Herr Schmidt.

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Null Null Sieben – DeMake-Up Another Day #3

Was bisher geschah: #1, #2.

Hastig schaute er zur Seite, doch noch bevor René Bond Hellofa fragen konnte, warum sie ihn bauchseitig auf das Bett gefesselt hatte, trat sie in sein Blickfeld und zog sich mit einem diabolischen Grinsen die Perücke vom Kopf. Bond war sprachlos. Selbst mit Glatze sah sie noch umwerfend aus. Nach dem falschen Haar folgten zwei mittelgroße Silikonkissen, die Hellofa aus ihrem Dekoltee zog und neben sich fallen ließ. Bonds Sprachlosigkeit wich einer immensen Wut. Er hasste flachbrüstige Frauen. Als Hellofa die angestaute Wut ihres Gefangenen bemerkte, wurde ihr Grinsen noch teuflischer. Sie griff zwischen ihre Beine und nach kurzer Umsortierung wurde in ihrem bis dato perfekt sitzenden Kleid eine unschöne, frontale Ausbeulung erkennbar. Nun war Bond verwirrt. Warum trug Hellofa eine Rolle Münzen in ihrem Slip spazieren?!

So sehen wir uns also wieder, Mr. Bond.“ tönte es nun wesentlich basslastiger aus den vollen Lippen Hellofas. „Aber wie ich sehe, erkennen sie mich nicht wieder. Ich bin Ernst ‚Starforce‘ Bljooouhpfaell, ihr alter Widersacher. Hellofa Bloujop war lediglich ein Anagramm meines Nachnamens.
Und diese ganze Scharade diente nur dem Zweck mich in eine Falle zu locken?“ interessierte es René Bond, der noch nie gut in Scrabble war, geschweige denn Anagramme auflösen konnte, nun doch brennend.

Nein, ich liebe es einfach Frauenkleider zu tragen, Mr. Bond.
Ach so. Und was hatte es dann mit Marciella Mascara auf sich?
Marciella war lediglich eine billige Hinterhof-Drag-Queen, die ich mit der Aussicht auf eine Rolle in einem Breakfast At Tiffany’s-Musical und Backstage-Karten für Cher für meine Zwecke einspannen konnte. Sie gehörte zu meinem Plan, sie in diese Falle zu locken, Mr. Bond.
Aber was haben Sie jetzt mit mir vor?

Bond, der während er des ganzen Gesprächs nach einem Ausweg aus dieser Situation gesucht hatte, schaute nun wieder in Richtung von Ernst ‚Star Wars‘ Bljooouhpfaell und musste mit erstaunen feststellen, wieder in das liebreizende gesicht von Hellofa zu blicken. Bljooouhpfaell hatte die Zeit offensichtlich genutzt und sich wieder mit Brüsten und Perücke versehen.

Ich werde sie umbringen, Mr. Bond!“ antwortete er mit der Stimme Hellofas. „Aus den Erbinformationen, welche ich ihnen eben geraubt habe und die nun in extra dafür angefertigten Backentaschen ruhen, werde ich einen Doppelgänger von ihnen erschaffen, der mich mit dem Premierminister bekannt machen wird. Ab da werde ich die Sache in die Hand nehmen und schon bald werde ich als First Lady mit den Mächtigsten der Mächtigen dinieren. Dann kann ich jedem Land meinen Willen aufzwängen.

Der Plan hatte zwar noch seine kleinen Hürden, aber René Bond hat am eigenen Rüpel erlebt wie überzeugend Hellofa sein konnte. Die Welt war in großer Gefahr und er war die einzige Rettung. Er musste sich befreien und verhindern, dass Ernst ‚Star Trek‘ Bljooouhpfaell so einfach in die Downing Street 10 stöckeln konnte.

Wie werden sie mich umbringen, Bljooouhpfaell?

3 Comments

  1. Scrabble, werter Herr Schmidt, ist aber auch sauschwer.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  2. aber sie/er wird doch nicht auch mit die französchische schwein sarkozy dinieren wollen?

  3. @ Erdge Schoss: Vielleicht fühlt sich gerade deshalb der Elektro-Tüftler Moby zu diesem Spiel so hingezogen, werter Herr Schoss. Also ganz asexuell, versteht sich ja von selbst.

    @ danimateur: Ehrlich gesagt würde ich dafür meine Hand nicht ins Feuer stecken. Bljooouhpfaell / Bloujop schreckt vor nichts zurück. Vor gar nichts.

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