Herr Schmidt.

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Der Erdling kehrt zurück

…oder kehrte ich zum Erdling zurück?!? Völlig egal, eigentlich. Wichtig war nur: Wirtz spielten in Dortmund auf und dem Herrn Grob sein Bruder und ich hatten unsere Wanderrucksäcke gepackt und waren zu ihm gereist.

Ihr erinnert Euch alle natürlich mit Sicherheit noch an meine Konzertrezension aus dem letzten Jahr (schau mal hier) und die könnte ich jetzt fast 1:1 hier wieder hinschreiben. Aber eben nur fast, denn es war noch ein kleines Stückchen großartiger als in Köln. Zunächst haben mir zwar wieder die uninspirierten Krawallbrüder von Übergas die Vorfreude auf Wirtz verhagelt, aber danach ging es dann rund. Wie schon im Bürgerhaus Stollwerck, begann Daniel Wirtz mit „Im Freien Fall“ sein Konzert und konzentrierte sich erstmal auf die aktuelleren Songs. Etwas seltsam fand ich dabei, dass er kaum mit dem Publikum interagierte. Während er in Kölle ziemlich redselig war, reihte er in der Pottmetropole nahezu kommentarlos Song an Song.

Nach einer halben Stunde taute er aber auf und erzählte Anekdoten, die er seinerzeit in Dortmund erlebt hatte und wie grandios er es fände hier spielen zu dürfen. Spätestens jetzt wurde aus der Band auf der Bühne und den knapp 700 Besuchern eine Einheit. Und diese Symbiose entwickelte sich soweit, dass die Jungens gar nicht mehr aufhören wollten zu spielen. Nach der regulären Zugabe streunte Herr Wirtz zwischen seinen Bandkollegen hin und her, hielt Rücksprache mit den Leuten hinter der Bühne, kam zurück ans Mikro und verkündete, sie hätten sich gerade überlegt alle Songs der zwei Alben zu spielen. Zack! Nochmal drei Songs hinterher!

(Diese und weitere Fotos bei Flickr & ein Video gibt es hier)

Freunde, 2 Stunden und ein bisserl haben die Jungs auf der Bühne Gas gegeben. Sie haben gerockt, Party gemacht und die ruhigeren Töne angestimmt. Tja, und mit den letzten Zeilen des letzten Songs  haben sie es dann doch noch geschafft mir wieder feuchte Augen zu verschaffen. There’s a Leid that never goes out, anscheinend. Aber, hey, es beweist ja nur, wie awesome diese Band ist. Es war value for money und die Jungs stehen mal wieder auf Platz 1 der Konzertcharts. Bin mal gespannt, ob es jemand schaffen wird Wirtz und seinen Kollegen diesen Platz im Laufe des Jahres streitig zu machen…

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!

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(Eure Fragen an mich: springform.herr-schmidt.de)

4 Comments

  1. Jeder von uns hat wohl so ein spezielles Lied und wenn man ein Konzert mit dieser Mischung aus Glueckseligkeit und Melancholie verlaesst, dann hat der/die Kuenstler(in) auf der Buehne alles richtig gemacht.

  2. Das zu lesen tut mir weh. Sehr sogar.

  3. hola die waldfee – das hat gerockt. drei dinge:

    1. ich freu‘ mich direkt schon auf das angekündigte dritte album, auch wenn es extremst schwer werden wird, das niveau zu halten.

    2. das nächste konzert in meiner nähe ist ein autobooking.

    3. herr schmidt hat es wirklich geschafft 6min lang seine kamera über seinen kopf zu halten, um „scherben“ auf zu nehmen. ich bin zeuge.

  4. @ DerTim: Das hast Du sehr schön „gesagt“. Als Künstler ist es wichtig, finde ich, viele Emotionen wecken zu können. Tja, die Jungs wecken bei mir nahezu alle. Für mich persönlich eine sehr, sehr wichtige Band!

    @ der.grob: Das tut mir leid, werter Herr Grob. Aber dafür sind sie auf diesen ganzen, tollen Web2.0-Veranstaltungen in Berlin. Da wäre ich auch gerne dabei. ^^

    @ tohu: Auf das 3. Album bin ich auch mal gespannt. Wenn die Jungs es wirklich hinbekommen das Niveau zu halten (oder sogar zu steigern)… wow! Danke für das Lob bezüglich des Videos. (Man nennt mich auch „den Kameraturm“ he he). …aber…was ist denn dieses „Autobooking“?

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