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Tag: Frauen (page 1 of 8)

Bäm! Frauenfußball, go go go!

Wie Ihr, als treue Leser dieser unregelmäßig gepflegten Insel des geschriebenen Wortes, umringt von weiten Fluten aus bildlastigen Lifestyle-&-Fashion-Blogs, sicherlich wisst, habe ich eine historische Beziehung zu dem Thema „Frauenfußball“ (remember?!?). Damals™ (macht man das 2015 überhaupt noch so, mit diesem „tm“, oder oute ich mich damit als alter Sack von 2013? – Ach, egal, das bleibt jetzt da stehen!) galt meine Begeisterung zwar lediglich einer Vertreterin der regionalen Variante dieser Randsportart, doch aus diesem zarten Pflänzchen ist in diesem Jahr eine ausgewachsene Passion geworden.

Na ja, vielleicht war das mit der Passion doch etwas übertrieben. Aber ich erwische ich mich in den letzten Tagen immer wieder, wie ich beim orientierungslosen, nächtlichen Durchzappen der Fernsehkanäle irgendwann an den Punkt komme, an dem sich mein Siebhirn erinnert: „Es ist doch WM! Schalt mal auf ZDF.“ …oder Das Erste.

Ja, und da sind sie dann: Die Solos, Nécibs, Schelins und Goeßlings, die vor halb leeren Rängen spielen, während ihre männlichen Pendants bereits beim Schuhe schnüren mehr Zuschauer haben. Dann tun sie mir in der Tat etwas leid, denn die Ladies fighten auf dem Rasen mindestens so hart wie ihre männlichen Konterparts. Und bedenkt man dann auch noch, dass die Herren der Schöpfung – sobald sie drei Mal den Ball grob in die richtige Richtung getreten haben – mit Millionen-Verträgen und Quadrillionsablösen zugepflastert werden, selbst wenn sie dann im Endeffekt nur aufpassen dürfen, dass keiner die Ersatzbank klaut, während zum Beispiel eine Tabea Kemme neben dem Erstliga-Fußball und der Nationalmannschaft noch eine Ausbildung zur Kommissarin macht machen muss (FR vom 20.06.2015), dann kommt man doch ins Grübeln.

Gerade bei so Partien wie dem ersten Gruppenspiel unserer Nationalelf Nationalelfinnen Nationalelfen gegen die Elfenbeinküste hätten die Damen deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Denn das war – mal abgesehen von der Torflut – durch seine Spielfreude und dem schnellen Umschaltspiel nach vorne äußerst kurzweilig. Ebenso wie das Achtelfinalspiel gegen die Schwedinnen.

Klar, dass nicht alle WM-Partien so sein können. Manche sind auch eher so wie FC-Spiele unter Stale Solbakken oder die letzten gefühlten 100 Spiele des HSV. Zum Beispiel hätte das Eröffnungsspiel von Gastgeberin Kanada auch gut eine Drei-???-Folge sein können. Vielleicht nicht so spannend, taugte aber wunderbar zum Einschlafen. Dagegen war England gegen Norwegen wieder unterhaltsamer als alles andere im TV.

Ihr seht, alles so wie im (*huch* jetzt hätte ich beinahe „echten Fussball“ geschrieben) Männer-Fussball. Also, vielleicht gebt Ihr den Damen auch noch mal eine Chance außerhalb der Sexy Sport-Clips und schaut ihnen auch mal beim richtigen Sport auf dem Fussballfeld zu und nicht nur beim Höschenwechseldich.

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(…und nein, es gibt am Ende kein Trikot-Tausch. Weder hier, noch beim Frauenfußball.)

Dialoge für nichts weniger als die Ewigkeit #2

Nach einer Reihe von ungeschickten Ereignissen meinerseits während des Kochvorgangs, ereignete sich folgender Dialog beim Abendessen:

Sie so (mit einer Nudel kämpfend): „Siehst Du, Herr Schmidt, Du kannst nicht kochen und dafür kann ich nicht essen!

Ich so: „Dann würden wir perfekt zusammenpassen: Du kannst kochen und ich kann essen.

…D’oh!

Kloppo 2010 #2 – "2 Flaschen Sekt für 160 Euro"

Was bisher geschah: #1

Noch nie hatte man ein Fussballtrainer-Double so schön schnurren gehört, wie in diesem Moment. Kloppo wurde zu Schnurro und die Welt fing an zu leuchten. Vielleicht hatte aber auch nur ich die Lampen an. Um diese Uhrzeit konnte ich das nun wirklich nicht mehr auseinander halten. Im Gegensatz zu den beiden Damen, die ich durchaus separiert bekam: Die Borussin links, Katharina rechts und das fette Grinsen zwischen meinen Ohren. Manchmal ist das Leben eben doch so, wie es in volkstümlichen Schlagern besungen wird.

Du, Kloppo, wir gehen nochmal zu unseren Arbeitskollegen auf die Tanzfläche. Die vermissen uns bestimmt schon und machen sich Sorgen.“ wurde ich etwas unsanft aus dem Genuß des Moments herausgerissen. „Aber die sehen Euch doch regelmäßig und ich muss morgen wieder nach Dortmund.“ spielte ich das Spielchen auf Sieg als handele es sich um eine Partie ‚Hotel‘, bei der ich das ‚President‘ besaß. „Wir sehen uns doch gleich wieder!“ war die tröstende Reaktion, die mit einem beruhigenden Streicheln meines Haars untermauert wurde. Dann noch ein synchron ausgeführter Kuss auf meine Wangen und die Ladies gingen zurück auf den Tanzflokati.

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