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Lacuna Coil

Es ist noch nicht so lange her, da stellte ich fest, dass ich aus dem Power-Metal herausgewachsen bin. Grund für diese Erkenntnis war die Tatsache, dass mich Gamma Ray und Freedom Call live nicht wirklich gut unterhalten konnten (hier nachzulesen). Am vergangenen Mittwoch stand nun eine weitere Band meiner Jugend zur Bewährungsprobe auf der Bühne: Lacuna Coil.

Bevor die Italiener aber auf die Bühne durften, bekamen zwei Vorbands ihre Chance das Publikum zu überzeugen. Den Opener machten dabei die deutschen Death-Metaler Deadlock. Obwohl die Kombination eines männlichen Growlers mit einer clean singenden Frontfrau relativ unkreativ ist, begeisterte mich die Band von Anfang an. Das lag vor allem an der Stimmfarbe von Sabine Weniger, die mich doch sehr an Hayley Williams von Paramore erinnerte. Als dann später auch noch genrefremde Techno-Beats in die Songs eingebaut wurden, hatten Deadlock mit mir einen neuen Fan gewonnen.

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Die Küche als Begegnungsstätte

Er: “Das ist der hässlichste Wasserkocher, den ich jemals gesehen habe!”
Ich: “Stimmt schon, aber er wurde eben passend zur Firmenküche ausgewählt.”
Er: “Auch wieder wahr.”
Ich: “Für mich wäre das aber nichts. Meine Küche ist ja schon eher eine Begegnungsstätte und deshalb sollte da etwas Stylisheres stehen.”
Er: “Eine Begegnungsstätte?!? Da treffen sich unverhofft Menschen?!?”
Ich: “Nee, Begegnungsstädte. Wie in Stadt. Gestern kam ich nach Hause und da waren Köln und Düsseldorf in meiner Küche:

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Mikroboy live

Ich hab’ mich öfter schon gefragt / warum man manche Zeiten mag / und manche Zeiten eben nicht / und man oft fast daran zerbricht.

In einer Zeit, in der ich dem Aufgeben näher war als dem Durchhalten, bin ich durch Zufall auf eine junge Band namens Mikroboy gestoßen. (remember?!?) Damals™ haben mich die wunderbaren Indie-Pop-Stücke mit ihren Elektro-Anleihen sofort in ihren Bann gezogen. Viel wichtiger als die Musik waren zu jener Zeit aber die Texte: Frontmann Michael Ludes sang doch irgendwie die ganze Zeit von meinem Leben. So kam es mir zumindest vor. Ja, und wer mich kennt, der weiß, dass mir nichts besser hilft als ein guter Song, um aus einer miesen Situation herauszukommen. Mikroboy lieferten ihn; meine persönliche Hymne: “Raus Mit Der Schlechten Luft, Rein Mit Der Guten”. Ich wusste, wenn die Jungs (und das Mädel) in Blade City Nähe spielen würden, würde ich anwesend sein. Gestern war es dann soweit:

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Vom Weatherman zum Erdling

Am Dienstag war Daniel Wirtz mit seiner Band im Kölner Bürgerhaus Stollwerck zu Gast und der werte Herr Grob und ich haben uns nicht lumpen lassen dort mal vorbei zu schauen. Wer sich jetzt von Euch fragt “Wer zum Teufel ist Daniel Wirtz?!?“, der krame doch mal bitte eben in seiner Erinnerung: Das Jahr 2000, die Band Sub7ven, der Song “Weatherman”. Kennt Ihr, oder?!? – Dachte ich mir! Der Junge, den Ihr dort hört, das ist Daniel Wirtz. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er sein erstes Solo-Album “11 Zeugen” und legte vor kurzem den Nachfolger “Erdling” nach.

Jetzt, wo Ihr ein wenig Background-Infos habt, können wir ja gefahrlos zu dem eigentlichen Inhalt dieses Beitrags kommen: Herr Wirtz muss eine Wette verloren haben oder aus den wartenden Menschen vor der Location spontan eine Vorband zusammen gecasted haben, anders ist das, was uns als Anheizer präsentiert wurde nicht zu erklären. Übergas schimpfte sich die Lärmfraktion, deren Sänger die Artikulation eines logopädiebedürftigen Steinzeitmenschens mit angeschwollener Zunge hatte. Außer “Ugalla-laa *brüll* braaaa” kam da nicht viel an. Herr Grob und ich waren uns lange Zeit nichtmal sicher, in welcher Sprache er sang brüllte.

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Headphones on I made my escape. I’m in a film of personal soundtrack. I’m leaving home and I’m never gonna come back
Art Brut

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