Herr Schmidt.

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Tag: Gitarre

ich [herz] diese kurven

Vergesst doch jetzt endlich mal Heidi, Eva, Karolina, Gisele und die anderen Hundehütten, die hier und da international herumkadavern, und wendet Euch lieber mal diesen wirklich exzellenten Topmodels zu. DAS sind mal Rundungen! Kurviger als der Hockenheimring und schöner anzuschauen als der Strand bei Tulum an der Riviera Maya in Mexiko.  Ja, und wie die sich anfühlen – so geschmeidig. *hach* Da muss man einfach jeden Tag mal die Finger drüber wandern lassen. Mal schnell, mal langsam, mal hoch, mal runter…

…aber seht selbst:

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Gitarrero #3 – Meine Gitarre, der Song und ich

Was bisher geschah: #1, #2

Da wir unsere zweite Session direkt nach Schulschluss starten wollten, hatte ich mir die Gitarre schon morgens auf den Rücken geschnallt. Was für ein Gefühl! Es ist kein Gerücht, dass eine Gitarre einen Mann für die Damenwelt um die gleiche Zehnerpotenz attraktiver macht, wie eine Brust-OP die Frau für den durchschnittlichen Mann (Ihr wisst es ja, ich bin da eher Südkurve von handlebarer Naturware). Also ging ich durch die Schulflure als wäre mir die Klampfe samt Verstärker in den Schritt gewandert. So breitbeinig, da hätte John Wayne samt seinem Pferd zwischen meine Oberschenkel gepasst.

Dieses Hoch-Gefühl wurde aber selbstredend mittags mit dem allerersten Akkord wieder in Grund und Boden gestampft. Mir taten die Finger von meinem vorabendlichen Übungsmarathon so derbe weh, wie niemals zuvor. Klare Sache, auch die zweite Unterrichtsstunde bei Niklas war von wenig Erfolg gekrönt. …und auch bei der dritten und vierten lief es nur marginal besser. Immerhin hatte sich mittlerweile Hornhaut auf meinen Fingerkuppen gebildet und regelmäßiger geübt hatte ich auch, aber irgendwie hatte es den Anschein, als wären Song, Gitarre und ich in unterschiedlichen Zeitzonen: Meine Finger, der Akkord und die richtige Stelle im Song lagen immer irgendwie knapp auseinander. …und knapp daneben ist auch vorbei.

Und so schlummerte die Institution Gitarrenunterricht mit Niklas langsam ein. Zunächst wurden die Abstände zwischen den einzelnen Treffen größer und letztendlich gab ich ihm die Gitarre wieder zurück. Er konnte sich noch mehr auf seine eigenen Skills konzentrieren und ich mich anderen wichtigen Aufgaben widmen. Diablo II war ja auch gerade rausgekommen.

13 Jahre später, Freunde, es war mein 30. Geburtstag, schenkte mir die beste Miss der Welt einen Gitarrenkurs, da sie meine traurigen Blicke zu der Akkustikklampfe, die ich mir zwischenzeitlich irgendwann mal gekauft hatte, aber nicht nutzte, nicht mehr sehen konnte. Seitdem gibt es jeden Tag mindestens 20 Minuten Duell „Mann vs. Gitarre“. Vom Rockstartraum bin ich mittlerweile weg, denn ich bin ja Indie-Jahre gekommen, da wird man dann ruhiger …und lieber Singer / Songwriter.

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(Eure Fragen an mich: springform.herr-schmidt.de)

Gitarrero #2 – Während meine Gitarre sanft weint

Was bisher geschah: #1

Der Schultag ging für meine Begriffe viel zu schnell rum. Ein Umstand, der im Normalfall mit sehr viel Jubeliererei, Fanfaren und kleinen Muffins mit vielen, kleinen, bunten Streuseln oben drauf einhergegangen wäre, aber doch nicht heute. Freunde, ich hatte mich immer noch nicht an den Gedanken gewöhnt, den heutigen Nachmittag mit einer elektronisch verstärkten Streitaxt in den Gichtfingern zu verbringen. Es war ja auch gerade mal 6 Stunden her, dass Niklas sich mir als Meister Miyagitarre angeboten hatte. Wie sollte ich in so kurzer Zeit verarbeiten, dass die Selbstwahrnehmung als gefeierter Rockstar noch an diesem Nachmittag einer weniger ruhmreichen Realität würde weichen müssen?!?

Mit kurzem Zwischenstopp am mütterlichen Mittagstisch ging ich ohne weitere Umwege, Ausflüchte oder Hausaufgaben zu machen zu Niklas. Auf dem Weg fand ich dann mit jedem Schritt mehr und mehr Gefallen an der Idee, bald Gitarre spielen zu können. Klar würde das anfangs etwas unrund laufen und sicher müsste man viel üben, aber wenn man etwas will, dann schafft man das auch. Und ich wollte es SO HART!
Ein Grinsen spannte sich zwischen meinen angewachsenen Ohrläppchen auf, während Manowar „Whimps and Posers leave the hall“ skandierten.

„Ding-Dong“
Niklas machte auf, wir gingen in sein Zimmer und kaum war ich drin, hatte ich die Gitarre umhängen. Fühlte sich gut an. Ich war ein Star! Mindestens!

„Ich hab‘ hier mal ein paar Tabs für Dich rausgesucht, die Dir Spaß machen werden und die auch nicht soo schwer sind. ‚Nothing Else Matters‘, ‚The Bard’s Song‘ und noch ein paar schnellere Sachen für nächste Woche.“

Er hatte es natürlich nicht so fordernd formuliert, aber diese Lernkurve war nunmal jetzt in meinem Kopf verankert. Heute die zwei Songs, nächste Woche ein paar schnellere Sachen, übernächste Woche werden schon die eigenen Songs geschrieben und in spätestens fünf Wochen habe ich den Platten-Deal mit meiner Band „Dark Eden“.

Niklas zeigte mir die ersten zwei Griffe und ich legte los: Finger der linken Hand in Position, mit der rechten ausgeholt und „KAWÖRMELSCHREMP“. Drei Minuten Fingersortierung bis der zweite Griff saß, ausgeholt und „FLIRRRRRMPPPPPP“. Das waren keine Akkorde sondern Verbrechen an der Menschheit, was da aus dem Verstärker kam. Der Platten-Deal musste wohl doch ein paar Tage länger warten… so 3 bis 4.

Immer wieder neu greifen, korrigieren, schrammeln. Immer und immer wieder. Und bereits nach einer halben Stunde hatte ich das Gefühl, ich würde meine Fingerkuppen durch einen Eierschneider pressen. Vielleicht floß sogar Blut. Aber ich hielt durch. …noch ganze drei Minuten. Danach war dann Schicht und ich ging mit Gitarre, Verstärker, Tabs und dem Versprechen ordentlich zu üben nach Hause.

Nichts hält länger als gute Vorsätze. Nichts kommt später als deren Umsetzung. So packte ich die Gitarre zwar mehrmals täglich an, (um mehrere Stunden vor dem Spiegel zu posen) konnte aber keine Übungsfortschritte erzielen (außer beim Posing). Das ging die komplette Woche so, bis zu dem Abend vor unserer zweiten Übungseinheit. Mich plagte das schlechte Gewissen und es erschien mir, als wäre eine Gitarre unter dem Dielenboden vergraben, an der jemand die tiefe E-Saite zupfte. Regelmäßig wie ein Herzschlag. Also griff ich zu dem schwarzen Ungetüm, aktivierte den Verstärker und kämpfte mich Stunde um Stunde durch meine „Hausaufgabe“…

[Fortsetzung folgt…]

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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