Herr Schmidt.

celebrating the irony since 1982

Ein wirklich, wirklich guter Tag #2

Unbedingt vorher lesen: Ein wirklich, wirklich guter Tag #1

Mittwochs hatte mich Lisa überraschend angerufen und angefragt, ob ich freitags mit ihr und ihrer Cousine feiern gehen wolle. Sie sei dieses Wochenende in der Stadt und Lisa würde ihr das Nachtleben zeigen wollen. Ja, und da das zu zweit nur halb so lustig sei, suche sie Begleitungen. Im Idealfall unterhaltsam und männlich. Beides Attribute, unter deren Definition mein Foto im Wörterbuch zu finden ist – wisst Ihr ja. Aber dennoch machte mich das irgendwie stutzig. Immerhin war die letzte spontane Club-Anfrage einer Frau auf eine Gay & Friends-Party hinausgelaufen (remember?!?). Euer Herr Schmidt, a.k.a. Mutter der Porzellankiste, fragte also mal lieber nach ein paar weiterführenden Details. Lisa, die damit gerechnet zu haben schien, versorgte mich mit folgenden Informationen: Ihre Cousine hieß Rebecca und war in einem Alter, das in einer Region lag, in der ich mich zwar nicht strafbar machen würde aber dennoch gewisse Gewissenskonflikte haben würde. (Vielleicht.) Abschließend verkündete Lisa, um die Wirkung wissend, den Satz „Sie ist sexy!“. (Vielleicht aber auch nicht.)

Frisch geduscht aber immer noch nicht rasiert holte ich meinen Cousin ab, den ich mit dem gleichen Satz davon überzeugen konnte mitzukommen, der mir mittwochs die Entscheidung so leicht gemacht hatte. Die Absurdität gerade meinen Cousin mit zu bringen ist mir natürlich von Anfang an bewusst gewesen, aber Lisa hatte nach unterhaltsamen Männern gefragt, und was gibt es unterhaltsameres als einen Schmidt?!? – Richtig, zwei Schmidts! Ergo hatte ich ja überhaupt keine andere Wahl. Außerdem wandelet er schon mehr als ein Jahr länger als ich mit dem „Schmidt’schen Gewissen“ auf Urknalls Erden herum und würde mir schon allein deshalb nicht in die Parade fahren. Also, falls…

Nachdem ein kleiner, unbedeutender Denkanstoß meinerseits bezüglich seiner Schuhauswahl dazu geführt hatte, dass mein Cousin sein komplettes Outfit wechseln musste, konnten wir dann auch endlich, mit einer halben Stunde Verspätung, zu den Damen fahren. Diese öffneten uns ihrerseits unfertig und nur 3/4-bekleidet die Türe. (Damn! Wären wir doch bloß pünktlich gewesen.) Aber ob nun vollständig gestylt oder noch 25% davon entfernt, Lisa hatte bezüglich ihrer Cousine nicht gelogen. Die internen Punktrichter gaben ihr 9 von 10 Punkten.

Während sich die Damen zu Ende aufhübschten, wurden wir mit Bier Bitburger abgelenkt. Nach einem Halbliter-Gebinde hatten die Damen ihren Schlachtplan aber bereits abgesprochen ihr Werk schon vollbracht und gesellten sich zu uns. Es begann das übliche Vorglüh-Geplänkel, bei dem ich besonderen Wert darauf legte Rebecca meine Aufmerksamkeit zu schenken. Immerhin war sie ja alleine in einer fremden Stadt und kannte ja außer…. Ach, den Unsinn mit dem Gentlemangehabe glaubt mir eh keiner. Ihr wisst doch schon längst bescheid.

Zwei Flaschen Weißwein später waren wir dann im Club und tauschten die interessanten Gespräche gegen den Dancefloor (sagt man heute so, oder?!?) ein. Kaum hatte Rebecca einen Schuh auf eben diesen gesetzt, fing ihr Körper an mich mit perfekt inszenierten, rythmischen Bewegungen zu hypnotisieren. Ich wiederum hielt mir repetitiv ihr Alter vor Augen. Mein Mantra für diesen Abend war also gefunden, doch…

(Moment. Telefon.)

(Meine Mutter…)

(…kleinen Augenblick noch.)

(Ja…mhm…stimmt schon.)

(Okay, mein Vater möchte mich auch noch sprechen.)

(Sekunde.)

(Alright!)

So, wo war ich?!? Jedenfalls war ich mir an diesem Morgen, um kurz nach 6:00 Uhr, als ich die Bäckerei mit einem Stuten verließ, um mich in mein Cabrio zu setzen und nach Hause ins Bett zu fahren, sicher, dass dieser Freitag ein wirklich, wirklich guter Tag war.

(…und wieso werde ich das Gefühl nicht los, hier irgendwas vergessen zu haben. Seltsam.)

17 Comments

  1. äh, ein kleiner fehler smithy:
    „Jedenfalls war ich mir an diesem Morgen, um kurz nach 6:00 Uhr, als ich die Bäckerei mit einem Stuten verließ, um mich in mein Cabrio zu setzen und nach Hause ins Bett zu fahren, sicher, dass dieser Freitag ein wirklich, wirklich guter Tag war.“

    das muss so heißen:
    „Jedenfalls war ich mir an diesem Morgen, um kurz nach 6 Uhr, als ich den Club mit der heißen Stute verließ, um mich gemeinsam mit ihr in mein Cabrio zu setzen um sie endlich in mein Bett zu kriegen, sicher, daß dieser Freitag ein wirklich, wirklich guter Tag war. Ich bin halt ein Pferdeflüsterer…“ :mrgreen:

    So, hört sich das doch noch vieeeel interessanter an. Aber hast recht, glaubt Dir eh keiner…. LOL 😎

  2. Ja, da fehlt etwas Herr Schmidt:

    Wie schaffen es Ihre Eltern Sie im Club anzurufen und das auch noch bis 6 Uhr morgens?
    Und was haben Sie gesagt?
    Und wie schmeckte der Stuten oder die Stute?
    Und heißt es eigentlich der der oder die Stute aus der Bäckerei?
    Und bestehen 2 Schmidt’s gegen Schmidt und Feuerstein?
    Und … äh… Vergessen

  3. Du fährst mit deinem Cabrio in’s Bett?? Steht dein Bett in der Garage??? Ich bin verwirrt…

  4. „17 Jahr, blondes Haar so stand sie vor mir…..“
    Was mich ja viel brennender interessiert: Was ist eigentlich mit Lisa und dem größeren (natürlich rein auf das Alter bezogen) Schmidt passiert?

  5. Smithers, Sie wissen doch: geteilt durch zwei minus sieben! Und felxibel sollte man ja ohnehin sein.
    (Außer bei Bitburger und Weiß(???)wein!)

  6. Seien Sie unbesorgt, werter Herr Schmidt,

    ab einem gewissen Alter ist vergessen ganz normal.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  7. Okay, dann ist hiermit das Verhör eröffnet:

    Wenn Sie, wie Sie in Ihrem Blog anführen, um kurz nach 6 Uhr morgens die Bäckerei verließen, wo waren Sie dann zwischen 06:05 Uhr morgens und 9:16 Uhr ABENDS (PM), wie es Ihr Twitter Account anzeigt? Gehe ich davon aus, dass es 9:16 AM war, stellt sich noch immer die Frage, warum sich Ihr Bett 3 Stunden und damit ca. 300 km von der Bäckerei entfernt befindet!

    Ich werde in diesem Zusammenhang ebenfalls überprüfen, in welcher Entfernung sich der Ort Kleve aus dem vorigen Beitrag befindet und ob da eventuell ein Zusammenhang besteht!

    Oder war es wirklich 9:16 PM und Sie befanden sich in den dazwischen liegenden 16 Stunden in Untersuchungshaft (ich verweise auf die Vermutung einer eventuellen Minderjährigkeit Ihrer „Partnerin“)??? Fragen über Fragen! 😀

    PS: Aufgrund verstärker privater Korrenspondez mit den Anwälten der „Gegenseite“ gleitet meine Schreibweise offensichlich langsam ins Juristenjargon ab!

    PPS: @MC Winkel: ich hab’s gegoogelt, finde aber keine Erklärung zu „geteilt durch 2 minus 7. Bitte um Aufklärung!

  8. und ich habe freitag schach gegen den computer gespielt – toll.

  9. Ach Mist! Dann gehe ich eben wieder Ziegen melken…

  10. @ Pssst!: Ähm…also das ist alles wirklich so passiert. Hand auf’s Herz. Ich meinte nur, dass man mir das mit der väterlichen Fürsorglichkeit bei der Cousine an diesem Abend nicht glauben wird. Hab‘ deshalb auch mal was hinzugefügt.

    @ der Kaiser: 1.) Das Zauberwort heißt Mobiltelefon. Aber sie haben ja während des Beitrags und nicht im Club angerufen.
    2.) Hey Mom. Mhm. Ja. Nein. Nein. Mhm. *gähn* Klar. Okay. Mhm. Ciao. Hey Dad. Mhm. Mhm. Nein. Okay. Ciao.
    3.) Sehr lecker, weil der Stuten da noch frisch gebacken wird. Meist werden ja nur irgendwelche Brote aufgebacken. Bäh.
    4.) Sie mögen sehr gerne Pferde, oder?!? ^
    5.) Schwierig. Sie bestehen aber definitiv gegen Schmidt und Pocher.

    @ Sabine: Na gut, Dir kann ich es ja sagen: Eigentlich schlafe ich in meinem Auto.

    @ Floh82: Sie war definitiv älter als 17! ts ts ts
    Mit Lisa und meinem Cousin ist folgendes… (Wer ruft denn um die Zeit an?!?)

    @ MC Winkel: Also Weißwein geht schon, aber bei Bitburger sind wir uns einig. Aber was zum Henker soll ich teilen? Das Körpergewicht?

    @ Erdge Schoss: Da bin ich jetzt aber beruhigt, werter Herr Schoss. Für einen kurzen Momen dachte ich schon, man hätte mir Irgendwelches Zeugs in mein Bier getan.

    @ singhiozzo: Einspruch! Wo genau steht 9:16 PM? Ihre Anklage beruht ja einzig und allein auf Vermutungen. Mal abgesehen davon würde ich für ein gutes Brot auch durchaus 300 km weit fahren. Eine U-Haft kann auch ausgeschlossen werden, da ich ja bereits geschrieben hatte, dass ich mich nicht strafbar machen würde. Wo bleiben also Ihre Beweise, werter Herr Singhiozzo?

    @ der.grob: Haben Sie denn wenigstens gewonnen, werter Herr Grob?

    @ Johanna: Die sehen aber auch ziemlich voll aus. Die eine platzt gleich, befürchte ich. ^^

  11. Passt denn dein neuer Esstisch auch in’s Vehikel?

  12. gewonnen, gegen den computer? dass ich nicht lache. gegen den kann ich ja noch nicht einmal schummeln.

  13. Moment, Herr Schmidt, so schnell können Sie aber die Träume all der Ladies hier nicht wieder zunichte machen, Sie Wüstling, Sie. Johanna, warten Sie, ich komme mit zu den Ziegen.

    Herzlich und in Gummistiefeln davon stapfend
    Ihre FrauvonWelt

  14. @ Sabine: Es ist ein sehr, sehr kleiner Esstisch, muss ich zugeben.

    @ der.grob: Dann spielen Sie doch einfach mal Verstecken gegen den Computer, werter Herr Grob. Da haben Sie mit Sicherheit bessere Chancen.

    @ FrauvonWelt: Aber ich habe doch keine Träume zerstört, liebe Frau von Welt. Seit wann zerstört Stuten denn Frauenträume?

  15. „gegen den Dancefloor“ – das darf man nicht sagen! das ist total teeniehaft! dass du dich immer so anpassen musst, mensch.

  16. Smithers???
    So ist das also…

  17. Ja, wissen Sie das etwa nicht, Herr Schmidt, Sie Ahnungsloser?

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

© 2021 Herr Schmidt.

Theme by Anders NorenUp ↑