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Der Junge mit den schwarzen Chucks

…saß am Ende des großen Piers und ließ seine Beine baumeln. Sein Blick wanderte über das weite, offene Meer bis zum Horizont, wo die Sonne langsam versank. Er saß jetzt schon eine ganze Weile an dieser Stelle und dachte nach. Er dachte an das Mädchen mit den roten Lackschuhen, an die himmlische Botschafterin, an die Elfe aus einer anderen Dimension, an den schweigenden Weltenbummler und auch an den Sonnenstrahl aus der Vergangenheit. Er dachte an all’ diese Wesen und ihre Sorgen, Ängste und Träume. Der Junge mit den schwarzen Chucks fragte sich, ob er für jeden einzelnen das war, was er gerne für sie wäre. Er zermarterte sich seinen Wuschelkopf darüber, wie er ihnen helfen könnte und bemerkte dabei nicht, wie der Pier langsam hinter ihm zusammenbrach.

Das Mädchen mit den roten Lackschuhen

…war den ganzen langen Weg gerannt. Die Hände auf die Oberschenkel gestützt, blickte sie nun, nach Luft ringend, über ihre Schulter. Ihr Haar war vom Schweiß durchnässt. Sie hatte Seitenstechen und als sie keuchend an sich herab schaute, musste sie feststellen, dass ihre Hose und ihr Pullover zerrissen waren. Die Haut, die sie durch die Löcher sehen konnte, war mit frischen, blutigen Kratzern übersät. Wieder warf das Mädchen einen panischen Blick über die Schulter, um sich dann aber doch wieder ihren Wunden zu zuwenden. Zu sehr war sie von ihnen überrascht. Sie konnte sich gar nicht daran erinnern unterwegs verletzt worden zu sein. Sie hatte sich nur auf das Rennen konzentriert. Schneller, immer schneller musste es gehen. Immer am Limit. So kann man in kurzer Zeit weit laufen aber eben nur für kurze Zeit. Und jetzt musste sie stehenbleiben. Durchatmen. Sie spürte, wie sie von dem, wo vor sie geflohen war, eingeholt wurde. Ein Gefühl, das ihr die Kehle zuschnürte. Hektisch fuhr ihr Blick nach vorne, dann langsam nach oben. Ein großer Berg und sie stand an seinem Fuße. Sie war erschöpft, verletzt, wollte am liebsten aufgeben.

Das Mädchen mit den roten Lackschuhen richtete den Blick gen Himmel. Ihre Augen wurden feucht, doch sie ließ keine Träne zu. Stattdessen ballte sie die Hände zu Fäusten und schaute erneut zu der felsigen Wand, die vor ihr lag. Zu ihrer Überraschung sah sie in das Gesicht eines Jungen.
“Hey! Ich bin den gleichen Weg entlang gerannt wie Du und ich kann Dir helfen diesen Berg zu überwinden.” sagte der Junge mit den schwarzen Chucks und streckte dem Mädchen seine Hand entgegen.
“Das muss ich ganz alleine schaffen!” antwortete sie trotzig und kletterte auf den Vorsprung, auf dem der Junge stand.
“Das waren damals auch meine Worte.” flüsterte dieser leise zu sich selbst während das Mädchen anfing den Berg zu erklimmen.
Er schaute sie an und sprach mit ernstem Blick: “Du wirst diesen Berg alleine überwinden. Das weiß ich! Manchmal wird es aber Stellen geben, die Dich zweifeln lassen. Genau dann werde ich für Dich da sein. Ich werde nicht von Deiner Seite weichen!”
Das Mädchen mit den roten Lackschuhen sah den Jungen mit den schwarzen Chucks mit funkelnden Augen an und lächelte.
Dann begannen sie gemeinsam mit dem Aufstieg…

Checkbox

Remember Me!

Könnte man dieses Häkchen doch nur bei Menschen setzen. Ein Klick und man würde nicht mehr in Vergessenheit geraten.
Aber was würde es nützen, wenn man das Password nicht kennt?!?

Edit: Andererseits wäre es genauso verlockend, könnte man dieses Häkchen entfernen. Oder besser entfernen lassen. Dann würde man sich nicht mehr erinnern müssen.

Free Burma


Free Burma!

via whudat.de



Headphones on I made my escape. I’m in a film of personal soundtrack. I’m leaving home and I’m never gonna come back
Art Brut

© 2012 Herr Schmidt | Dieses Blog basiert auf Wordpress und verwendet das Theme Modern Clix von Rodrigo Galindez. Lesespass bieten 628 Beiträge und 7775 Kommentare. champagnerdusche!


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