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Nützliche Erfindungen,

die die Welt noch braucht:

Ein Insektensuchgerät.

Vor’m Schlafengehen schaltet man es ein und es ortet schnell und geräuschlos alle Insekten im Zimmer, die man dann in aller Ruhe nach draußen schaffen und danach ganz beruhigt einschlafen kann.

Schritt II wäre dann ein Insektensuch- und vernichtungsgerät.

“Wenn Sie ein Tier wären, welches Tier wären Sie?”

Ich habe bald ein Vorstellungsgespräch. Elli wurde bei ihrem gefragt, welches Tier sie wäre, wenn sie denn eins wäre. Seit zwei Wochen denke ich darüber nach, was ich da antworten könnte. Ich möchte natürlich ein ziemlich cooles Tier sein! Weil mir keins einfällt, erkundige ich mich vertrauensvoll bei meinem Freundeskreis.

Nina: “Sag mal, wenn ich ein Tier wäre, welches wäre ich wohl?”
Der Traummann: “Ein Faultier!”
Nina: “Was?!”
Der Traummann: “Du liegst den ganzen Tag rum und pennst und stehst bloß zum Essen auf- und manchmal nicht mal das!”
Nina: “Das stimmt doch gar nicht!”
Der Traummann: “Ach ja?”
(Zum Zeitpunkt des Gesprächs lag ich ungünstigerweise gerade lesend im Bett, während er am Schreibtisch arbeitete)

Zweiter Versuch:
Nina: “Sag mal, wenn ich ein Tier wäre, welches wäre ich wohl?”
Der Mitbewohner: “Ein Delfin!”
Nina: “Wieso das denn?”
Der Mitbewohner: “Du bist kommunikativ, hyperaktiv, hilfsbereit und lachst auch immer so komisch, wie ein Delfin halt.”
Nina (hysterisch): “Ich lache wie ein Delfin?!”
Der Mitbewohner: “Ja so ü-ü-ü-ü-ü-ü-ü!”

Aha. Ein Faultier und ein hyperaktiver Delfin. Ich weiß jetzt nicht, ob das soo gut ankommt.

Dritter Versuch:
Nina: “Sag mal, wenn ich ein Tier wäre, welches wäre ich wohl?”
Die Schwester: “Ein Fuchs!”
Nina: “Aha. Warum?”
Die Schwester: “Schlau und hinterlistig.”

Kann vielleicht mal jemand was nettes sagen?!

Vierter Versuch:
Nina: “Sag mal, wenn ich ein Tier wäre, welches wäre ich wohl?”
Die Freundin: “Eine Katze! Chhh!”
Nina. “Ok. Das geht denk ich. Warum?”
Die Freundin: “Du bist vertrauensvoll, aber nur zu Auserwählten, nachtaktiv, willst dauernd gestreichelt werden und jagst, was du haben willst. Chhh!”

Hm ja. Ich weiß auch nicht.

Fünfter Versuch:
Nina: “Sag mal, wenn ich ein Tier wäre, welches wäre ich wohl?”
Der Kumpel: “Ein Adler, denke ich.
Nina: “Hey, das klingt gut! Erzähl, wieso?”
Der Kumpel: “Ein Adler kann sich gut auf Dinge fokussieren. Ist weltoffen, würde ich mal sagen und sehr erhaben. Und ich finde er steht für voranschreiten.. und so. Außerdem bist du’n Überflieger.”

Das ist doch mal ‘ne Antwort. Witzig wäre auch noch folgende: “Eine Raupe.” - “Können Sie das näher erläutern?” - “Natürlich. Ich entwickle mich noch. Lassen Sie sich einfach überraschen!”

Wobei ich zugeben muss, die Ähnlichkeit zwischen dem Faultier und mir ist schon verblüffend: http://vimeo.com/11712103

#dfhfsujaks!

Wie kommt das eigentlich, dass es nicht möglich ist ein kostenloses Telefongespräch bei der Agentur für Arbeit zu führen, um beispielsweise einen Termin für eine persönliche Beratung zu vereinbaren? Leuten, die arbeitslos und auf diesen Dienst angewiesen sind, zusätzlich das Geld aus der Tasche ziehen- ganz toll, meine Damen und Herren.
Und Niedrigschwelligkeit ist auch was anderes!

Das Rätsel der WM

Es ist Samstag. Ich sitze im menschenleeren Park. Es ist Sommer, die Sonne knallt vom Himmel und für gewöhnlich ist es unter diesen Umständen äußerst schwer ein freies Plätzchen auf der Wiese zu ergattern. Alles ist still, nur ein paar Vögel zwitschern und irgendetwas raschelt im Unterholz neben mir.
Gut, Ab und an dringen Menschenschreie an mein Ihr. Und das mich nervös machende Geräusch von Tröten. Es ist WM-Zeit. Deutschland spielt gegen irgendwen. Immer wieder frage ich mich, was ganz normale Menschen (das ist eine Unterstellung-Beweise gibt es keine!) dazu antreibt sich besoffen grölend und plärrend vor einer Leinwand aufzubauen und Public Viewing (engl., zu deutsch: Leichenschau) zu betreiben.
Der Sinn, welcher für die Masse hinter diesem mich stets zum Fremdschämen veranlassenden Gebaren steckt, erschließt sich mir nicht. Man kann ja auch nicht immer alles verstehen, das ist klar. Doch wie kommen solche für Außenstehende grundlos erscheinende Massenbewegungen dieser Art zustande?
Ich grüble. Welche Beweggründe kann es diese Massenhysterie geben? Nach was dürstet das deutsche Volk? Möglicherweise nach Ablenkung vom alltäglichen Stress. Endlich mal ein Grund sich ganz legitim daneben zu benehmen! Selbst die Verkäuferinnen im Drogeriemarkt bieten mit umgehängten schwarzrotgelben Hawaiihemden und bemalten Gesichtern einen eher befremdlichen Anblick. Ob das Vorschrift ist? Weiß man ja nicht so genau. Weiter komme ich mit meinen Gedanken nicht, ohrenbetäubender Lärm erfüllt die zuvor solch friedlichstille Luft. Das Volk erbricht sich in Jubelgeschrei. Autos hupen so laut, dass vom Baum über mir erschrocken ein Schwarm Vögel das Weite sucht. Die haben’s gut. Können einfach davonfliegen. Und ich? Hilflos ausgeliefert verharre ich auf meiner Decke im Schutz der umstehenden Bäume und warte ab. An Flucht ist für mich nicht zu denken, ich weiß ja auch gar nicht wohin. Das Hupen schwillt an, Motoren heulen auf. Was IST das eigentlich?, frage ich mich zum wiederholten Mal. (Ihr hättet mich an der letzten WM erleben müssen- ein grüblerischer Mensch als ich kann euch kaum untergekommen sein)
Menschliche Wesen (wie gesagt, Beweise gibt es keine!) horten sich auf Straßen zusammen, um dort gemeinsam mit ihren Artgenossen laut schreiend und hupend den Verstand zu verlieren. Bei dem Krach fällt es mir zunehmend schwerer mich zu konzentrieren, dabei würde ich doch so gerne endlich das Rätsel entschlüsseln. Ich grüble weiter vor mich hin. Dann wird der Park gestürmt. Hunderte Schwarzrotgoldene Wesen rennen kreischend über den Rasen. (Sie bewegen sich zum Teil auf vier Beinen, das mit dem Menschen, ich wiederhole mich, gilt als nicht gesichert). Ihr Ziel scheinen sie nicht zu kennen, einige bewegen sich im Kreis. Ihre Gesichter sind verzerrt, welche Emotionen dahinter stecken, ist für mich als Außenstehende wahrlich nur schwer zu entschlüsseln. Da die deutsche Mannschaft höchstwahrscheinlich gewonnen hat, tippe ich auf Freude, aber sicher bin ich mir nicht. Manche weinen. Ich bin sehr erstaunt. Es macht ja geradezu den Anschein, als hätten sie einen Sieg errungen. Gekämpft, hart, mit Blut, Schweiß und Tränen und dann: der Sieg! Nur- was haben sie denn jetzt eigentlich getan? Doch nichts außer Wesen gleicher Gattung (mehr oder weniger) zuzusehen, wie sie den Ball über den Rasen kicken. Ich sehe Männer, die sich in den Armen liegen und dabei auf und ab springen. Das ganze wird immer absurder. Wilde oder zumindest wildfremde lallen mich an, wollen mich an ihrem Freundentaumel teilhabenlassen. Ich möchte nicht. Das verwirrt sie kurz, dann macht es sie wütend. Offenbar ist ihre Toleranz gegenüber Andersfühlenden irgendwo im Rausch abhanden gekommen. Kann ja mal passieren, wenn man so aufgefühlt ist. Ich beobachte die Kreaturen staunend bei der Ausübung merkwürdiger Geh- und Artikulationsversuchen. Ich muss langsam auf die Toilette, weiß aber nicht wie ich nach Hause kommen soll. Ich fühle mich sehr fehl am Platz unter all den Hysterischen. Ich werde meinen Soziologieprofessor fragen müssen, ob es eine gesellschaftstheoretische Erklärung für dieses Phänomen gibt. Oder selbst forschen. Ein grandioses Thema für meine Diplomarbeit! Sobald sich irgendwelche neue Erklärungen auftun, werde ich natürlich darüber berichten. Bis dahin hoffe ich weiterhin, dass die deutsche Mannschaft verliert, um diesem Drama endlich ein Ende zu setzen. Wobei es mir für die armen Fußballer tatsächlich leid täte, immerhin lastet der Druck einer ganzen Nation auf ihnen.

Positiv denken

Etwas Positives hat diese WM ja.. Man kann während der Zeit der Spiele wenigstens ungestört einkaufen.

Der schöne mexikanische Stadtbus

Vor Kurzem reiste die kleine Nina ja ein wenig durch Mexico. Dort musste sie ziemlich oft an
Herrn Schmidt denken. Wegen der Kassen!

In Mexico gibt es ja so unglaublich süße Kassen. In Supermärkten, Läden überdachten Verkaufsständen und in Bussen zum Beispiel. Busse haben mir generell sehr gut gefallen. Abgesehen von den Schmerzen am Popo und an den Knien, haben sie doch irgendwie Stil finde ich. So von der Ausstattung jetzt.

Bus Mexico

Und jetzt Sven, schau dir mal diese schöne Kasse an!

Buskasse

Naschkatz

Süßigkeiten muss ich immer sofort essen. Das ist ein bisschen gestört, vor allem, weil ich dazu neige mir Supersparvorratspacks zu kaufen. So haben die zehn Milchschnitten leider nur einen Tag überstanden. Dabei mag ich Milschnitten eigentlich nicht mal.

Der ganze Internetkram

Es ist ziemlich still geworden hier. Es ist nicht so, dass ich nichts zu erzählen hätte. Die Entwürfe türmen sich nur so. Aber seit ich Schulprojekte für Jugendliche durchführe, in denen es um Chancen und Risiken im Internet geht, habe ich irgendwie die Lust am Bloggen verloren. Es dreht sich viel um Communities, um Datenschutz und Datenmissbrauch, um rechtliche Fragen, um Übergriffe, um Cybermobbing, Internetsucht … ach. Wir ziehen das ganze ziemlich gut auf, finde ich, mit Spaß und Action und viel Positivem. Aber wenn dann die Kids ihre Geschichten auspacken, das ist meist nicht so schön.
Eltern, LehrerInnen, interessieren sich ja häufig einen Scheiß für die Welt der Kinder und Jugendlichen, die sich heutzutage eben auch oft im Internet abspielt. Ich bin immer noch verwirrt, dass nach meinen Informationen im Computerunterricht nur der Umgang mit Programmen gelernt wird und das Thema Social Media nicht mal im Lehrplan vorkommt. Ist das eigentlich überall so?

Jedenfalls setze ich mich gerade mit vielen Dingen auseinander und merke, wie ich mich dabei Schritt für Schritt aus dieser ganzen Online-Welt zurückziehe. Das ganze ist für mich nicht mehr so attraktiv, wie es mal der Fall war.

Familienkrankheiten

Ja also, diverse Krankheiten im Umfelde Ninas gehen herum. Meine Schwester soll Typhus haben, behauptet mexikanischer Arzt Nummer 2. Nummer 1 diagnostizierte eine harmlose Magen-Darm-Erkrankung. Arzt Nummer 3 zieht Bakterienruhr und Ausweisung meiner Schwester nach Deutschland in Erwägung. Spannend. Die Ärzte scheinen mir genauso qualifiziert wie in Spanien.
Habe ich eigentlich schon erzählt, dass dort ein Arzt behauptete der Traummann hätte was am Blinddarm, obwohl dieser (deutlich sichtbar) schon längst draußen war? Oder davon, dass man locker mal ne Viertelstunde in der Warteschleife beim Notarzt hängt? Oder davon, dass Krankenwagen nur für Verkehrsunfälle freigegeben sind? (Herzinfakrtpatienten z.B. können da ruhig mal wegsterben.) Habe ich nicht erwähnt? Besser so, sonst rege ich mich nur wieder auf. Oder davon, dass die Tussi am Empfang der Klinik erstmal in aaaller Seelenruhe seinen Ausweis kopieren musste, während der Traummann vor ihr zusammenbrach und sich vor Schmerzen brüllend am Boden herumwälzte?
Mein Bruder ist auch krank, Liebeskummer, sehr schlimm.
Und ich habe Heuschnupfen.

Blogmäßig

geht jetzt ja nich so viel.