Herr Schmidt.

celebrating the irony since 1982

Gestern haben wir gelesen

Es war eine Premiere, ein ‚first‘, ein erstes Mal. Mein erstes Mal, um genau zu sein. Gestern war meine erste Bloglesung. Unter dem Motto „Gestern haben wir getanzt, heute wird gelesen“ haben sich der einzigartige Herr Grob und der fantastische Herr Schoss meiner angenommen und zusammen haben wir die Bühne des Kölner „Blue Shell“ gerockt.

Durch einen Druckfehler hatte die Werbeabteilung der Location unser Event für 21:00 Uhr beworben, während wir unsere Plakate und Flyer mit 20:30 Uhr bedruckt hatten. Es kann halt nicht immer alles perfekt ablaufen. Das wäre ja auch irgendwie langweilig. Aufgrund dieses Umstands begann die Lesung jedenfalls gegen 20:45 Uhr mit dem meisterhaften Geschichtenerzähler von Tod eines zu Mittag speisenden. Herr Grob erzählte den gut 40 Zuschauern unter anderem von dem Jungen mit den Hodenohren, Sugar und Steven Seagal. Eine unwiderstehliche Mischung, die dazu führte, dass ihm das Publikum sofort zu Füßen lag. Freunde, ich sag’s Euch, bisher dachte ich, man könnte ein Event nicht besser eröffnen als so, doch seit gestern weiß ich, Herr Grob kann es!

Nach einer kurzen Umbaupause und Soundcheck betrat der sympathischste aller Hausbewohner aus dem Erdgeschoss rechts die Bühne und berichtete aus seinem Leben. Da ging es um Altöl, Handwerker und natürlich die lieben Nachbarn und ihre Geschäftsidee. Gebannt lauschten die Anwesenden den rhetorischen Meisterwerken des Herrn Schoss und tauchten tief in seine Welt ein. Ja, und als er unter tosendem Applaus die Bühne verließ, da kam es allen so vor, als würden sie Fiedler, Goncorek, Eva und Baptiste genauso gut und lange kennen, wie es Herr Schoss tut.

Nach diesen zwei Hochkarätern unter den Internetschreibern hieß es dann für mich „Ran ans Werk“! Ich müsste lügen, würde ich behaupten, mir sei der Arsch in diesem Moment nicht auf Grundeis gelaufen. Freunde, ich hatte einen Puls, der jedes Meßgerät in die Knie gezwungen hätte. Ja, und hätte mir jemand gesagt, dass diese Taktfrequenz an diesem Abend noch einmal getoppt werden würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Wie dem auch sei. Ich nahm meinen Platz auf dem Barhocker ein und versuchte trotz Blackouts meine einleitenden Worte zu finden und begann daraufhin mit einer unglaublichen Geschichte, die sich tatsächlich so ereignet hatte. Danach blieb‘ ich zwar der Autothematik treu, entfernte mich aber vom Humor und wandte mich einer ernsteren Thematik zu, um danach dann von meinem ersten Urlaubsflirt zu berichten. Es folgte ein eher nachdenklich machendes Gleichnis bevor ich mich von meinem zurückliegenden Partyleben beichtete und die Lesung mit Rock ’n‘ Roll ausklingen ließ.

Es war ein gelungener Abend und ich möchte mich bei allen Gästen für ihre Anwesenheit bedanken. Selbstverständlich gilt mein Dank auch kleiner.mops, die mir samstags beim Verteilen der Flyer geholfen hat und last but not least meinen beiden wunderbaren Mitstreitern Herrn Grob und Herrn Schoss. Ich hätte mir keine bessere Gesellschaft für meine erste Lesung vorstellen können. Danke Euch!

[Die komplette Set-List, Fotos und (mindestens) ein Video werden folgen! Zunächst müssen wir Kontakt zu den Paparazzi aufnehmen und die Fotos sichten.]

17 Comments

  1. Die Ehre ist ganz auf meiner Seite, Sie Unfassbarer! Ich muss nur die Augen schließen, schon sehe ich berstende Waschbecken und splitternde Sanitärwände … sagenhaft!

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  2. Mir gefiel die Geschichte um das Mädchen mit den roten Lackschuhen am besten.
    🙂

  3. nur keine falsche bescheidenheit, lieber herr schmidt!

    ich freue mich auf berichte, fotos, videos und die nächste gala!

  4. ah, jetzt merke ich es erst – du warst der headliner? 😀

  5. Ouha, da kommen alte Erinnerungen an meine erste Lesung durch. War auch zutiefst nervös, nach dem ersten Lacher dann aber die Ruhe selbst. Und da merkte ich: DAS will ich. Irgendwie.

    Bin nach wie vor gespannt auf Bilder/Film!

  6. Und auch hier nochmal:

    War super!!! Und eine tolle Leistung der „Vorleser“. Und bei diversen Geschichten musste ich schmunzeln und mich schütteln…einige Dinge nach so vielen Jahren vorgelesen zu bekommen….bbbbrrrrr 😉

  7. Also dafür, dass du (angeblich) aufgeregt gewesen sein willst, hast du die ganze Sache aber äusserst souverän gemeistert!! Mir ist es nämlich nicht aufgefallen. Am Ende deiner Lesung hatte ich allerdings den Eindruck, du warst etwas…hm…unzufrieden (?) mit dir. Aber ich hoffe da habe ich mich völlig getäuscht, denn dazu hätte absolut kein Grund bestanden! Du warst toll Jung! Neben den beiden Rhetorik-Meistern gut auszusehen wäre ja schon eine bemerkenswerte Leistung, aber du warst ebenbürtig! 🙂

    Aber meine Fliese will ich trotzdem! 😉

  8. Oh Herr Schmidt, dann können Sie nun aber versammt stolz auf sich sein. Sie sind wohl eine richtige Rampensau, was? Schade, dass ich diesem denkwürdigen Ereignis nicht teilnehmen konnte und so freue ich mich unbändig auf die Fotos und Videomitschnitte. Lassen Sie uns nur nicht so lange warten.

    Ihre Frau Ährenwort

  9. wie sehr ich mich bei all den tollen berichten darüber ärgere nicht dabei gewesen zu sein muss ich wohl kaum bemerken, oder? naja, woran es gelegen hat weisst du ja…

  10. @ Erdge Schoss: Vielleicht, werter Herr Schoss, sollte ich das nächste Mal im Blaumann die Bühne betreten…^^

    @ Meise: Das freut mich sehr. Es handelt sich dabei auch um eine Geschichte, die mir viel bedeutet.

    @ zoee: Fotos werden folgen. Vielleicht bekomme ich heute Abend die Schnappschüsse des einzigartigen Paparazzo Herr N., dann sind sie (hoffentlich) morgen online.

    @ zoee 2: Ich war der Rauswerfer! Der Rauswerfer nicht der Headliner! 😉

    @ MC Winkel: Das beruhigt mich, dass auch Du nervös warst! Ich bin von auch mal auf das Video gespannt. Hab‘ bisher noch nicht reinschauen können…

    @ Floh82: Ja, kann ich mir denken! Du hattest ja auch den Vorteil(?) die alten Geschichten miterlebt zu haben. 😉

    @ Sabine: Danke für dieses Lob! Ich werd‘ direkt wieder rot. ^^
    Mag sein, dass ich diesen Eindruck vermittelt habe. Ich bin aber sehr zufrieden mit mir UND dem ganzen Abend! Ich hätte mir wirklich keine bessere erste Lesung vorstellen können!
    …und die Fliese bekommst Du! Wirklich!

    @ Frau Ährenwort: Ich versuche das Bildmaterial so schnell wie möglich zu organisieren, liebe Frau Ährenwort. Dann können Sie sich ein Bild davon machen, wie das vorgestern so ungefähr war. Selbstverständlich kommt aber kein Foto und kein Video an das Live-Erlebnis heran. Aber, wer weiß, vielleicht gehen Herr Schoss, Herr Grob und ich ja auf große Deutschland-Tour….^^

    @ Maak: Ich habe da so die Vermutung, dass Dein Sonntag auch ohne Lesung nicht soooo schlecht war! 😉

  11. @ Herr Schmidt: Dann ist’s ja gut! 🙂 Was sich jetzt direkt auf deine Zufriedenheit UND die Fliese bezieht!

    @ Floh82: Wir zwei sind aber auch Döspaddel! Da hatten wir am Sonntag die perfekte Gelegenheit zu einem konspirativen Treffen unter dem Deckmantel der Lesung um unsere Verschwörungstheorie (du erinnerst dich?) zu vertiefen und wir haben es komplett verbaselt! Sowas! Ich hab ja immerhin noch die Ausrede, dass mir der angenehme Geruch des Fensterbesuchers die Sinne geraubt hat… 😉

  12. Sehr schön haben Sie Drei das gemacht. Hat mir gefallen. Besser als manch andere Lesung mit vermeintlichen Berühmtheiten.

    Die Location hat mich heftigst an wilde Jugendtage erinnert, als Chucks das erste Mal in meinem Leben modern waren.

    Weiter so!

  13. @Sabine:
    Ach Verschwörungstheorien….ich hab da durchaus dran gedacht. Nur sind Verschwörungstheorien ja eher was für dunkle Ecken in Bars mit Ledersofas und rauchigem Ambiente 😉
    Im Ernst ich war eh erst damit beschäftigt herauszufinden wer wer ist und als ich dann erfuhr wer kleiner.mops ist war ich erstmal wie vor den Kopf gestossen, da konnte ich mich ja nicht mit Familie Olsen beschäftigen 😉

  14. @ Floh82: Ok, im weitesten Sinne war es ja eine Bar und dunkel war es auch irgendwie, jedenfalls ein bisschen! Die Stühle…gut, mir wäre ein Ledersofa auch lieber gewesen, aber wieso um himmelswillen warst du von der „Identität“ von kleiner.mops wie vor den Kopf gestossen?
    Neeee, is klar, mit uns braucht man sich auch nicht beschäftigen! Pffffffffffffff! 😉

  15. @Floh82: HA-HA! Da springt das Möpschen hinter seinem schwarz-violetten Cape hervor und überhoppelt die anwesende Zuhörerschaft. Genau so hatte ich mir das vorgestellt! Nicht vergessen: Auf der dunklen Seite haben wir Schokokekse:-D

  16. Und dann kommen Sie natürlich auch in der Weltmetropole Bielefeld vorbei, nicht wahr?

  17. herr schmidt, ich bin untröstlich, aber ich hatte seit 14 tagen kein internet mehr und das nur „die hölle“ zu nennen, wäre die untertreibung des jahres. jetzt bin ich seit 10 minuten wieder im internet und les als eine der allerersten sachen, daß ich deine lesung verpasst hab.
    lang lebe das internet!
    verflucht sei die abhängigkeit davon!

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