Herr Schmidt.

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Tag: Leben

One "Yeah!" ago…

…also vor genau einem Jaaa!Verdammtnochmalistdaslangeher hab ich hier meine letzte Buchstabensuppe ins Unterholz gebastelt. Was?!? Soll?!? Denn?!? Das?!? Wo kämen wir denn da hin, wenn das jeder machen würde?!? …einfach so ein Jahr auszusetzen. Reicht ja schon, wenn man in Real-Life-Teilzeit geht, aber so unangekündigt volley mit ’nem Sabbatjahr kommen?!? (und dann ist das noch nichtmal Black Sabbath) – Das Kantholz sollte man über meinem blanken A….aaach vielleicht lieber doch nicht. Habt Gnade, auch wenn ich Wiederholungstäter bin.

Falls es Euch aber beruhigt: Ich „war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt.“ Ich habe mit einem lachenden und einem weinenden Auge die Entwicklung eines früher von mir sehr geschätzten Blogs verfolgt, feiere täglich derbst den ungebremsten Wahnsinn ab, den ein nicht ganz so unbekannter Luftratten-Vertreiber auf allen Kanälen in die Welt trägt und bin voller Respekt vor der Entwicklung eines Bloggers zum Poeten, der Deutschlands bühnen in Schutt und Asche liest. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Ach, reden wir nicht weiter um den Grießbrei herum: Ich bin immer noch Fan-Boy von dieser ganzen Internet-Schreiberei.

Ja, aber warum hast Du denn dann nicht mal selber die Lamy-Tastatur in das Tintenfässchen getaucht und das Hausaufgabenheftchen, das wir Leben nennen, mit Deinen eigenen Punchlines verziert?
Also wirklich! Bitte warten Sie mit den Fragen bis zum Ende meines Vortrags, dann werde ich mich diesen gerne widmen. Danke.

Wo war ich?!?…ach ja: Ich bin immer noch Fan-Boy von dieser ganzen Internet-Schreiberei.

Das ist eigentlich ein schöner Schlusssatz.
Gibt es Fragen?

Ja, hier, die mit den Punchlines und den Tintenfässchen.
Ach ja, stimmt, da war ja was.
Also?
Freunde, ich weiß es ehrlich gesagt nicht zu hundert Prozent. Sicherlich war das vergangene Jahr durchaus auf vielen Ebenen anstrengend, zeitraubend, gedankenbindend und irgendwie zu vielen Dingen inkompatibel. Scheinbar habe ich mich dadurch meiner Lockerness (Yeah, props to Jörn, yeah!) berauben lassen. Na ja, und Lockerness (again: props to Jörn) ist nun mal mit Plüschhandschellen an die Kreativität und mit Ducktape an das NichtsovielGedankenmachenundeinfachmalmachen gefesselt. Well, here we go und Bämm! Da hat man dann ganz schnell den Salat.

Salat wiederum ist eine total sensationell-tolle Überleitung zu… …aber leider sehe ich gerade, meine Sendezeit ist rum. Ein anderes Mal. Aber ich komme darauf zurück, versprochen! Und auch das letzte Jahr wird hier aufgearbeitet.

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!
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(Zahlreiche Doktortitel in Gefahr! – Neue Plaqueiatsaffäre in Dentistenkreisen aufgedeckt.)

 

Eine Mitfahrgelegenheit

Und dann steht man mit herausgestrecktem Daumen am Straßenrand, während das Leben an einem vorbei fährt. Und man brüllt ihm hinter her „Halt an und nimm mich mit, Du Arschloch!“
Ja, und dann geht es in die Eisen und bleibt stehen. Es lässt sich nämlich nicht gerne als Arschloch bezeichnen, dieses Leben, denn es ist ja auch keins. Im Gegensatz zum Tod. Oder der Liebe. Das sind zwei Riesen-Arschlöcher.

Und dann steigt man ein, lässt sich den Fahrtwind ins Gesicht wehen und singt lauthals jeden Song mit, der aus dem Tapedeck kommt. So geht es dann etliche Kilometer, bis man bemerkt, dass sich die Songs nicht ändern. Man stellt erschrocken fest, dass dieses Leben nur eine einzige verfickte Mix-Kassette zu bieten hat.

Und dann hört man auf mitzusingen und die Songs, die vor nicht allzu langer Zeit noch gefeiert wurden, hängen einem zum Hals raus. Genau jetzt fängt das Leben an, Dich komisch anzuschauen. So kennt es Dich ja auch nicht. Ab diesem Moment hat man 3 Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Man grinst das Leben an und fängt an, wieder euphorisch die Songs mitzusingen. Denn egal wie einem das alles zuwider ist, man möchte weiter mitfahren.

Möglichkeit 2: Man greift dem Leben ins Lenkrad und zwingt es rechts ran zu fahren, damit man endlich aussteigen kann.

Möglichkeit 3: Man sagt dem Leben bei jedem Song, der einem nicht passt, dass man ihn hasst und fängt an die Radiofrequenzen nach seiner Musik zu durchsuchen. Das wiederholt man dann Lied für Lied. Bis einen das Leben hinaus wirft.

© 2019 Herr Schmidt.

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