Herr Schmidt.

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Mein erstes Mobiltelefon

Im Jahre 1999 kam ich auf die glorreiche Idee, ich bräuchte ein Handy. Wochenlang quasselte ich mir die Lippen wund und versuchte meine Mutter davon zu überzeugen, dass ich ohne mobile Erreichbarkeit nicht mehr länger leben wollte konnte. Die Vorteile lagen ja auch klar auf der Hand:

  • Wenn es spät wird, kann ich immer bescheid sagen
  • In Notfällen, kann ich immer Hilfe rufen
  • Wenn meine Eltern etwas von mir wollen, erreichen sie mich sogar im Bus

Irgendwann war es meine Mutter auch leid konnte sich auch meine Mutter nicht mehr gegen diese Vorteile wehren. Sie erklärte sich bereit, mit mir ein Handy zu kaufen.

Bitte? Warum ich meine Mutter bequatschen musste? Nun, ich war zu diesem Zeitpunkt noch nicht volljährig und somit nich in der Lage einen Mobilfunkvertrag abzuschliessen. Ist doch logisch.

Also, weiter im Text: Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich mit meiner Mutter in den hiesigen Fachmarkt für Elektro-Artikel gegangen bin, um mir ein entsprechendes Gerät auszusuchen. Während Klassenkameraden auf das 5110 schwörten, fühlte ich mich direkt mit dem antennenlosen Nokia 3210 verbunden. Es war klein, kompakt und hatte Unmengen an Funktionen. Gut, aus heutiger Sicht war es groß, schwer, unhandlich und man konnte gerade mal telefonieren und SMS schreiben. Und Snake spielen. Das ging auch und das war mir sehr wichtig.

Es gelang mir letztendlich, meine Mutter zu dem Abschluss eines Mobilfunkvertrags bei Viag Interkom (heute O2) zu bewegen und so konnte ich fortan wo immer ich wollte Snake spielen.

Ich würde jetzt gerne noch ein paar Anekdoten über mich und mein erstes Handy erzählen, aber da gibt es nichts. Tut mir leid, Herr N.

Diese Anekdote ist ein Wunschkonzert von Herr N.

8 Comments

  1. Ja, das 3210 war schon toll 🙂 War übrigens auch mein erstes Handy. Das Hughlight war ja später Snake per IRDA gegen andere zu spielen, wow, das hat dem Gameboy fast die Show gestohlen 😉

  2. Mein erstes Handy war ein Klapp-Handy von Bosch. Und ich kenne auch keinen anderen der ein Bosch-Handy hatte. Nunja…die haben auch nicht lange im Handy-Markt überlebt.

    Meine Mutter hatte übrigens ebenfalls ein 3210 als Einstieg in die Handywelt, ich habe es vor kurzem als Ersatzhandy für meine alte PrePraidkarte übernommen. Allerdings benutze ich es nicht mehr.

  3. Ich wurde zwar nicht gefragt, aber ich musste mich von meiner Mutter zu einem Handy überreden lassen. Sie fand es aus den oben genannten Gründen ganz fundamental. Es handelte sich um ein Siemens C25. Das konnte bei den SMS nicht mal den Absender aus dem Telefonbuch zuordnen, sondern zeigte nur die Nummer an!
    Nach meiner ersten Discobekanntschaft, die ein Handy hatte, war dann auch ich auf den Geschmack gekommen und versimste das Guthaben, das meine Mutter immer fleißig auf die Karte lud. Da er der Einzige war, der überhaupt SMS an diese Nummer schickte, entfiel zum Glück das Auswendiglernen Nachschlagen der Nummer im Telefonbuch. Das war 1999. Und die Nummer hat meine Mutter immer noch.

  4. Mein Eltern haben sich irgendwann auch nicht mehr dem Handywahn entziehen können.

    Es sollte ein schickes Motorola Handy mit Plastik-Klappdeckel sein, aber nicht irgendeins, sondern in der schicken "Gute Zeiten Schlechte Zeiten" Sonderedition. Man, ein echter Hingucker!!

  5. @ Herr N.: Ach, wir haben ja so viel gemeinsam. *schmacht*
    …und gib’s zu, Du wolltest das GZSZ-Motorola haben und hast Deine Eltern nur vorgeschickt. 😉

    @ Floh82: Es gab tatsächlich Bosch-Handies? Das muss ich total verdrängt haben.
    Ich bin aber überrascht, wie weit das 3210 doch verbreit gewesen zu sein scheint.

    @ Madame Sauvage: Die SMS ist bis heute ein Kommunikationsmedium, welches ich nur sehr selten und ungern benutze (trotz komfortabler QWERTZ-Tastatur). Ein kurzer Anruf ist mir da irgendwie lieber.


    *räusper* Erinnerung *räusper* 😉

  6. Guckst du hier: http://www.police.public.lu/actualites/bulletin_presse/2006/09

    Das ist das gleiche Modell, nur in schwarz…meins war silber-grau.

  7. Ja, doch. Das Handy kommt mir bekannt vor. Gehörte auch zu der Sorte, für die man immer einen Rucksack dabei haben musste, um sie zu transportieren, oder? 😉

  8. Es war nicht so groß wie das genannte Nokia Handy, es war für die Zeit überraschend klein (auf dem Foto sieht es tatsächlich größer aus als es ist). Störend war eher die Breite.

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