Herr Schmidt.

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Ich hör' Bücher! (sehe aber keine toten Menschen)

Das letzte Buch, das ich nicht nur in die Finger genommen hatte, um eine Fliege kapott(!) zu schlagen sondern um es zu lesen, war "Die Känguruh-Chroniken" von Marc Uwe Kling. Aufmerksam darauf wurde ich durch Silent Bob, meinen hörbuchafinen besten Freund. Er ist seit Jahren eine ausverkaufte Südkurve in Bezug auf die Silberlinge mit gelesenen Buchinhalten. Im Auto, beim Bügeln, beim Kochen und vielleicht sogar beim Lesen – so ein Hörbuch läuft bei ihm eigentlich ständig mit…

Vor einiger Zeit hatte er mir die Hörbücher "Vollidiot" und "Millionär" von Tommy Jaud ans Herz gelegt. Lange… LANGE… sehr lange… SEHR, SEHR LANGE hatte ich die Viecher auf meinem Schreibtisch herumoxidieren, konnte mich aber nicht dazu durchringen, meine heißgeliebten Musik-CDs gegen eines der Hörbücher einzutauschen. Irgendwann fand "Vollidiot" seinen Weg dann aber doch in den schubladenartigen Plattenteller meines CompactDisc-Abspielgerätes und von dort über diverse Kabel, einen Verstärker und die Boxen in meine Ohren. Ja, Freunde, und was soll ich sagen?!? – Es hat mich überraschend gut gerockt. Seitdem konsumiere ich ab und an mit Begeisterung so ein Hörbuch, gerne auch in Gesellschaft. Beispielsweise eines Glases Wein.

Hörbücher zum Download sind eine super Alternative zu den gedruckten Exemplaren. …nur Fliegen kann man damit nicht so gut erschlagen.

Und Ihr? Hört Ihr auch Hörbücher oder lest Ihr lieber? …oder doch lieber die Nase Richtung TV?

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
___
(Eure Fragen an mich: springform.herr-schmidt.de)

PS: …und was den ersten Satz dieses Beitrags angeht: Ich könnte natürlich niemals einer Fliege etwas zu Leide tun.

8 Comments

  1. Hörbücher so finde ich etwas langweilig, da lese ich lieber. Aber beim Autofahren oder beim Sport, wenn man also eine Tätigkeit nebenher macht, die nicht zu viel Aufmerksamkeit erfordert, finde ich es ideal!

  2. Ich mag Hörbücher, weil mich Stimmen sehr inspirieren & mich in eine gewisse Stimmung bringen. Schon als Kind habe ich es gelibt etwas vorgelesen zu bekommen, weil man manchmal vorgelesene Dinge anders versteht, als etwas das man selber liest. Vielleicht wie der Vorleser anders betont, eine andere Stimmfarbe hat, eine vielleicht passende Stimme zur Geschichte. Allerdings finde ich es schade dass bei Hörbüchern gerne mal gekürzt wird, da habe ich dann das Gefühl da fehlt was, da wird mir was vorenthalten & mich muss doch selber zum Buch greifen…

  3. Ich höre Hörbücher zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und (Selbst-)Management. Den Rest les ich lieber.

    Ich kann nur empfehlen auch mal beim Zocken eines PC-Spiels o.ä. ein Hörbuch oben genannter Themen zu hören. Das Unterbewußtsein merkt sich mehr als man denkt….

    Neuestes Hörbuch in meiner noch sehr kargen Hörbuchbibliothek: „Wenn du es eilig hast, gehe langsam“

  4. Hörbücher?? Nie wieder! Nachdem ich mir das erste Kapitel von Mo Hayders „Vogelmann“ durch die dauerhaft monotone und leiernde Stimme von Dietmar Bär habe versauen lassen, wahre ich eine goße Distanz zu HB.
    Ich hab es lieber, wenn ich mir bei Lesen die Charaktere und deren Stimme vorstellen kann. Wenn ich den Sätzen meine eigene Melodie und Betonung gebe und sie somit für mich interessanter mache oder verändere. Die Stimme des Vorlesers lässt so etwas leider nicht mehr zu, daher: Hörbuch – out / Buch – in!

  5. Ich dachte ja ich hör keine Hörbücher. Da es den Känguru-Podcast von Marc Uwe Kling jetzt aber als Buch gibt, habe ich wohl letztes Jahr, ungewollt, doch ein Hörbuch gehört.

  6. Alle Achtung. Denn richtig in Hörbücher eintauchen zu können braucht Übung. Ich les gerne und hör aber genauso gerne. Hauptkriterium: Das Hörbuch muss die ungekürzte Fassung des Buches sein. Meine HB-Bibliothek umfasst fast 300 Bücher. Stadtbibliothek und mein früherer Arbeitgeber sei Dank. 🙂 HB-Anfängern empfehle ich immer Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“. Wunderbarer Einstieg in die Welt der Hörbucher.

  7. Mit Hörbüchern ist das so eine Sache – es gibt ganz ganz ganz großartige (Die Kobolde von KH Witzko, gelesen von Stefan Kaminski ist der Hammer!) und wirklich grottenschlechte (Der Hund von Baskerville in der von Götz Alsmann gelesenen Fassung war extrem gähn – seine Lesung der Feuerzangenbowle hingegen wieder gut).

    Sehr zu empfehlen sind auch die meisten Max Goldt-Hörbücher mt Lesungen seiner Titanic-Kolumnen.

    Meistens lese ich aber immer noch selber und nutze Hörbücher nur ab und zu zum nebenbeihören, beispielsweise beim unkontrollierten Surfen durch die Weiten des Interdingens.

  8. @ Brandau: Also beim Autofahren kann ich das gar nicht. Da habe ich immer das Gefühl, ich schlafe gleich hinterm Steuer ein. 😉

    @ Caro von Chaos: Kann ich eigentlich so unterschreiben. 🙂 Ich finde auch, dass die Hörvariante ungekürzt sein muss. Na, und wenn dann noch die Stimme zum Buch passt: Perfekt!

    @ Floh82: Hm… ich halte von derartigen Büchern – egal, ob Hörbuch oder nicht – ü-ber-haupt nichts!

    @ Sabine: Kann ich gut verstehen, dass Dich ein schlechter Vorleser abgeschreckt hat. So etwas ist besonders dann schlimm, wenn man das Buch kennt und schon eine Vorstellung von Stimmfarbe, etc. der Charaktere hat, und diese dann zerstört wird. :-/

    @ Kaal: Danke für den Tipp!!! Wusste gar nicht, dass es da einen Podcast gibt. Hab‘ den direkt mal aboniert.

    @ ChliiTierChnübler: Ob ich da wirklich so eintauchen kann wie in ein Buch kann ich gar nicht so sagen… vermutlich eher nicht. Ein gutes Buch verschlingt mich am Ende wahrscheinlich doch mehr als ein Hörbuch. Meine Phantasie wird einfach nicht so gefordert, wenn mir etwas vorgelesen wird…
    Aber ansonsten stimme ich Dir völlig zu.

    @ DerTim: Ehrlich gesagt, ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass mich ein Hörbuch, das von Götz Alsmann gelesen wird, fesselt. Ich mag ihn zwar bei „Zimmer Frei“, finde seine Stimme aber irgendwie zu monoton und langweilig. :-/

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