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	<title>Herr Schmidt &#187; Für immer die Menschen</title>
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	<description>Das Leben zum Soundtrack</description>
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		<title>&#8220;266,67 Meilen&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 04:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für immer die Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[266.67 Meilen]]></category>
		<category><![CDATA[das tiefe Blau]]></category>
		<category><![CDATA[Der Junge mit den schwarzen Chucks]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;dachte der Junge mit den schwarzen Chucks als er aus dem Fenster schaute. &#8220;Eigentlich gar nicht mal so viel. Aber eben weiter als meine Arme reichen.&#8221; Er trank einen Schluck seines Kaffees und blickte in das tiefe Blau auf dem Monitor seines Macs. &#8220;Als sich unsere Blicke trafen, bekamen wir einen Moment nur für uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;dachte der Junge mit den schwarzen Chucks als er aus dem Fenster schaute. &#8220;<em>Eigentlich gar nicht mal so viel. Aber eben weiter als meine Arme reichen.</em>&#8221; Er trank einen Schluck seines Kaffees und blickte in das tiefe Blau auf dem Monitor seines Macs. &#8220;<em>Als sich unsere Blicke trafen, bekamen wir einen Moment nur für uns  allein; und Mensch und Tier, Gezeiten und Zeit froren in diesem ein.  Ein winziger Bruchteil von der Ewigkeit, in den wir unsere Namen  eingravieren durften.&#8221; </em>Seine Augen richteten sich wieder auf die Welt vor seinem Fenster. &#8220;<em>&#8230;und in nur 5 Tagen wird sich die räumliche Entfernung der Distanz unserer Herzen anpassen. 266,67 Meilen sind eben 266,67 Meilen zu viel.</em>&#8220;</p>
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		<title>Die Einladung</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 13:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für immer die Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Weisheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst. Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist und ob Du zu träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen. Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist. Ich will wissen, ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen, um Deiner Träume willen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst.<br />
Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist<br />
und ob Du zu träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.<br />
Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.<br />
Ich will wissen, ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen,<br />
um Deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.<br />
Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen.<br />
Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leids berührt hast, ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat,<br />
oder ob Du verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.<br />
Ich will wissen, ob Du mit dem Schmerz &#8211; meinem oder Deinem &#8211; dasitzen kannst, ohne zu versuchen,<br />
ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.<br />
Ich will wissen, ob Du mit der Freude &#8211; meiner oder Deiner &#8211; dasein kannst,<br />
ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen,<br />
ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.<br />
Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist.<br />
Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein.<br />
Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst.<br />
Ich will wissen, ob Du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.<br />
Ich will wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist<br />
und ob Du Dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen kannst.<br />
Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern &#8211; meinem und Deinem &#8211; leben kannst<br />
und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmondes rufst: &#8220;Ja!&#8221;<br />
Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wo Du lebst und wieviel Geld Du hast.<br />
Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung,<br />
erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für Deine Kinder getan werden muss.<br />
Es interessiert mich nicht, wer Du bist und wie Du hergekommen bist.<br />
Ich will wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.<br />
Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du gelernt hast.<br />
Ich will wissen, was Dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.<br />
Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gerne mit Dir zusammen bist.</p>
<p><a title="Oriah Mountain Dreamer" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oriah_Mountain_Dreamer" target="_blank"><em>Oriah Mountain Dreamer</em></a></p>
<p style="text-align: right;">(via <a title="Indianisches" href="http://floh82.twoday.net/stories/5828591/" target="_blank">Floh82</a>)</p>
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		<title>Geld &gt; Liebe</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2009/geld-liebe/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 10:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für immer die Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[1.FC Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Daum]]></category>
		<category><![CDATA[Kündigung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Treue ist ein leerer Wahn&#8221; &#8220;Und einer bleibt allein zurück&#8221; &#8220;Daum tauscht Geld gegen Liebe&#8221; Drei Beispiele aktueller Überschriften zum überraschenden Weggang Christoph Daums vom 1. FC Köln. Interessanterweise wird der Bruch zwischen Daum und dem FC wie das Ende einer Beziehung beschrieben. Das unvorhergesehene Ende einer großen Liebe hervorgerufen durch die Verlockung des Geldes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<a title="Welt Debatte" href="http://debatte.welt.de/kolumnen/11/abseits/133291/treue+ist+ein+leerer+wahn" target="_blank">Treue ist ein leerer Wahn</a>&#8221;</p>
<p>&#8220;<a title="Sueddeutsche" href="http://www.sueddeutsche.de/r5V38l/2916659/Und-einer-bleibt-allein-zurueck.html" target="_blank">Und einer bleibt allein zurück</a>&#8221;</p>
<p>&#8220;<a title="Berliner Morgenpost" href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/sport/article1104903/Daum_tauscht_Geld_gegen_Liebe.html" target="_blank">Daum tauscht Geld gegen Liebe</a>&#8221;</p>
<p>Drei Beispiele aktueller Überschriften zum überraschenden Weggang Christoph Daums vom 1. FC Köln. Interessanterweise wird der Bruch zwischen Daum und dem FC wie das Ende einer Beziehung beschrieben. Das unvorhergesehene Ende einer großen Liebe hervorgerufen durch die Verlockung des Geldes und des Erfolgs. Wären es nur die Kölner Medien, die derartige Formulierungen wählen, wäre es nichts besonderes, aber der Vergleich findet überregional statt.</p>
<p>Aus heiterem Himmel hat Christoph Daum die Verantwortlichen über das Ende der gemeinsamen Geschäftsbeziehung informiert. Mit einem einzigen Anruf hat er es geschafft die komplette Zukunftsplanung des Dream-Teams zu zerstören. Und während er sich nun voll und ganz seinen neuen, großen Aufgaben widmet, scheint es als würde er keinen Schulterblick zurück wagen. Der Verein, der ihm angeblich so am Herzen liegt / lag, geht ihm nun am Arsch vorbei.</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-1109"></span></p>
<p>Er hat damals™ dafür gesorgt, dass Lukas Podolski zum FC zurückkommt und den Verein zu einer riskanten Investition verleitet. Investitionen in eine gemeinsame Zukunft, die nun nicht mehr existent ist. Selbstverständlich hat der 1. FC Köln mit Poldi einen Spitzenspieler zurück, der dem Verein viel bringen wird; das ist alles andere als eine Fehlinvestition. Und dennoch hat die Sache einen bitteren Beigeschmack, denn Lukas Podolski ist nicht nur wegen Hennes und den Fans zurückgekommen sondern auch wegen Christoph Daum.</p>
<p>Der Ex-Trainer schaut derweil nach vorne und gibt der Presse zu verstehen, er habe ein &#8220;geordnetes Haus&#8221; zurückgelassen. Diese Einschätzung zeugt von fehlender Reflektion. Natürlich war das Haus unter seiner Mitwirkung geordnet, aber eine Kündigung lässt diese Ordnung doch sofort in Trümmer aufgehen. Für ihn war es wahrscheinlich eine längerfristig geplante Aktion. Daum konnte entsprechende Vorbereitungen treffen und hat jetzt nur noch lästigen Papierkram zu erledigen. Der zurückgelassene Verein wurde aber mit voller Breitseite erwischt und muss jetzt zusehen, wie alles wieder in die Bahn kommt.</p>
<p>Und warum?!? &#8211; Wegen einer Gehaltserhöhung, einem Karriereschub. Da stellt man sich doch zwangsläufig die Frage, ob die Liebesbekundungen zu dem Verein und der Stadt sowie alle Treueschwüre für die Zukunft nicht erstunken und erlogen waren. Ich meine, er hätte mit seinen 2,4 Millionen per anno sehr gut leben können und hätte auf eine Million mehr verzichten können, wenn es wirklich eine Herzensangelegenheit gewesen wäre. Aber offensichtlich leben wir in Zeiten, in denen Karriere, Erfolg und Geld blendende Substitute für persönliches Glück sind.</p>
<p>Ich danke Christoph Daum für seine Verdienste und wünsche dem FC aus tiefstem Herzen, dass er schnell wieder Ordnung geschaffen hat, um dann gestärkt in die kommende Saison starten zu können.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>zehnquadrat</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2009/zehnquadrat/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 07:48:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für immer die Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[100 Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Großmutter]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie hat beide Weltkriege miterlebt und überlebt. Sie hat mit ihrer Kraft dafür gesorgt, dass aus den Trümmern wieder die Blade City geworden ist. Sie hat unter Einsatz ihres Lebens sichergestellt, dass mein Vater und sein Bruder etwas zu Essen hatten. Sie war Bürgerin im Deutschen Reich, in der Deutschen Republik und der Bundesrepublik. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie hat beide Weltkriege miterlebt und überlebt. Sie hat mit ihrer Kraft dafür gesorgt, dass aus den Trümmern wieder die Blade City geworden ist. Sie hat unter Einsatz ihres Lebens sichergestellt, dass mein Vater und sein Bruder etwas zu Essen hatten. Sie war Bürgerin im Deutschen Reich, in der Deutschen Republik und der Bundesrepublik. Sie hat mit mehr inländischen Währungen gezahlt, als jeder andere, den ich kenne. Sie war dabei als Deutschland seine Grenzen erweitert hat und als es wieder kleiner wurde. Sie hat erlebt, wie Deutschland geteilt wurde und hat bei der Wiedervereinigung geweint.</p>
<p>Sie ist meine Großmutter und wird morgen 100 Jahre alt.</p>
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		<title>Offener Brief</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2009/offener-brief-3/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 11:35:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für immer die Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Beschwerde]]></category>
		<category><![CDATA[Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Solingen]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen &#38; Herren des Städtischen Klinikums Solingen, ich möchte mich für den gestrigen, freundlichen Empfang in Ihrer Notaufnahme bedanken. Ihre diensthabende Schwester hat keine Minute gezögert das Gespräch mit ihrer Kollegin zu unterbrechen, um für uns da zu sein. Gut, dass wir bereits eine Weile am Empfangsschalter standen, hat sie vielleicht nicht gesehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen &amp; Herren des Städtischen Klinikums Solingen,</p>
<p>ich möchte mich für den gestrigen, freundlichen Empfang in Ihrer Notaufnahme bedanken. Ihre diensthabende Schwester hat keine Minute gezögert das Gespräch mit ihrer Kollegin zu unterbrechen, um für uns da zu sein. Gut, dass wir bereits eine Weile am Empfangsschalter standen, hat sie vielleicht nicht gesehen und deshalb nicht von sich aus das Gespräch gesucht. Blutende Nasen, Tränen und ein Schockzustand sind ja auch recht unauffällig. Seelenruhig ließ sie sich den Grund unseres Erscheinens schildern und verwies uns auf die entsprechende Station. HNO sollte es sein. Ohne die Personalien aufzunehmen, aber mit dem Versprechen, uns auf der Station zu avisieren, ließ sie uns durch das halbe Krankenhaus ziehen.</p>
<p>Erst durch den langen Korridor und dann von U1 rauf ins achte Obergeschoss. Dort angekommen, ist mir ein Fauxpas unterlaufen, für den ich mich an dieser Stelle entschuldigen möchte. Ich erdreistete mich, die diensthabende Schwester ohne schriftliche Vorwarnung anzusprechen. Meine Schilderung der Situation und die Frage, ob der diensthabende Arzt von der Notaufnahme informiert worden sei, quittierte sie mit einem kurzen &amp; knappen: &#8220;<em>Der Doktor ist in der HNO-Ambulanz! Erdgeschoss!</em>&#8221; Freundlichkeit hätte an dieser Stelle auch nur wertvolle Zeit gekostet. Ein vorbildliches Verhalten in diesem Spiel um Leben und Tod. Respekt!</p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-956"></span></p>
<p>Per pedes zurück zum Aufzug und von dem achten Obergeschoss zurück nach unten. Erdgeschoss, so hieß das Ziel. Schnell war auch die HNO-Ambulanz gefunden und meine vor Schmerzen wimmernde Begleitung ergatterte sogar einen der raren Sitzplätze. Eine Krankenschwester war für die Ambulanz an diesem Tage nicht vorgesehen, erfuhr ich von den bereits wartenden Patienten, aber ich könnte sicher sein, dass wir als vierte dran wären. Alles der Reihe nach. Recht so! Deutsche Tugenden sollten auch nicht vor einem Krankenhaus halt machen. Erst recht nicht, wenn sie mit der Einsparung von Personalkosten einher geht. Da muss man dann als Patient auch mal zurückstecken. Wir alle wissen ja wie es ist: Menschen gibt es genug, aber das Geld ist immer knapp.</p>
<p>Ein Humanist, wie ich es bin, der obendrein noch rebellische Tendenzen hat, kommt in einer solchen Situation aber ein wenig ins Zweifeln. Ich dachte mir, Herr Schmidt, die freundliche Dame aus der Notaufnahme wollte euch ja avisieren, also frag den Arzt doch einfach mal, wenn er sich blicken lässt. Nach ca. fünf Minuten öffnete sich die Türe zum Behandlungsraum und noch bevor der werte Herr Doktor &#8220;<em>Der Nächste bitte!</em>&#8221; rufen konnte, stellte ich mich kurz vor und erkundigte mich ob der Vorankündigung. Ja, und das wird sie jetzt freuen, liebe Verantwortliche, trotz offensichtlichem Migrationshintergrund, hat ihr behandelnder Arzt die deutschen Tugenden mehr als verinnerlicht. &#8220;<em>Hier geht es der Reihe nach!</em>&#8221; so seine knappe Antwort. Sehen Sie mir bitte nach, dass ich in diesem Moment ein wenig die Contenance verloren habe. Ich stellte die Tugenden in Frage und schlug eine Behandlung nach Dringlichkeit vor. Weiterhin verwies ich auf das Häufchen Elend, welches meine Begleitung war. Er blickte in ihr schmerzerfülltes Gesicht und erklärte mir, dass eben auch jemand dagewesen sein, der sich die Seele aus dem Leib gekotzt hätte, und das so etwas ja wohl eine höhere Dringlichkeit gehabt hätte. Ach ja, ich schwelge auch gerne in der Vergangenheit, aber manchmal &#8211; gerade in der Notfallambulanz &#8211; sollte man aber doch eher im Hier und Jetzt sein. Hätten die anderen wartenden Patienten nicht von sich aus gesagt, dass sie uns vorlassen, würden wir wahrscheinlich heute noch im Warteraum sitzen.</p>
<p>Der werte Herr Doktor ließ meine Begleitung in den Behandlungsraum eintreten, befasste sich aber lieber weiter mit Grundsatzdiskussionen als mit der Patientin. Als ich ihn höflich fragte, ob er weiter diskutieren oder seinem Job nachgehen wolle, ließ mich wissen, meine Begleitung nur zu behandeln, wenn ich den Raum verlassen würde. Soweit ich informiert bin, ist die Verweigerung der Behandlung rechtswidrig. Sehen sie mir bitte nach, sehr geehrte Damen und Herren, dass ich gerade keinen entsprechenden Paragraphen zur Hand habe, aber ich bin mir sicher, mit dem entsprechenden Rechtsbeistand findet sich dieser sehr schnell. Jedenfalls handelte ich im Sinne der Patienten &#8211; einer musste das in diesem Krankenhaus ja machen &#8211; und verließ den Behandlungsraum. Vor der Tür konnte ich aber jedes gesprochene Wort zwischen dem HNO-Arzt und meiner Begleitung mitbekommen. Ob das im Sinne des Datenschutzes ist &#8230;ich bin mir nicht sicher. Sicher ist dagegen aber, dass der werte Herr Doktor sich zu Beginn mehrmals im Ton vergriff. Die Tatsache, dass er mit mir aneinandergeraten ist und sein gekränktes Ehrgefühl an meiner Begleitung ausließ, kann ich in keinster Weise tolerieren. Seien Sie sich sicher, dieses Schreiben ist nur der Anfang. Wir erwägen weitere Schritte gegen den diensthabenden Doktor.</p>
<p>Ich könnte jetzt noch mehr über den weiteren Verlauf des gestrigen Besuches, die fundamentale Bedeutung des 10-Euro-Scheins und Odysseen durch Ihr Gebäude berichten, aber das erzähle ich dann mal in Ruhe bei einer Tasse Kaffee. Zusammenfassend kann ich nur sagen, die Notaufnahme im Städtischen Klinikum Solingen, hat den Namen wohl deshalb, weil man sich eine derartige unmenschliche, patientferne Unorganisiertheit nur als Notlösung aufsuchen sollte.</p>
<p>Erschüttert,</p>
<p>Ihr Herr Schmidt</p>
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		<title>A Wannabe Robin Hood</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 08:57:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für immer die Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ist er wieder. Dieser Sohn einer lauen Sommernacht, in der sich volkswirtschaftliches Unverständnis und Volkshetze alkoholgeschwängert auf ein Tête-à-tête eingelassen haben. Dieser ungehobelte Egozentriker, der seine selbstverliebte Suche nach dem Scheinwerferlicht hinter mehrheitsfähigen Stammtisch-Parolen zu verstecken versucht. Dieser Rattenfänger von Hameln, der mit seiner Propaganda die kurzsichtigen und engstirnigen Sichtweisen der prozentual größten Wählergruppe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ist er wieder. Dieser Sohn einer lauen Sommernacht, in der sich volkswirtschaftliches Unverständnis und Volkshetze alkoholgeschwängert auf ein Tête-à-tête eingelassen haben. Dieser ungehobelte Egozentriker, der seine selbstverliebte Suche nach dem Scheinwerferlicht hinter mehrheitsfähigen Stammtisch-Parolen zu verstecken versucht. Dieser Rattenfänger von Hameln, der mit seiner Propaganda die kurzsichtigen und engstirnigen Sichtweisen der prozentual größten Wählergruppe perfekt bedient und die große Gerechtigkeit fordert. Gregor G., dieser halbseidende Möchtegern-Robin-Hood Deutschlands, nutzt die kritische Situation der deutschen Arbeitslosen, Harz-IV-Empfänger und Kleinstunternehmen und deren meist nicht-vorhandene Kenntnis bezüglich des komplexen Konstrukts Wirtschaft. Er prangert die Banken-Rettungspakete der Regierung in &#8211; beschönigt ausgedrückt &#8211; Halbwahrheiten an und fordert gleichzeitig den Einsatz einer ähnlich hohen Summe in die Erhöhung von Sozialhilfen und das Bildungssystem. Seine Darstellung wählt er bewußt so, dass der gemeine &#8220;Herr Klopotowski&#8221; aus Gelsenkirchen den Eindruck bekommt, die Regierung hätte mehrere Milliarden in Scheinen zu den Banken getragen, um deren Schulden zu begleichen. Die Wahrheit deklariert er zur Nebensache, denn er schiebt lieber die Besteuerung der Reichen hinterher. Gregor G. beschreibt eine Traumwelt, in der die arbeitstätigen Menschen, die durch harte Arbeit und innovative Ideen zu Wohlstand gekommen sind, bluten müssen, um das faule Prekariat in ihrer Untätigkeit zu bestätigen. Seine große, sozial(istisch)e Gleichstellung der Bundesbürger hört bei den Besserverdienern offensichtlich auf. Dabei gehört er selber dazu.</p>
<p>Selbstverständlich müssen wir die notwendigen Funktionen eines Sozialstaates sicherstellen und natürlich wären Mindestlöhne eine schicke Angelegenheit, aber die Art und Weise, wie Gregor G. diese Dinge fordert ohne realistische und durchführbare Finanzierungsmöglichkeiten aufzuzeigen, ist beängstigend. Dieser Mann ist ein Volksverhetzer, den ich an dieser Stelle gerne mit einem bekannten Propagandisten aus der unrühmlichen Vergangenheit unseres Landes vergleichen möchte, es aber aus Rücksicht auf die Gefahr einer Überarbeitung seiner Anwälte bezüglich einer Abmahnung meinerseits lieber lasse. Ich rufe auch nicht dazu auf, die Partei nicht zu wählen, denn das ist nicht meine Aufgabe. Viel mehr rufe ich dazu auf, sich mit den Parteien auseinander zu setzen und wählen zu gehen! Denn nur eine hohe Wahlbeteiligung hilft es, diesen Verein im Zaum zu halten.</p>
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		<title>Chinese Democracy &#8211; OUT NOW!!!</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 08:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für immer die Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Issstäbchen]]></category>
		<category><![CDATA[Silent Bob]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein Freunde, keine Champagnerdusche. Das Guns &#8216;n&#8217; Roses Album, das seit ungefähr 20 Jahren kurz vor der Veröffentlichung steht, ist damit nicht gemeint. Viel mehr geht es um die prae-olympisch-panischen Chinesen und ihre Internet-Zensur. Ja, und zu diesem Thema findet man mit Sicherheit 5 Billionen Blog-Posts, die sich allgemeingültig über diese Kastration der Meinungs- und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein Freunde, keine Champagnerdusche. Das Guns &#8216;n&#8217; Roses Album, das seit ungefähr 20 Jahren kurz vor der Veröffentlichung steht, ist damit nicht gemeint. Viel mehr geht es um die prae-olympisch-panischen Chinesen und ihre Internet-Zensur. Ja, und zu diesem Thema findet man mit Sicherheit 5 Billionen Blog-Posts, die sich allgemeingültig über diese Kastration der Meinungs- und Pressefreiheit auslassen. Grund genug für mich, da nichts in diese Richtung zu schreiben. Ich möchte auf einen speziellen Fall hinweisen, der mich und auch ein paar meiner Leser betrifft:</p>
<p>Das Blog Issstäbchen aus meiner Blogrolle wird seit Kurzem nicht mehr aktualisiert. Mein Sidekick im Exil, Silent Bob, der bis dato (un-)regelmäßig über seine Erlebnisse in Fernost berichtet hat, hat keine Möglichkeit mehr auf sein Blog zuzugreifen. Aber selbst wenn er es noch könnte, würde er es aus Gründen der Vorsicht nicht machen. Zu groß ist die Angst, dass die chinesische Regierung ein paar Beamte vorbei schickt&#8230;<br />
Wir müssen nun alle zusammen 18 Tage ohne Updates auskommen und einfach hoffen, dass es ihm gut geht.</p>
<p>Ja, und die Chinesen, die bekommen von mir jetzt mal ein liebevolles FCUK U, U LIL&#8217; B*S*A*D*!<br />
&#8230;und natürlich <a title="Free Tibet" href="http://www.free-tibet.info/" target="_blank">FREE TIBET</a>! Is&#8217; ja klar!</p>
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		<title>Die Elfe aus einer anderen Dimension</title>
		<link>http://www.herr-schmidt.de/2008/die-elfe-aus-einer-anderen-dimension/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 May 2008 18:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für immer die Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Der Junge mit den schwarzen Chucks]]></category>
		<category><![CDATA[Die Elfe aus einer anderen Dimension]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;schaute gedankenverloren zu ihrer rechten Seite und erzählte von ihrer bisherigen Reise und den Menschen, denen sie auf ihrem Wege begegnet war. Ihr Blick war dabei auf ein stählernes, mit feinsten Ornamenten verziertes Gitter-Tor fixiert und auf die Hütten, die dorthinter lagen. Der Junge mit den schwarzen Chucks, der bisher nur Augen und Ohren für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;schaute gedankenverloren zu ihrer rechten Seite und erzählte von ihrer bisherigen Reise und den Menschen, denen sie auf ihrem Wege begegnet war. Ihr Blick war dabei auf ein stählernes, mit feinsten Ornamenten verziertes Gitter-Tor fixiert und auf die Hütten, die dorthinter lagen. Der Junge mit den schwarzen Chucks, der bisher nur Augen und Ohren für die Elfe hatte, wandte seinen Blick nun, nachdem sie schon eine ganze Weile dorthin geschaut hatte, ebenfalls dem Tor zu.  Er erkannte hinter dem Tor eine lange gerade Strasse, die von unzähligen Hütten gesäumt war. Jede Einzelne sah so aus, wie ihre jeweiligen Nachbarn.</p>
<p>&#8220;Es hat den Anschein, als wäre es eine einzige Hütte, an deren linke und rechte Seite man jeweils einen Spiegel halten würde. So ähnlich sehen sie sich.&#8221; dachte der Junge und drehte seinen Kopf wieder in Richtung der Elfe.</p>
<p>Genau in diesem Moment löste auch sie sich von dem Tor und sah wieder in die Richtung des Jungen. Als sich ihre Blicke trafen, wurde alles um sie herum still und durch die Magie der Elfe verwandelten sich die grünen Augen des Jungen mit den schwarzen Chucks in pures Gold. Auch wenn dieser Moment nur für einen Augenblick verweilte, kam es den beiden Geschöpfen wie ein ganzes Leben vor.</p>
<p>Als die Geräusche der Umwelt  langsam wieder zu den beiden Wesen durchdrangen, machte sich ein zufriedenes Lächeln im Gesicht der Elfe aus einer anderen Dimension breit. Sie richtete ihren Blick wieder auf das Tor und sprach:</p>
<p>&#8220;So ein wichtiges Tor, mit einer so unwichtigen Welt dahinter!&#8221;</p>
<p>Der Junge lächelte auch und dachte sich, wie recht sie doch habe. Dann nahm er einen weiteren Schluck des süßen warmen Kräutertrunks und gab sich dem Abend diesseits des Tores voll und ganz hin.</p>
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		<title>Der Junge mit den schwarzen Chucks</title>
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		<pubDate>Wed, 14 May 2008 07:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für immer die Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Das Mädchen mit den roten Lackschuhen]]></category>
		<category><![CDATA[Der Junge mit den schwarzen Chucks]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;saß am Ende des großen Piers und ließ seine Beine baumeln. Sein Blick wanderte über das weite, offene Meer bis zum Horizont, wo die Sonne langsam versank. Er saß jetzt schon eine ganze Weile an dieser Stelle und dachte nach. Er dachte an das Mädchen mit den roten Lackschuhen, an die himmlische Botschafterin, an die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;saß am Ende des großen Piers und ließ seine Beine baumeln. Sein Blick wanderte über das weite, offene Meer bis zum Horizont, wo die Sonne langsam versank. Er saß jetzt schon eine ganze Weile an dieser Stelle und dachte nach. Er dachte an das Mädchen mit den roten Lackschuhen, an die himmlische Botschafterin, an die Elfe aus einer anderen Dimension, an den schweigenden Weltenbummler und auch an den Sonnenstrahl aus der Vergangenheit. Er dachte an all&#8217; diese Wesen und ihre Sorgen, Ängste und Träume. Der Junge mit den schwarzen Chucks fragte sich, ob er für jeden einzelnen das war, was er gerne für sie wäre. Er zermarterte sich seinen Wuschelkopf darüber, wie er ihnen helfen könnte und bemerkte dabei nicht, wie der Pier langsam hinter ihm zusammenbrach.</p>
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		<title>Das Mädchen mit den roten Lackschuhen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 07:11:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für immer die Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Das Mädchen mit den roten Lackschuhen]]></category>
		<category><![CDATA[Der Junge mit den schwarzen Chucks]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;war den ganzen langen Weg gerannt. Die Hände auf die Oberschenkel gestützt, blickte sie nun, nach Luft ringend, über ihre Schulter. Ihr Haar war vom Schweiß durchnässt. Sie hatte Seitenstechen und als sie keuchend an sich herab schaute, musste sie feststellen, dass ihre Hose und ihr Pullover zerrissen waren. Die Haut, die sie durch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;war den ganzen langen Weg gerannt. Die Hände auf die Oberschenkel gestützt, blickte sie nun, nach Luft ringend, über ihre Schulter. Ihr Haar war vom Schweiß durchnässt. Sie hatte Seitenstechen und als sie keuchend an sich herab schaute, musste sie feststellen, dass ihre Hose und ihr Pullover zerrissen waren. Die Haut, die sie durch die Löcher sehen konnte, war mit frischen, blutigen Kratzern übersät. Wieder warf das Mädchen einen panischen Blick über die Schulter, um sich dann aber doch wieder ihren Wunden zu zuwenden. Zu sehr war sie von ihnen überrascht. Sie konnte sich gar nicht daran erinnern unterwegs verletzt worden zu sein. Sie hatte sich nur auf das Rennen konzentriert. Schneller, immer schneller musste es gehen. Immer am Limit. So kann man in kurzer Zeit weit laufen aber eben nur für kurze Zeit. Und jetzt musste sie stehenbleiben. Durchatmen. Sie spürte, wie sie von dem, wo vor sie geflohen war, eingeholt wurde. Ein Gefühl, das ihr die Kehle zuschnürte. Hektisch fuhr ihr Blick nach vorne, dann langsam nach oben. Ein großer Berg und sie stand an seinem Fuße. Sie war erschöpft, verletzt, wollte am liebsten aufgeben.</p>
<p>Das Mädchen mit den roten Lackschuhen richtete den Blick gen Himmel. Ihre Augen wurden feucht, doch sie ließ keine Träne zu. Stattdessen ballte sie die Hände zu Fäusten und schaute erneut zu der felsigen Wand, die vor ihr lag. Zu ihrer Überraschung sah sie in das Gesicht eines Jungen.<br />
&#8220;Hey! Ich bin den gleichen  Weg entlang gerannt wie Du und ich kann Dir helfen diesen Berg zu überwinden.&#8221; sagte der Junge mit den schwarzen Chucks und streckte dem Mädchen seine Hand entgegen.<br />
&#8220;Das muss ich ganz alleine schaffen!&#8221; antwortete sie trotzig und kletterte auf den Vorsprung, auf dem der Junge stand.<br />
&#8220;Das waren damals auch meine Worte.&#8221; flüsterte dieser leise zu sich selbst während das Mädchen anfing den Berg zu erklimmen.<br />
Er schaute sie an und sprach mit ernstem Blick: &#8220;Du wirst diesen Berg alleine überwinden. Das weiß ich! Manchmal wird es aber Stellen geben, die Dich zweifeln lassen. Genau dann werde ich für Dich da sein. Ich werde nicht von Deiner Seite weichen!&#8221;<br />
Das Mädchen mit den roten Lackschuhen sah den Jungen mit den schwarzen Chucks mit funkelnden Augen an und lächelte.<br />
Dann begannen sie gemeinsam mit dem Aufstieg&#8230;</p>
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