Herr Schmidt.

celebrating the irony since 1982

Liebe!

Es ist gerade mal 2 Jahre her, dass 2 Tweets 2 Menschen aus 2 unterschiedlichen Bundesländern, die sich erst gefühlte 2 Stunden kannten für 2 Tage zusammen führte. Aber lest selbst:

* 2010 *

„Kloppo 2010“ gab’ ich in das Eingabefeld ein und fügte die URL zu meinem Blog aus der Zwischenablage ein. Routine. Als ich allerdings greade auf `Tweet’ drücken wollte, um die Welt über meinen neuen Blogeintrag zu informieren, fiel mir eine interessante Frage in meiner Timeline auf:

Ms_TiaTia: „Hat jemand aus Düsseldorf an dem WE 19.03. bis 21.03. Zeit?“

Es handelte sich um eine junge Dame, der ich erst seit kurzer Zeit folgte, die diese Frage ins Netz sandte. Ohne groß darüber nachzudenken, kopierte ich den getippten Text aus dem Eingabefeld zurück in die Zwischenablage und antwortete ihr stattdessen:

herrschmidt: „@Ms_TiaTia Also Solingen ist jetzt nicht so weit von Düsseldorf entfernt…“

Ich meine, hey, auch wenn ich sie nicht kannte, sie sah gut aus und mein Kalender sah für Wochenenden, die 2 Monate in der Zukunft lagen keine Termine vor. Warum sollte ich mich also nicht einfach mal als ein wenig Wochenendbespassung bewerben?!? Vielleicht ein gemeinsamer Café-Besuch oder so…

„Direct Message from Tia“ verkündete die Betreffzeile der frisch eingetroffenen eMail in meinem Posteingang. Viel Zeit war nicht vergangen, seit ich ihr geantwortet hatte und ich war gespannt auf ihre Reaktion.

„Danke. Ich muss jetzt erstmal die Angebote sortieren *g*“ gab sie mir zu verstehen und ich verfluchte – kaum hatte ich den Text zu Ende gelesen – mein Händchen für arrogante Frauen. Immerhin war es gerade mal ein Dreivierteljahr her, dass ich mit einer Dame diesen Schlags gehörig auf die Schnauze gefallen war. Aber so ein Treffen an einem Wochenende ist ja noch kein Zusammenleben und ein gemeinsamer Kaffee noch keine Familienplanung…
Ich war mir sicher, dass ich von ihr nichts mehr zu diesem Thema hören würde. Na ja, vielleicht noch eine freundliche Absage kurz vor dem Wochenende, mehr aber auch nicht.

Mit dieser Einstellung checkte ich meinen Twitter-Account auf Reaktionen bezüglich meines zwischenzeitlich doch propagandierten Blogbeitrags. Wider erwartend gab es aber nur eine einzige @-Reply:

Ms_TiaTia: „@herrschmidt Vergiss die DM. Du bist der einzige Kandidat. ;-)“

Okay, damit hatte ich wahrlich nicht gerechnet. Noch überraschender als die Tatsache, dass ich tatsächlich der einzige Mensch – und vor allem Mann! – gewesen sein soll, der auf eine derartige Frage einer jungen Frau reagiert hatte, war aber die Direct Message, die nahezu zeitgleich bei mir eintrudelte: „Ich geb’ Dir dann noch Bescheid wann ich ankomme. Kannst Du mich evtl. vom Flughafen abholen?“

Sie suchte keine Unterhaltung für ein, zwei Stunden bei Kaffee und SmallTalk, sie brauchte eine Unterkunft für das gesamte Wochenende. Ach so…

* * *

So fing damals an, was heute seinen 2. Jahrestag feiern darf: Liebe!

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
___
(Meine Miss schreibt auch in dieses Internet. Und zwar hier und hier. / Der Text ist eine stark gekürzte Version aus meinem Buchprojekt.)

4 Comments

  1. Teaser! Nun muss ich mir doch das Buch kaufen.

  2. :“““““““““““““““““‘-)

  3. Herr Schmidt

    21. März 2012 at 11:31

    @ ChliiTierChnübler: Wunderbar! Dann muss ich das Teil nur noch fertig schreiben und einen Verleger finden. ^^

    @ Die Miss: Nicht weinen! Lachen! 🙂

  4. Eine schöne Geschichte! Viel schöner, als die, die ich mir nach dem ersten Satz ausgemalt hatte…

    … und in der es um Gewaltaufrufe im Internet, Untersuchungshaft und Rektaluntersuchungen ging.

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