Herr Schmidt.

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Schokolade in aller Munde

Es ist ja noch nicht sooo lange her, da berichtete ich von einem ominösen Umschlag in meinem Briefkasten (die ganze Story hier). Tja, und jetzt hatte ich schon wieder Post von einem unbekannten Absender: Ein stinknormaler, weißer Umschlag mit meinen Empfängerdaten in der unteren, linken(!) Ecke…

Sofort zog ich mir meine Einweghandschuhe an, verzierte meine Atemöffnungen mit einer jacksonesquen Papiermaske und fischte den Umschlag mit einer ausrangierten Grillzange aus dem Briefkasten. Man kann ja schließlich nicht vorsichtig genug sein; ich sag‘ nur Anthrax! Nachdem der mysteriöse Brief ein paar Tests über sich hat ergehen lassen, legte ich die Grillzange beiseite und tastete ihn ab, wie der Arzt damals™ meine Hoden bei der Musterung. Irgendwas war da drinn… (in dem Umschlag, nicht… ach, Ihr wisst schon)

Könnten Gummibärchen sein… Vorsichtig öffnete ich den Couverts und zog den Brief heraus:

Lieber Sven,

Hier ein kleines Geschenk für dich, vielleicht kannst du es gebrauchen…vielleicht auch nicht. Zumindest jedoch findest du einen Hinweis auf dem kleinen roten Briefchen. Einen Hinweis, der dich auf eine Spur führt…

Dort wird die eine Geschichte erzählt…folge ihr. Erfahre mehr, frage nach! Oder beobachte einfach nur was passiert…es steckt etwas Verführerisches dahinter! Schon bald wird das Geheimnis gelüftet, verliere nicht die Geduld.

…vielleicht findest Du es vorher heraus?

Lass dich darauf ein und lass werde überrascht!

Ja, da lass ich werde überrascht ich mich mal sein machen tun…oder eben auch nicht. Ich wagte einen weiteren Griff in den Umschlag und zog die vermeintliche Packung Gummibärchen heraus:

Schokolade?!? – Von wegen. Hinter der quadratisch, praktisch guten Verpackung steckte kein (vergiftetes) Süßwaren-Präsent, das ich mal eben zwischen Briefkasten und Haustür vernaschen sollte, sondern ein Schwangerschaftsundgeschlechtskrankheitenverhütungsgerät mit angeblich kakaobohnenendproduktartiger Geschmacksrichtung. Ja, nun…

Auf der Rückseite der Pappummantelung und im Fuß des Briefs war eine URL zu finden, die ich vermutlich jetzt hier veröffentlichen sollte… tja… Nö! Unter besagter URL findet man ein Blog, das widerum auf ein Facebook-Profil und einen Twitter-Account verweist. Und „verweist“ passt ganz gut, denn diese Accounts sind ziemlich verwaist: Ein Facebook-Freund, 6 Follower… Das Blog selber ist irgendein mediokrer Versuch des viralen Marketings für ein Single-Portal oder dergleichen. So leicht wird man hier dann doch nicht verlinkt. Sorry!

…aber aus dem Schoko-Präser kann man vielleicht noch ’nen Kakao machen. Die Milch steht schon auf dem Herd.

4 Comments

  1. Kondome, egal mit welchem Geschmack, machen einfach nicht satt – egal wie viele man davon isst.

  2. Hervorragende Idee. Also das mit dem Kakao.

  3. Wie war’s, werter Herr Schmidt, eigentlich damals in der Fremdenlegion?

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  4. @ Maak: Auch nicht, wenn man die XXL-Variante nascht, werter Herr Maak?

    @ Herr Olsen: Er war auch sehr schmackhaft, muss ich sagen.

    @ Erdge Schoss: Die Musik hätte besser sein können, werter Herr Schoss. Das Wetter war ganz hervorragend.

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