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Exzess im Hundezüchterverein (2/2)

Fortsetzung zu Exzess im Hundezüchterverein (1/2)
(unbedingt vorher lesen)

Den Höhepunkt meines Exzesses sollte das Vorhaben der sanitären Entspannung darstellen. Erstmal in der gemütlichen Sitzposition, schaltete der konsumierte Fusel meine Lichter aus und ich begann – mehr un- als freiwillig – meinen Rausch auszuschlafen. Die Hundezüchter unter Euch werden es wissen, so eine Vereinsbehausung ist jetzt nicht unbedingt mit einer Fülle an Sanitäreinrichtungen gesegnet. So kam es, wie es kommen musste, jemand anderes wollte den Thron besteigen. Es wurde geklopft, es wurde gerufen, doch ich war so strunzbesoffen, dass ich nicht mal auf eine neben mir explodierende Atombombe reagiert hätte blieb stur.

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Exzess im Hundezüchterverein (1/2)

Ich habe es versprochen, also werde ich mich auch daran halten:

In meinen mittlerweile 25 Lebensjahren gab es nicht viele Momente, in denen ich ausufernd dem Alkohol gefrönt habe. Sicherlich, hier mal ein Bierchen, da mal ein Schnäpschen – das war schon drin. Da hab’ ich es dann auch nicht so eng gesehen, wenn mir mal die ein oder andere Minute des Abends nicht im Gedächtnis geblieben ist. Wichtig war nur: Maß halten und Contenance bewahren. Diese Balance zwischen alkoholbedingter Partyaufbesserung und asketischer Selbstbeherrschung konnte ich auch über einen ansehnlichen Zeitraum halten. Meine Reputationsweste war so unbefleckt, wie die Empfängnis der Jungfrau Maria. Vielleicht wäre sie das sogar noch heute, hätte es da nicht diesen einen Abend gegeben. An dem war ich so breit, wie der Rio de la Plata.

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Regel #12: Niemand kotzt Herrn Schmidt auf die Schuhe

1998 stand ich noch nicht vor der schweren Entscheidung, ob ich trinken oder doch lieber fahren wollte. Ich hatte mich auch noch nicht so an die Bequemlichkeit des Autos gewöhnt, die heute zumeist dafür sorgt, mich für Letzteres zu entscheiden. 1998 waren Party und Alkoholkonsum noch untrennbar miteinander verknüpft.

1998 feierte Herr B. seinen 17. Geburtstag. Da die Personenanzahl der geladenen Gäste den häuslichen Rahmen gesprengt hätte, wählte er den örtlichen Jugendtreff im Stadtteil Höhscheid aus, um dieses Ereignis zu zelebrieren. Etliche Freunde und Bekannte sowie Freundesfreunde und Freundesbekannte fanden sich in der Location ein – ein paar davon schauen hier auch ab und zu mal rein – so dass sich alsbald eine bunt gemischte Partymeute gebildet hatte. Das in diesem Zusammenhang das ein oder andere Fässchen Kölsch geleert und das ein oder andere Pinnchen geext wurde, ist ja selbstverständlich.

Jetzt war es allerdings 1998 auch so, dass eine bestimmte Person mit von der Party Partie war: Friedrich *). Friedrich gehörte zu den Menschen, die zwar nicht viel vertragen aber bei jeder Gelegenheit mitsaufen müssen. Man konnte Haus und Hof darauf setzen, dass Friedrich derjenige welche ist, der am Abend als Erster betrunken in der Ecke gammelt. Eine gefahrlose Wette, die damals 100%ige Gewinnchancen aufweisen konnte.

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Headphones on I made my escape. I’m in a film of personal soundtrack. I’m leaving home and I’m never gonna come back
Art Brut

© 2012 Herr Schmidt | Dieses Blog basiert auf Wordpress und verwendet das Theme Modern Clix von Rodrigo Galindez. Lesespass bieten 613 Beiträge und 7714 Kommentare. champagnerdusche!


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