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4 Akkorde zum Erfolg

Gestern hat MC Winkel ja seine Links des Tages rausgehauen, wisst Ihr ja alle. Und heute, wo mein Finger wieder verheilt ist und ich nicht mehr wie ein Storch auf Valium über meine neue Logitech-Tastatur eier, konnte dann auch ich mir die verlinkten Sachen mal anschauen. Dabei hat mich dieses Michael-Jackson-Medley ziemlich beeindruckt. Ich weiß nicht, wer von Euch sich mal die Mühe gemacht hat auf die MySpace-Seiten und den Youtube-Channel zu klicken, ich hab’ das getan und muss sagen: Gefällt mir gut. Vielleicht zwischendurch zu viel Musical in der Stimme, aber naja.
Herausstechend war auf jedenfall folgendes Video, das 15 Pop-Songs mit den gleichen 4 Akkorden(!!!) in ein Medley packt. Die verantwortliche Nase für das hier, das MJ-Medley und noch ganz viel anderen Kram ist übrigens die Nase, die ihr am Keyboard sehen könnt, Kurt Schneider.

(Medley auf Deineröhre schauen)

…und Avril: Lern’ ‘nen fünften Akkord, faules Stück!

Die Frage nach der Berechtigung der Coolness

Ich habe mich in den letzten Tagen, in denen ich hier nichts geschrieben habe, mit der intensiven Suche nach Gott befasst. Blödsinn! Ich war krank und hatte mit meiner Diplomarbeit und der Genesung genug am Hut. Dennoch hat mich Gott im erweiterten Sinn beschäftigt. Während ich krank zu Hause lag, habe ich die Weiten meiner digitalen Sat-Programm-Möglichkeiten ausgelotet und dabei den Sender [tru:] young tv gefunden. Dabei handelt es sich um den Jugendfernsehsender von Bibel TV, der versucht über ein frisches, jugendliches Auftreten das Christentum zu propagandieren. Kern-Transfermedium ist dabei die Musik. In verschiedenen Sendungen werden Videoclips von Bands gespielt, die sich inhaltlich zwar alle mit christlichen Werten beschäftigen, dabei aber kein Musik-Genre auslassen. Egal ob Hip-Hop, Pop oder Post-Hardcore – Gott und Jesus finden ihren Weg in jeden erdenklichen Ton.

Während ich mich also so von der Musik berieseln ließ, liefen folgende zwei Songs: Fireflight – Unbreakable und RPM – New Creation. Beide gehen gut ab und begeisterten mich. Und obwohl ich in dem Moment Fan von den Songs war, hatte ich dieses unterschwellige Gefühl, dass es irgendwie falsch ist, diese Musik gut zu finden. Gott ist ja auch uncool…

Aber warum ist das so?!? Woher kommt dieses Empfinden, dass irgendeine Metal-Kapelle, die über Satan singt vollkommen in Ordnung geht (weil, ist ja cool und so), aber eine christlich geprägte Band einem das Gefühl gibt total spiessig zu sein?

Fräulein Wunder

Kann es sein das jede fünfte Bloggerin Fräulein Wunder heißt? Ich bin jedenfalls der festen Überzeugung das jeder (mittel-)große Bloghoster ein Fräulein Wunder sein Eigen nennen darf. Ja, selbst ich hätte mich fast Fräulein Wunder genannt und wäre zu blogger.com gegangen…

Wie dem auch sei, man kann als umtriebiger Blogger mehr Fräulein Wunder im Internet finden als Fische auf den Tischen chinesischer Geschäftsessen. Da war es ja dann auch nur eine Frage der Zeit bis dieser Trend auch auf den Real-Life-Server durchdringt und die Offline-Welt erobert: Der bonbonfarbene Bubblegum-Musiksender für die musikinteressierte (vornehmlich weibliche) Zielgruppe zwischen 9 und 15, der auf den einprägsamen Namen VIVA hört, hat jetzt sein eigenes Fräulein Wunder am Start. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine Moderatorin und auch nicht um ein YingYing-artiges Maskottchen sondern um eine Band. Vier Mädchen, die sich gerade im Endstadium des Brustwachstums befinden und vermutlich erste Erfahrungen mit der Entfernung ungewollter Körperbehaarung unterhalb der Augenbrauen machen, haben sich Gitarre, Bass, Schlagzeug und Mikrophon gekrallt und plärren etwas holprig (aber das ist ja Indie) ohne dabei allerdings auf eine massenkompatible, glattgebügelte Produktion zu verzichten, ihr Teenager-Gedankengut in die Weltgeschichte. Dabei versuchen die Girlies durch schrille Klamotten berechnend unangepasst zu sein, während die Frontfrau verzweifelt versucht wie Mieze von Mia. zu klingen.

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Die Geschichte hinter dem Song #1

Else Matters war eine rüstige alte Frau, die seit dem Tod ihres Mannes, alleine auf 200m² Wohnfläche lebte. Am Anfang genoß sie zwar die Ruhe und die uneingeschränkten Möglichkeiten des Nacktseins, die das Alleinewohnen so mit sich brachte, doch nach ein paar Monaten fühlte sie sich sehr einsam. Sie fasste den Entschluss, ein paar Zimmer an Studenten zu vermieten. So sollte wieder Leben in das Haus kommen und ihre Rente würde dadurch ja auch etwas aufgebessert.

Kurz nachdem die 81jährige ihre Anzeige in den örtlichen Zeitungen geschaltet hatte, klingelte es an ihrer Tür und vier junge Männer mit langen Haaren und schwarzen T-Shirts standen vor der Tür und hielten ein Exemplar des “Uckermark Kurier” mit Elses eingekringelter Anzeige hoch. Etwas skeptisch musterte die rüstende …äh… rüstige Rentnerin die vier Herren durch den Türspion, bevor sie die Tür öffnete.

“Guten Tag, was wünschen Sie?”
“Well, we’ve found your advertisement and are interested in…”

Die vier Herren waren offensichtlich Amerikaner, schloss Else Matters blitzgescheit und fing sogleich an in bestem Oxford-Englisch zu reden.
[zum besseren Verständnis, gebe ich diesen Dialog in der deutschen Übersetzung wieder]

“Oh, sie kommen aus Amerika?”
“Ja, so ist es. Wir interessieren uns für die Wohnräume, die sie anbieten, Frau Matters. Ihre Anzeige klingt wirklich gut.”
“Kommen sie doch rein. Ich werde sie etwas herumführen und dabei können sie mir ja etwas von sich erzählen.”

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Headphones on I made my escape. I’m in a film of personal soundtrack. I’m leaving home and I’m never gonna come back
Art Brut

© 2013 Herr Schmidt | Dieses Blog basiert auf Wordpress und verwendet das Theme Modern Clix von Rodrigo Galindez. Lesespass bieten 643 Beiträge und 7809 Kommentare. champagnerdusche!


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