die schmeckte aber irgendwie so gar nicht im Kaffee…

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(Heute streichen wir mal die schlechten Witze! – Echt? In welcher Farbe denn?)

Von dem Versuch, ein Angebot wahrzunehmen

Freunde, ich fühle mich wie in einer Live Action Roleplay Variante von „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“.  Fehlt nur noch, dass Eduard Zimmermann um’s Eck kommt und mich korrigiert, dass die Sendung in Wahrheit „Vorsicht Falle!“ hieß.

Dabei fing alles so schön an: Ich blätterte durch das Prospekt einer weit verbreiteten Multimedia-Kaufhaus-Kette, während lauwarme Sonnenstrahlen meinen nackten Unterarm liebkosten und ein frisch gezapfter Kaffee seinen unwiderstehlichen Duft im Raum verbreitete. Im Fernsehen lief derweil ein Bericht über junge, tapsige Pandabären und das Gehalt war auch schon auf dem Konto. Alles war so perfekt! Und dann stieß ich auch noch auf ein wirklich, wirklich, wirklichwirklich, wirklichwirklichwirklich interessantes Angebot:

Mobilfunk-Angebot

LTE Internet-Flat 1000 für 4,99 €/mtl. ohne Anschlussgebühr + 75 € Gutschein Card

Diese kleine LTE-Bimmelbommelei war ideal für mein Tablet, welches sich bis dato von WLAN zu WLAN hangeln musste, um mit dem Mutterkonzern oder der NSA oder Tante Elfi ihrem Toaster zu telefonieren. Endlich unabhängig von Starbucks und dem Heimat-Funknetz der eigenen vier Wände nicht nur auf dem Handy über neue  Ergebnisse meiner Shpock-Suche nach gebrauchtem Feuerholz informiert werden. Oder sofort die aktuellen Fahrtzeiten zu Orten von Google angezeigt bekommen, zu denen ich gar nicht will. Mensch, dass wäre revolutionär! ….zumindest, wenn wir 1996 hätten. Heute wäre es nur eins: Endlich mal an der Zeit.

Also dübelte ich mein Tablet unter meine Achsel und wackelte zum offerierenden Breitband-Elektronik-Verhökerer.

Guten Tag. Ich interessiere mich für das 4,99 € LTE-Flatrate Angebot mit dem 75 €-Gutschein aus Ihrem gestrigen Prospekt.

Guten Tag. Da schaue ich doch gleich mal. … …kleinen Augenblick… … … …

Der Blick des Blauhelms Blauhemds schweifte vom Monitor zu mir und warf ein Fragezeichen in den Raum, welches er sogleich aufgriff und hinter eine Reihe Wörter stellte:

75 €, sagen Sie?

Ja, so stand es im Prospekt

Hmmm…. bei mir im System steht nur ein 60 €-Gutschein.

A-ha. Da ist mir der 75 €-Gutschein aus dem Prospekt irgendwie näher.

Hmmmm….

Der Mann in blau wechselte den Beratungstisch, fischte sich ein Prospekt vom Stapel, kam zurück, entfaltete dessen ganze Pracht, so dass seine Computerinsel fast komplett unter dem Papier verschwand und tippte auf das besagte Angebot.

Da haben wir es ja. …hm… tatsächlich: 75 €-Gutschein.

Er wandte sich wieder dem Monitor zu und begann zu tippen.

Ich kann Ihnen den gleichen Tarif – ebenfalls Vodafone – auch für 7,99 € im Monat anbieten. Dann würden Sie sogar eine Gutscheinkarte im Wert von 100 € von mir bekommen.

Seine Stimme war voller Begeisterung, seine Augen voller Erwartung. …mein Blick war voller „Willst Du mich verarschen, Du kleiner Rotzlöffel?!? 25 € mehr auf der Gutscheinkarte gleichen doch nicht mal ansatzweise 24 Monate 3 € Mehrkosten aus.„, aber meine Stimme sagte:

Warum sollte ich DAS tun?

So ganz wusste er das anscheinend auch nicht, denn er sagte mehr flüsternd als sprechend: „Na ja, höherer Gutscheinwert…“ und wandte sich wieder seinem PC-Terminal zu.

Da tippte er dann wieder fleißig auf der Tastatur, stellte mir die ein oder andere Frage nach Simkartenformat und Gerätetyp, tippte weiter herum, holte einen Umschlag mit entsprechender Simkarte, tippte weiter herum und sagte dann:

Hmmmm… das ist seltsam… Ich habe hier den Tarif – 24 Monate für 4,99 € – so wie er im Prospekt ist… …allerdings ist das dann nicht von der Anschlussgebühr befreit.

Der Verkäufer blickte mich mit großen Augen an, die direkt aus seinem blauen Hemdkragen zu kommen schienen.

Ja, dann ist da wohl was falsch in Ihrem System, würde ich mal sagen.

Das war nicht die Reaktion, mit der er gerechnet hatte, weshalb er sich lieber wieder dem Terminal widmete und auf der Tastatur rumtippte.

Ich scannte derweil etwas gelangweilt meine nähere Umgebung ab und fand ein DIN-A4-Aktions-Schnuffi von dem Provider, dessen Angebot ich zu bestellen versuchte. Darauf wurde eine LTE-Internetflat für 9,99 € monatlich, die – dank der Aktion – 24 Monate lang um 5 € reduziert und so nur 4,99 € kosten würde, beworben. …Nachtigall, Du kleiner Lump, ick hör‘ Dir trapsen!

Guter Mann, ist dieses Angebot hier“ ich zeigte auf den frisch entdeckten DIN-A4-Aktions-Schnuffi „das gleiche, was im Prospekt beworben wird?

Ja, ganz genau. So ist es.

Aber in dem Prospekt steht doch gar nichts davon, dass sich die monatliche Gebühr nach 24 Monaten erhöht.

Irgendwie schien sich der junge Mann von Minute zu Minute in seinem blauen Hemd unwohler zu fühlen. Glücklich wirkte er jedenfalls nicht, als er das Kleingedruckte des Prospekts durchlas.

Nein, da haben Sie recht. Da steht das leider tatsächlich nicht drin.

A-ha. Das ist aber eine niiiiicht ganz so unwichtige Information, oder?

Ja.

Fassen wir es mal zusammen: Ich stand in dem Geschäft, um einen Vertrag abzuschließen, bei dem bis zu diesem Zeitpunkt außer der Laufzeit nichts so war, wie es im Prospekt angepriesen wurde. Außerdem wurde noch der Versuch unternommen, mir eine Vertragsvariante anzudrehen, bei der ich mich finanziell deutlich schlechter gestanden hätte…

In mir brodelte es! Das konnte einerseits das scharfe „Chili sin carne“ vom Mittag sein oder aber diese Wut, von der ich schon so viel gehört habe.

Hören Sie mal zu, Sie kleiner Schlumpfpimmel, jetzt ist der Spaß hier vorbei. Ihre Rumkasperei können Sie sich für Kunden aufheben, die „Malen nach Zahlen“ für Hochschulmathematik halten. Sie machen mir jetzt dieses Angebot klar oder sagen hier in einer Lautstärke, dass alle Kunden auf dieser Etage es hören „Ja, werter Herr Schmidt, Sie haben völlig recht und es ist mir furchtbar peinlich das zugeben zu müssen, aber dieses Angebot existiert in dieser Form gar nicht. Es ist ein reines Lockmittel, um Kunden in den Laden zu bekommen, damit wir sie dann hier über den Tisch ziehen können.“. Und dann, wenn alle es gehört haben, darf Ihnen hier jeder mal mit einem aufgeheizten Lockenstab auf die Schulter klopfen. Verstanden, Sie Eumel?“ blitzte es in meinen Augen auf, während ich mich mit einem versöhnlicheren „Ich glaube…, ich überlege mir das lieber nochmal.“ verabschiedete.

Dann halt doch wieder von Starbucks zu Starbucks hoppen, um E-Mails abzurufen. Da gibt es jetzt ja auch diese leckeren veganen Falafel-Wraps mit Oliven-Tapenade. …und so betrachtet, macht das dann ja auch wieder Sinn, irgendwie.

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