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Inmitten einer warmen Sommernacht

Es regnet während die Dunkelheit mich umgibt. Ich liege in meinem Bett und starre die Decke an. “Tip!” “Tip!” “Tip!” – jeder Tropfen ist ein kleines “Hallo”, das an meiner Fensterscheibe zerschellt und so zu einem leisen “Goodbye” wird. Durch die Natur bewußt gemachte Vergänglichkeit inmitten einer warmen Sommernacht.

Mal wieder bekomme ich kein Auge zu und versuche kraft meiner Gedanken die Schweißtropfen auf meinem Körper verschwinden zu lassen. Es ist allerdings nicht die nächtliche Außentemperatur, die mich heute aufheitzt und wachhält; es ist die Sehnsucht in mir. Und je mehr ich mich auf den Regen einlasse, desto unerträglicher wird es.

“I find the map and draw a straight line
Over rivers, farms, and state lines”

Die Distanzen werden größer, aber das ist nicht schlimm, denn Nähe lässt sich weißgott nicht durch Kilometer definieren. Ja, und wenn man das erstmal verstanden hat, dann kann man aufrichtig behaupten: Heute herrscht Ordnung, wo gestern noch Chaos war. Und man stellt im gleichen Atemzug fest, dass das hier eigentlich ein gutes Gefühl ist.

Die Sehnsucht wird wieder als Fokus verstanden; und nicht mehr als Fluch. Sie zeigt mir was wirklich wichtig ist und lässt mich das Leben mit jeder Faser meines Körpers spüren. Jetzt – hier – ist es nur eine Theorie, die allerdings endorphingeschwängerte Realität wird, sobald der leere Fleck auf meiner Brust wieder gefüllt ist. Ein Zuhause, das ich nicht kannte aber immer vermisst habe, im taktschlagenden Muskel einer Audrey Hepburn. Doch gibt es inmitten dieser warmen Sommernacht keinen Tanzbären und kein Wanne-Eickel. Nur einen Mann, den Regen und die Gewissheit morgen wieder komplett zu sein.

Nur zur Info

Eigentlich wollte ich ja einen Beitrag veröffentlichen, der sich mit meiner Vergangenheit und roten Haaren beschäftigt. So war zumindest der Plan bis gestern Abend. Da habe ich dann einen komplett anderen Beitrag verfasst, der sich mit einer brandaktuellen Situation auseinandersetzt. Jetzt stehe ich vor dem Dilemma, dass ich den ersten Beitrag nicht veröffentlichen will, weil er für den aktuellen Zeitpunkt absolut falsch erscheint und den zweiten Beitrag nicht veröffentlichen kann. Also rein technisch würde das schon gehen, aber sonst halt nicht. Is’ ja auch egal. Geht halt nicht. Pech!

Aber worauf will ich überhaupt hinaus?!? – Es gibt hier heute jedenfalls keinen Content! Nicht mal über meine Erkältung und meine Alkohol-Antibiotika-Experimente. Heute ist hier aufgrund von Wartungsarbeiten am Autor geschlossen. Ja, das ist ein schöner Satz. Direkt mal ausdrucken und einrahmen. Oder auf ein T-Shirt drucken.

Und überhaupt brauche ich mal dringend Urlaub. Und zum Friseur könnte ich auch mal wieder.

Ach, alles Scheiße! Die Sonne scheint und das Essen ist gut. Wir liegen den ganzen Tag am Strand und trinken Caipirinha. Liebe Grüße und bis bald, Euer Herr Schmidt.

“And believe me baby every generation got its own disease and I’ve got mine.”

Herrje…

Eine Mitfahrgelegenheit

Und dann steht man mit herausgestrecktem Daumen am Straßenrand, während das Leben an einem vorbei fährt. Und man brüllt ihm hinter her “Halt an und nimm mich mit, Du Arschloch!”
Ja, und dann geht es in die Eisen und bleibt stehen. Es lässt sich nämlich nicht gerne als Arschloch bezeichnen, dieses Leben, denn es ist ja auch keins. Im Gegensatz zum Tod. Oder der Liebe. Das sind zwei Riesen-Arschlöcher.

Und dann steigt man ein, lässt sich den Fahrtwind ins Gesicht wehen und singt lauthals jeden Song mit, der aus dem Tapedeck kommt. So geht es dann etliche Kilometer, bis man bemerkt, dass sich die Songs nicht ändern. Man stellt erschrocken fest, dass dieses Leben nur eine einzige verfickte Mix-Kassette zu bieten hat.

Und dann hört man auf mitzusingen und die Songs, die vor nicht allzu langer Zeit noch gefeiert wurden, hängen einem zum Hals raus. Genau jetzt fängt das Leben an, Dich komisch anzuschauen. So kennt es Dich ja auch nicht. Ab diesem Moment hat man 3 Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Man grinst das Leben an und fängt an, wieder euphorisch die Songs mitzusingen. Denn egal wie einem das alles zuwider ist, man möchte weiter mitfahren.

Möglichkeit 2: Man greift dem Leben ins Lenkrad und zwingt es rechts ran zu fahren, damit man endlich aussteigen kann.

Möglichkeit 3: Man sagt dem Leben bei jedem Song, der einem nicht passt, dass man ihn hasst und fängt an die Radiofrequenzen nach seiner Musik zu durchsuchen. Das wiederholt man dann Lied für Lied. Bis einen das Leben hinaus wirft.

Wählscheibe 1, Skype 0

“Ich wusste doch, dass diese ganze Bloggerei für irgendwas gut ist!”
…und manchmal ist ein holpriger Start sehr viel besser, als ein reibungsloser!

Ja, geschätzter Leser und verehrte Leserin, wenn Sie das jetzt nicht verstehen, dann ist das nicht schlimm. Im Gegenteil, Sie dürfen jetzt Ihre ganze von Mama eingepackte Kreativität aus dem Butterbrotpapier auspacken und auf’s Heftigste in den Kommentaren spekulieren! …und vielleicht haben Sie ja auch noch das Detektiv-Set aus einem alten YPS-Heft oder wahlweise der Micky Maus. Helfen würde es auf jeden Fall.



Headphones on I made my escape. I’m in a film of personal soundtrack. I’m leaving home and I’m never gonna come back
Art Brut

© 2012 Herr Schmidt | Dieses Blog basiert auf Wordpress und verwendet das Theme Modern Clix von Rodrigo Galindez. Lesespass bieten 613 Beiträge und 7714 Kommentare. champagnerdusche!


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