Herr Schmidt.

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Hell Of A Night #3 – In fremden Betten

Was bisher geschah: #1, #2

Das schlechte an guten Zeiten ist ja, dass sie irgendwann enden. Diese wundervolle Symbiose zweier attraktiver Blondinen machte da leider keine Ausnahme und so trennten sich unsere tanzenden Körper irgendwann wieder. Freunde, fragt mich jetzt bitte nicht was da schief gelaufen ist, ich war vielleicht zu betrunken ich kann mir da ja selber keinen Reim drauf machen. Selbst Herr N., der die ganze Situation als Beobachter verfolgt hatte, kann sich an nichts mehr erinnern ist noch heute verwundert über diese überraschende Entwicklung.

Ich hakte die Tanzmaus schneller ab als der Wahlhelfer am folgenden Nachmittag die aktiven Wähler in der Wahlberechtigten-Liste und konzentrierte mich auf das Wesentliche: Noch ’ne Runde für Herrn N. und mich. Darja verabschiedete sich Richtung Bett und Lisa wollte kein Fläschchen mehr entjungfern. Sie nippte bei Bedarf lieber mal an unseren Grünhälsen. Auch gut.

Mittlerweile hatte die Blondine, die eben noch ihren Prachtarsch in meinem Schoß geparkt hatte, den Club verlassen (sie hatte mir vorher noch freundlich von der Garderobe zugewunken als ich an der Theke stand) und offensichtlich alle anderen attraktiven und mir unbekannten Frauen mitgenommen. Halten wir also fest: In Düsseldorf beginnt das Restetanzen genauso früh wie in allen anderen Städten. Andererseits war es ja auch schon kurz vor fünf.

Herr N., Lisa und ich entschieden uns kurz darauf auch dafür die zu Rudis Resterampe umfunktionierte Tanzlokalität zu verlassen. Herr N. ging zu Fuß nach Hause, Lisa und ich teilten uns ein Taxi. Und anschließend auch ihr Bett. Mal ehrlich, ich hätte unmöglich noch in die Blade City fahren können, in meinem Zustand. Ich bin ja schließlich ein verantwortungsvoller Bürger. Und außerdem hatte Lisa ja Geburtstag.

In fremden Betten aufzuwachen hat ja immer etwas von Urlaub. Ihr kennt das doch bestimmt auch: Dieses Gefühl, wenn man am ersten Morgen in einem Hotel aufwacht. Nur das mir an diesem Morgen irgendetwas einen leichten Schleier vor die Augen setzte. Böse Zungen behaupten, es sei der Restalkohol gewesen… kannabergarnichtsein!

Schleier hin oder her, entschied ich mich aufzustehen und ein Meeting mit der Dusche abzuhalten. Auf dem Weg dorthin, stellte ich fest, dass es 1.) viel zu früh war und 2.) Lisa weg war. Diffuse Erinnerungen an irgendwas mit „Brötchen“ und „Polen„, kann aber auch „holen“ gewesen sein, krochen durch meinen Kopf als das Wasser über meinen Körper floß. Und tatsächlich: Als ich das Bad verließ, fühlte ich mich nicht nur wie ein neuer Mensch, sondern wurde mit frischen Brötchen begrüßt. So lasse ich mir einen Sonntag doch gefallen.

Wir frühstückten noch gemeinsam, bevor Lisa mich mit den Worten „Die Nacht mit dir war schön, aber jetzt verschwinde!“ in die warme Mittagssonne entließ. Recht so! Ich musste ja eh noch wählen gehen.

Erststimme FDP, Zweitstimme Piraten – was soll man denn sonst machen, nach so einer Nacht?!?

3 Comments

  1. Hoho, Smitty, guter Spannungsbogen und wider Erwarten auch noch komplett jugendfrei, die Geschichte. Obwohl ich es nicht gut heiße, wenn unverheiratete Menschen, die auch noch aus unterschiedlichen Städten kommen, in einem Bett schlafen. 😉

  2. Immerhin wissen wir jetzt wer Schuld war! Lisa natürlich!

  3. @ singhiozzo: Wer sagt denn das Lisa nicht verheiratet ist?!? ^^

    @ Johanna: Teufel aber auch! Das ich da nicht selber drauf gekommen bin. Dank‘ Dir, liebe Johanna. DiesollmirmalnachHausekommendieLisa.Gibt’sdochgarnicht.

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