Alleinsein 2.0
Das muss man dann auch erstmal wieder neu erlernen, das Alleinsein. Nach dem ganzen Web 2.0-Hype und dem Zwang überall “networken” zu müssen. Sowohl online, als auch offline. Die Ausweitung des Horizonts. Die Ausweitung der Kommunikation. Zeit-Ressourcen füllen. Bis zum Anschlag. Dann noch mehr. Die Folge: Fragment-Übermittlung an den Empfänger. Keine Zeit für ein vollständiges Bild. Ein Selbstzwang. Kommunikation = Leben. Je mehr, desto besser. So lange, bis man sich selbst verliert.
Notbremse! Kommunikation minimieren. Die Stimmen im Kopf wahrnehmen. Die Stimme im Herzen suchen. Bin ich glücklich? Abstand gewinnen. Abstand halten. Heute so groß, wie lange nicht mehr. Alleinsein 2.0 – es geht schon, aber es geht nicht gut. Was macht mich glücklich? Auch das hier. Nicht “das hier” im Speziellen. “Das hier” im Allgemeinen. Natürlich auch wegen so etwas. Nein, gerade deswegen. Selbsthilfegruppe 2.0 – Das “Ich” der Patient, die Welt spielt Psychiater. Wer macht mich glücklich?
verfasst am: 13. Oktober 2007 – 10:21 Uhr
” My life with you means everything
So I won’t give up that easily ” (Daughtry)
Sie macht mich glücklich. Sie. Beziehung 2.0! Die Beta-Phase ist gestartet.
