Herr Schmidt.

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Dunst statt Rauch?

In Dortmund gibt es den BVB, die Meisterschale und mein inoffizielles Spiegelbild: den Kloppo! Da erzähle ich Euch ja nix Neues. Was aber vermutlich nur die Glimmstengellutscher, Shishanesen und Zigarreros unter Euch wissen: In Dortmund gibt es auch ein Mal im Jahr die Inter Tabac. Dabei handelt es sich um die weltweit größte Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf. Und genau da war einer meiner Kollegen. Aber statt von Messehallen voller Rauchschwaden, hustender Menschen und aufblitzenden Mini-Flammen zu berichten, waren es eher andere Dinge, die die Messe dominierten: Der aktuelle Trend geht zu rauchfreien Mentholzigaretten mit Einschaltknopf oder der E-Kippe. Die Luft soll da so rein gewesen sein, dass man wohl zum ersten Mal die Messe-Hostessen gesehen hat. Respekt!

Wie Ihr ja alle wisst, treibe ich mich beruflich da rum, wo andere ihre Freizeit verbringen: In Cafés, Restaurants, Kiosks Kiosken Kiosaken Büdchen, Kneipen & Trinkhallen. Alles Orte, die sich zwangsweise mit Rauchwaren und dem Schutz der Nichtraucher befassen müssen. Schon allein deshalb finde ich die genannten Messe-Trends spannend. Gibt es in Zukunft vielleicht doch wieder eine friedliche Koexistenz zwischen Raucher und Nichtraucher in der Eckkneipe nebenan?!? Werden bald die Mauern der Raucherräume eingerissen und sich wieder in die Arme gefallen?!?

Ich weiß ja nicht, ob Ihr Euch schon mal mit so einer elektrischen Zigarette auseinander gesetzt habt, aber ich finde dieses Thema recht spannend. Mich würde interessieren, wie Ihr zu diesem Thema steht? Was haltet Ihr von den E-Ziggis und deren Einfluss auf den Nichtraucherschutz in Ausgehlokalitäten?

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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5 Comments

  1. Herr Schmidt sie sprechen ein Thema an, dass mich (eigentlich ungewollt) in den letzten Wochen, ja gar Monaten, relativ häufig begleitet hat.
    Ein Freund aus dem Kölner Raum ist dem Genuss der elektrischen Glimmstängel (kurz: E-Zigarette) erlegen. Und als wäre das nicht schon genug hat er gleich einen weiteren Freund aus der Nähe von Mönchengladbach und erst am letzten WE einen dritten Freund aus Wesel angesteckt (man kommt ja schon rum in Deutschland). Die E-Zigarettenbranche sollte ihm einen Preis verleihen.

    Nun wie auch immer. Ich selbst saß nun häufiger beim grillen, bei einer Hochzeit, im Restaurant und sogar im Auto neben E-Zigarretten-Rauchern. Der Qualm ist nicht so beißend wie der Rauch herkömmlicher Zigaretten. Auch der Geruch fehlt wie mir andere Menschen berichteten, die eine bessere Nase haben als ich.

    Grundsätzlich sehe ich die E-Qualmerei also durchaus positiv. Die Langzweitwirkung ist noch nicht erforscht, daher sei natürlich auch Vorsicht geboten. Denn Giftstoffe sind trotzdem drin!

    Übrigens konnte der oben genannte Frau seinen Nikotinkonsum durch die E-Zigarette nachweislich senken.

  2. Herr Schmidt

    19. September 2012 at 16:38

    @ Floh82: „der oben genannte Frau“ …. im Raum Köln nichts Ungewöhnliches. 😉
    Aber zurück zum Thema: Würde Dich der Konsum von E-Zigaretten an den Nachbartischen stören, während Du gerade einen Teller Pasta genießt? …oder würde der Dunst der E-Kippe vielleicht sogar in entsprechenden Pubs wieder für mehr Atmosphäre sorgen?!? (Früher: Whiskey & Zigarre im Pub… DAS war noch Leben!)

  3. Wie die Frau dahin kommt ist mir jetzt ein Rätsel. Aber er trägt die Haare lang…vielleicht lags daran.

    Beim Essen würde mich der Dunst wahrscheinlich schon stören, weil ich es eigentlich nicht mag wenn beim Essen geraucht wird. Das hat für mich aber eher etwas mit Höflichkeit zu tun (den „Spießer“ nehme ich gerne).

    In Pubs (im Ruhrgebiet auch gerne die Eckkneipe) gehört der Rauch schon irgendwie dazu oder nicht? Besonders bei dem von dir genannten Beispiel. Whiskey und Zigarre….wir werden zu alt Herr Schmidt…obwohl gerade im Alter?!?!

  4. Ach ja, wieder einmal haben die Süchtigen eine Ausrede gefunden, ihrer Sucht nachzugehen. Für mich ist die E-Zigarette nichts anderes als eine Verlagerung des eigentlichen Problems. Die Raucher führen ihre üblichen Argumente an (Umwelt, könnte jederzeit aufhören wenn ich wollte, Steuerzahler, Arbeitsplatzbeschaffer, soziales Wesen, schmeckt einfach, Ersparnis durch frühen Tod *hahaha*, Kaffee und Zigaretten gehören zusammen, usw. blablabla) und verdrängen dabei gern, dass sie den Nichtrauchern durch ihr asoziales Verhalten an jeder Ecke schlichtweg so derbe auf den Senkel gehen, dass es nur der immensen Selbstbeherrschung der Unsüchtigen zu verdanken ist, dass Raucher nicht an jeder Straßenecke tot am Lampenmast hängen.

    Die E-Zigarette ist für viel meine Bekannten der erneute Einstieg ins Rauchen geworden. Und für die Raucher ein weiterer Grund, noch mehr zu rauchen. Weil ja umweltfreundlich, unschädlich usw. Abgesehen davon ist, analog zu den Shishaisten, der Experimentierfreude jedes Tor geöffnet, was wiederum zur Negation aller obigen Argumente führt.

    Meinetwegen können alle Raucher ins Raucherland abwandern. Dann würde der Seitenstreifen der Autobahn auf meinem Arbeitsweg weniger häufig brennen, mir nicht ständig irgendwelche glühenden Kippen gegen die Windschutzscheibe klatschen und die Bushaltestellen und Bahnhöfe nicht so asozial verdreckt aussehen, wie sie es jetzt sind. Obwohl angeblich kein Raucher Dreck macht. Belügen können sie nämlich auch sehr gut. Am besten aber immer noch sich selbst.

    Los, zerfleischt mich! 🙂

  5. Also für mich sind Elektrozigaretten ja mehr so die Liegefahrräder unter den Rauchwaren.

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