Freunde, Ihr wisst ja, dass ich da arbeite, wo andere Urlaub machen. Na, sagen wir, wo andere ihre Freizeit verbringen: in Biergärten, Eiscafés und Restaurants. Wenn ich also ein Foto in die Welt schicke, auf dem ich mir bei Cappuccino & Co. die Sonne auf den Pelz und meine Ray-Ban Sonnenbrille scheinen lasse, dann handelt es sich tatsächlich um harte Arbeit. DENN: Das Notebook, die Kasse und das mitunter pausenlos klingelnde Firmen-Handy, werden geschickt aus dem Fokus gehalten.
Letzte Woche saß ich wieder mal in einem Eiscafé und hatte mein Firmen-Notebook vor mir aufgeklappt, um die neuen Preise und Artikel in das Kassensystem zu jagen. Es war kurz nach zehn (morgens) und ich bemerkte zunächst gar nicht bewusst wie der ältere Mann die Räumlichkeiten meines Kunden betrat. Nur im Augenwinkel nahm ich wahr, dass sich jemand an den Tisch gegenüber setzte; zu sehr war ich in die Eiskarte und die Programmierarbeit vertieft. Keine zwei Minuten saß der Mann, da stand er wieder auf und bewegte sich auf mich zu. Er ging um mich herum, beugte sich über die verschiedenen Tageszeitungen, die hinter mir auf einem Tisch lagen, und sprach in meine Richtung: “Wie kann man sich innerlich nur so verbrennen?!?”
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