Herr Schmidt.

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Hell Of A Night #1 – Kloppo

Es gibt Abende die beginnen so gut, dass man sofort weiß, ihnen folgen Nächte, die unvergesslich bleiben. So etwas kann man nicht provozieren, nicht heraufbeschwören und erst recht nicht planen. Solche Nächte passieren. Sie halten für ein paar Sekunden an deiner Haltestelle an und geben dir die Chance einzusteigen. Löst du dein Ticket und fährst mit wird es episch, bleibst du im Schutz des Haltepunktes stehen, kannst du einen weiteren Strich in der Spalte „verpasste Chancen“ machen.

Aber was war da denn jetzt überhaupt los, Herr Schmidt?„- 2 fünfundzwanzigste Gebutstage, 2 Städte, 2 mal 2 Stunden Schlaf und 2,0 Promille (gefühlt).

Jens, ein ehemaliger Kommilitone von mir, ist ein Mann, der keine halben Sachen macht. Wenn er feiert, dann feiert er standesgemäß. Und, leck mich am Arsch, „standesgemäß“ ist seit Samstagabend neu definiert. Die Location war eine alte, komplett renovierte Scheune mit Kamin, Zapfanlage, Dancefloor, DJ und allem Schnickes, den man für eine ordentliche Partey(!) braucht. Dort ließ er ein Buffet mit allen erdenklichen Leckereien aus Omas Garten und den internationalen Küchen auftischen, welches allerdings durch das exklusive Grillgut zu einem Schattendasein verdammt wurde: Es gab nicht einfach nur Würstchen und Steaks, nein, nicht bei Jens. Der gute Mann hatte ein familienseitig selbstgezüchtetes Lamm schlachten und in handliche, grillbare Portionen teilen lassen. Freunde, ich sag’s Euch, so ein gutes Lammfleisch findet man in keinem bezahlbaren Restaurant!

Neben den Köstlichkeiten auf den Tischen, gab es auch Leckereien dahinter: Jens hatte zwei nette Damen hinter die Theke und vor den Zapfhahn gestellt, die mit charmantem Lächeln Flüssigbrotschorlen unters feiernde Volk schleuderten. Ihr wisst ja, ich habe mit Thekenpersonal schlechte Erfahrungen gemacht, aber hier gab es ja keine Deckel, von daher…

Ich ging also mit leerem Glas und vollem Haar zu den beiden Schankanlagenpilotinnen und bat um einen liebevollen Refill. Es wurde übrigens Stauder ausgeschenkt. Ist kein Jever aber trotzdem deliziös – das nur so am Rande. Während also die brünett gelockte Aimée eine preisverdächtige Krone auf mein Pils zauberte, kam ich mit der blonden Marie ins Gespräch. Ich muss zugeben, andersherum wäre es mir noch lieber gewesen, aber man will ja auch nicht zu wählerisch sein, nicht wahr?!?

Marie: „Weißt Du an wen Du mich erinnerst?
Ich: „Hmm, im Idealfall an Kurt Cobain. Vermutlich aber eher an Jon Bon Jovi oder Chad Kroeger.
Marie: „Nöö.
Ich: „An wen denn dann? Sag‘ mal!
Marie: „Ich finde, Du siehst aus wie Jürgen Klopp.
PWNED!

Sie meinte es durchaus positiv, ja schien sogar ein klitzekleines Bisschen in Kloppo verliebt zu sein, und auch wenn ich Rollenspielen grundsätzlich nicht abgeneigt bin, mal ehrlich, ich in ’nem Dortmund-Trikot?!? – Unvorstellbar.

[Fortsetzung folgt…]

11 Comments

  1. und später kam dann noch das geständnis, dass sie nicht nur gerne skat klopft, sondern auch im bett auf gekloppe steht?

  2. Sie können froh sein, Herr Schmidt. Ich erinnere die Frauen immer nur an van Gaal. Und das ist ja mal richtig doof.

  3. Lass mich raten:
    Ihr habt die Nacht in BVB-Bettwäsche verbracht, sie hat dir die ganze Zeit „Mach mir den Kloppo du Stier“ ins Ohr gesäuselt und am nächsten Tag hast du dir vorgenommen schwarz-gelb zu wählen?

    Oder war es gar andersrum und sie schläft jetzt in rot-weißer Bettwäsche, hat ein Bild vom Dom an der Wand und määääääääckert beim Liebesspiel?

  4. Bingo! Bin jetzt schon gespannt wen Du an wen im Teil #2 erinnerst…

  5. Alter, mal im Ernst: NIEMAND will gerne mit Chad „ich-hab-die-Frisur-eines-Pudels“ Kroeger verglichen werden, oder?

  6. Ich hätte ja an deiner Stelle Chad Kroeger als größere Beleidigung empfunden!

    Chnübli mag übrigens kein Jever – aber das nur so am Rande.

  7. Stimmt, jetzt wo Du’s sagst…

    Aber:

    „Der gute Mann hatte ein familienseitig selbstgezüchtetes Lamm schlachten und in handliche, grillbare Portionen teilen lassen. Freunde, ich sag’s Euch, so ein gutes Lammfleisch findet man in keinem bezahlbaren Restaurant!“

    meeeeeaaaaaaan!

  8. “Der gute Mann hatte ein familienseitig selbstgezüchtetes Lamm schlachten und in handliche, grillbare Portionen teilen lassen.”

    Es hieß übrigens „Stupsi“ und konnte sogar apportieren, munkelt man. Aber das soll ja dem Geschmack sehr zukömmlich sein *evil* 😀

  9. Gibt schlimmeres, Herr Schmidt. Mir wird immer eine Ähnlichkeit zu Johannes B. Kerner unterstellt.
    (Vielleicht finden wir ja noch ein Urs Meier-Imitat, dann wäre das Trio perfekt.)

  10. @ DerTim: Das wäre wirklich mal ein Klopper gewesen! 😉

    @ der.grob: Wirklich Sorgen bereiten mir die Herren, die mit Ribery verglichen werden, werter Herr Grob.

    @ Floh82: Mit dem Mädel und der FC-Bettwäsche ist doch eine ganz andere Geschichte…

    @ Herr Olsen: Ich hoffe, Du wirst nicht allzu enttäuscht sein. ^^

    @ singhiozzo: Nee, echt nicht. Deshalb wäre der Idealfall ja Kurt Cobain gewesen. Aber die JBJ und Chad Kroeger-Vergleiche kenne ich halt schon…

    @ Johanna: Na, mir persönlich reicht ja, wenn sie mich mag. 😉

    @ MC Winkel: Fast, werter Herr Winkelsen. Lämmer machen nicht „meeeeaaaan“ sondern „määääähääääh“. ^^

    @ Herr N.: Die ständige Bewegung hat das Fleisch jedenfalls schön zart gemacht, werter Herr N.

    @ Kaal: Ich weiß nicht, ob mich ein Urs-Meier-Look-a-Like begeistern oder verschrecken würde. ^^

  11. Ui, das ist definitiv PWNED!
    Wie haste gekontert?

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