Herr Schmidt.

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Category: Für immer die Menschen (page 1 of 5)

„und es sind gewöhnte Menschen, die du jeden Tag in ihren Welten siehst. wenn du ihnen sagst, dass du sie alle liebst werden sie dir glauben.“ – Tomte

"266,67 Meilen"

…dachte der Junge mit den schwarzen Chucks als er aus dem Fenster schaute. „Eigentlich gar nicht mal so viel. Aber eben weiter als meine Arme reichen.“ Er trank einen Schluck seines Kaffees und blickte in das tiefe Blau auf dem Monitor seines Macs. „Als sich unsere Blicke trafen, bekamen wir einen Moment nur für uns allein; und Mensch und Tier, Gezeiten und Zeit froren in diesem ein. Ein winziger Bruchteil von der Ewigkeit, in den wir unsere Namen eingravieren durften.“ Seine Augen richteten sich wieder auf die Welt vor seinem Fenster. „…und in nur 5 Tagen wird sich die räumliche Entfernung der Distanz unserer Herzen anpassen. 266,67 Meilen sind eben 266,67 Meilen zu viel.

Die Einladung

Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst.
Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist
und ob Du zu träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.
Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich will wissen, ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen,
um Deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.
Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leids berührt hast, ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat,
oder ob Du verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.
Ich will wissen, ob Du mit dem Schmerz – meinem oder Deinem – dasitzen kannst, ohne zu versuchen,
ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.
Ich will wissen, ob Du mit der Freude – meiner oder Deiner – dasein kannst,
ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen,
ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.
Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist.
Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein.
Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst.
Ich will wissen, ob Du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.
Ich will wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist
und ob Du Dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen kannst.
Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern – meinem und Deinem – leben kannst
und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmondes rufst: „Ja!“
Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wo Du lebst und wieviel Geld Du hast.
Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung,
erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für Deine Kinder getan werden muss.
Es interessiert mich nicht, wer Du bist und wie Du hergekommen bist.
Ich will wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.
Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du gelernt hast.
Ich will wissen, was Dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.
Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gerne mit Dir zusammen bist.

Oriah Mountain Dreamer

(via Floh82)

Geld > Liebe

Treue ist ein leerer Wahn

Und einer bleibt allein zurück

Daum tauscht Geld gegen Liebe

Drei Beispiele aktueller Überschriften zum überraschenden Weggang Christoph Daums vom 1. FC Köln. Interessanterweise wird der Bruch zwischen Daum und dem FC wie das Ende einer Beziehung beschrieben. Das unvorhergesehene Ende einer großen Liebe hervorgerufen durch die Verlockung des Geldes und des Erfolgs. Wären es nur die Kölner Medien, die derartige Formulierungen wählen, wäre es nichts besonderes, aber der Vergleich findet überregional statt.

Aus heiterem Himmel hat Christoph Daum die Verantwortlichen über das Ende der gemeinsamen Geschäftsbeziehung informiert. Mit einem einzigen Anruf hat er es geschafft die komplette Zukunftsplanung des Dream-Teams zu zerstören. Und während er sich nun voll und ganz seinen neuen, großen Aufgaben widmet, scheint es als würde er keinen Schulterblick zurück wagen. Der Verein, der ihm angeblich so am Herzen liegt / lag, geht ihm nun am Arsch vorbei.

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