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GuV – Eine Abrechnung

Treten Sie näher, nehmen Sie Platz.
Die Kameras laufen, wenn die Bombe gleich platzt.
Jetzt wird gezündet, gleich explodieren.
Zu nah am Feuer, keiner muss frieren.
Schwarzes Gesicht, die Hände verbrannt.
Hauptsache es ist auf Zelluloid gebannt.
Wen interessiert ihr Schmerz und Leid?
Das was zählt ist die Medienwirksamkeit!

Stories schaffen, Bilanz ausgleichen.
Der Wetterbericht wird wieder nicht reichen.
Die linke Seite zeigt 1.000 Tote.
Dagegen gestellt: die Einschaltquote.
Eine Reportage über fremde Krieger
Macht den Teufel zum feisten Sieger.
Denn während die Kamera ihn fokussiert,
Bleibt verborgen was nebenher passiert.

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Checkbox

Remember Me!

Könnte man dieses Häkchen doch nur bei Menschen setzen. Ein Klick und man würde nicht mehr in Vergessenheit geraten.
Aber was würde es nützen, wenn man das Password nicht kennt?!?

Edit: Andererseits wäre es genauso verlockend, könnte man dieses Häkchen entfernen. Oder besser entfernen lassen. Dann würde man sich nicht mehr erinnern müssen.

Von Bildern und Skulpturen

Das selbstauferlegte Kryptikverbot wird jetzt hiermit dann auch zurückgenommen, der Leserschutz aufgehoben und die Mainstreamisierung gebremst! Dafür heute im Programm: Selbstschutz, mentale Entlastung und Emotionen. Hell, yeah!

Und mal ehrlich, warum macht man das eigentlich überhaupt? Nein, ich meine nicht die geistige Selbstkastration, die man dann als Zensur auslegt. Ich meine diese allgemeine Unfähigkeit einen Menschen so wahr zu nehmen, wie er wirklich ist. “Die Datei ‘Reales Bild von xy.tif’ kann nicht geöffnet werden.” und dann ist es natürlich einfacher, wenn man sich sein eigenes Bild macht, als nach einem Weg zu suchen, das Original zu öffnen. Herrgott nochmal, die Evolution brachte uns die Faulheit. What an achievement.

Wobei das mit der Faulheit auch wieder relativ ist. Schließlich setzt man sich ja dann an seine imaginäre Töpferscheibe und formt sich, unter Tränen, Schweiß und Blut, den Menschen zu einem ‘besonderen’ Menschen. Eine Skulptur aus realen Positiva ergänzt durch Wunschvorstellungen abzüglich aller realen Negativa. (Die Töpferscheibe als altmodisches Bild für geistiges Photoshopen, der Tonklumpen als PSD-Datei, die Skulptur als Foto in einem Hochglanz-Magazin)

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Laut gedacht #4

“Das Ausmaß der Perspektivlosigkeit im Leben der Menschen wird insbesondere an dem Elan deutlich, den sie in ihren SecondLife-Account investieren. Ein Traumleben aus der Konserve. Totaler Verzicht auf reale Erfolge. Bloß keine Anstrengung.”



Headphones on I made my escape. I’m in a film of personal soundtrack. I’m leaving home and I’m never gonna come back
Art Brut

© 2010 Herr Schmidt | Dieses Blog basiert auf Wordpress und verwendet das Theme Modern Clix von Rodrigo Galindez. Lesespass bieten 606 Beiträge und 7683 Kommentare. champagnerdusche!


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