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Tag: 1.FC Köln (page 1 of 4)

Am Tag der Deutschen Einheit

…eine Mauer zu errichten, auf diese Idee kann auch nur der Kölner FC kommen. Aber wir haben mit dieser Taktik einen Punkt in München geholt, und das ist doch mal was. Mein größter Dank geht aber an die Querlatte und das Unvermögen der internationalen Topstürmer, die vor dem leeren Tor immer einen Schritt zu langsam waren. Herr Klose, Herr van Bommel und Herr Gomez, Ihre Präsentkörbe sind bereits unterwegs.

…muss man überflüssige Dinge aus dem Weg räumen. In diesem Sinne habe ich mit bloßen Händen und Füßen 21 Jahre alte Schränke zerlegt und aus dem Haus geschafft. Meine Mutter war begeistert, da sie nun mit den Renovierungsarbeiten beginnen kann. Weniger begeistert war sie von meiner Idee auch noch die Wand zwischen den beiden Zimmern einzureißen. „Die Mauer muss weg!“ Versteh‘ ich gar nicht…

…habe ich einen weiteren Hausfrauen-Skill erlangt, auf den ich hier im Detail nicht so eingehen möchte. Ich sach nur: „Share everything but the needle!

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Die Schönheit der Chance

Wenn man in diesen Tagen Anhänger des 1. FC Köln ist, dann weiß man nicht so ganz wie man die Situation seines Vereins einschätzen soll. Fakt ist, wir bilden mit angemessenem Polster das Fundament der aktuellen Tabelle. Wir sind der Libero vor der 2. Bundesliga, die Rückendeckung für alle anderen 17 Bundesligavereine. Während alle anderen Vereine es irgendwie hinbekommen haben wenigstens in einem Spiel mal ein Tor mehr als der Gegner zu erzielen, ist die größte Leistung des Kölner FCs keine Tore zugelassen zu haben – weder vorne, noch hinten.

Trotz namhafter Spieler wie Podolski, Maniche, Novakovic, Petit, Freis und Ishiaku ist es der Kölner Mannschaft bisher nicht gelungen mehr als ein Tor in einem Bundesligaspiel zu erzielen. Im Gegenzug bleibt es – rein statistisch – nicht bei einem Gegentor, wenn der Gegner erst einmal die Hintermannschaft und Mondragon überwunden hat. Betrachtet man die nackten Fakten herrscht in der Domstadt Krisenstimmung.

Auf der anderen Seite spielt der 1. FC Köln  – mal abgesehen von diesem unsäglichen Spiel gegen den HSV – aber einen wesentlich attraktiveren Fussball als in der vergangenen Saison.  WIr haben mit Maniche das erste Mal seit Jahren einen Mittelfeldregisseur, der schnelle und gezielte Pässe in die Spitze bringt, wo ein torgefährlicher, wendiger Top-Stürmer (Poldi) auch etwas mit den Bällen anzufangen weiß. Hinzu kommt Fabrice Ehret, den ich schon seit langem für unterbewertet halte, der in dieser Saison noch einmal an Kampfgeist und spielerischer Qualität hinzugewonnen zu haben scheint. Auch die Abwehr ist für Kölner Verhältnisse in einem guten Zustand, wenn auch Geromel nicht ganz so souverän agiert wie noch in der vergangenen Saison.

Und so sitzt man dann als FC-Fan, ist hin und her gerissen zwischen den Fakten und dem Fussball und muss sich letztendlich eingestehen das der einzige Grund zur Freude die Schönheit der Chance ist. Und das reicht in den seltensten Fällen aus.

Geld > Liebe

Treue ist ein leerer Wahn

Und einer bleibt allein zurück

Daum tauscht Geld gegen Liebe

Drei Beispiele aktueller Überschriften zum überraschenden Weggang Christoph Daums vom 1. FC Köln. Interessanterweise wird der Bruch zwischen Daum und dem FC wie das Ende einer Beziehung beschrieben. Das unvorhergesehene Ende einer großen Liebe hervorgerufen durch die Verlockung des Geldes und des Erfolgs. Wären es nur die Kölner Medien, die derartige Formulierungen wählen, wäre es nichts besonderes, aber der Vergleich findet überregional statt.

Aus heiterem Himmel hat Christoph Daum die Verantwortlichen über das Ende der gemeinsamen Geschäftsbeziehung informiert. Mit einem einzigen Anruf hat er es geschafft die komplette Zukunftsplanung des Dream-Teams zu zerstören. Und während er sich nun voll und ganz seinen neuen, großen Aufgaben widmet, scheint es als würde er keinen Schulterblick zurück wagen. Der Verein, der ihm angeblich so am Herzen liegt / lag, geht ihm nun am Arsch vorbei.

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