Von Bildern und Skulpturen
Das selbstauferlegte Kryptikverbot wird jetzt hiermit dann auch zurückgenommen, der Leserschutz aufgehoben und die Mainstreamisierung gebremst! Dafür heute im Programm: Selbstschutz, mentale Entlastung und Emotionen. Hell, yeah!
Und mal ehrlich, warum macht man das eigentlich überhaupt? Nein, ich meine nicht die geistige Selbstkastration, die man dann als Zensur auslegt. Ich meine diese allgemeine Unfähigkeit einen Menschen so wahr zu nehmen, wie er wirklich ist. “Die Datei ‘Reales Bild von xy.tif’ kann nicht geöffnet werden.” und dann ist es natürlich einfacher, wenn man sich sein eigenes Bild macht, als nach einem Weg zu suchen, das Original zu öffnen. Herrgott nochmal, die Evolution brachte uns die Faulheit. What an achievement.
Wobei das mit der Faulheit auch wieder relativ ist. Schließlich setzt man sich ja dann an seine imaginäre Töpferscheibe und formt sich, unter Tränen, Schweiß und Blut, den Menschen zu einem ‘besonderen’ Menschen. Eine Skulptur aus realen Positiva ergänzt durch Wunschvorstellungen abzüglich aller realen Negativa. (Die Töpferscheibe als altmodisches Bild für geistiges Photoshopen, der Tonklumpen als PSD-Datei, die Skulptur als Foto in einem Hochglanz-Magazin)
